Einrichtung einer integrierten Gesamtschule mit Ganztagsangeboten auf dem Gelände der ehemaligen Drakekaserne am Frankfurter Berg
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Nachdem das Kultusministerium den Willen der Schulgemeinden im Ortsbezirk 10, des Ortsbeirats und der Stadtverordnetenversammlung nicht beachtet und den Wunsch nach der Einrichtung einer kooperativen Gesamtschule mit dem fragwürdigen Hinweis auf das Fehlen von schon nach dem 4. Schuljahr genügend gymnasial geeigneten Kindern abgelehnt hat, ist die Konsequenz aus den Ergebnissen der jahrelangen Diskussionen vor Ort, dass eine integrierte Gesamtschule eingerichtet werden muss, zumal die Schulplätze an integrierten Gesamtschulen in Frankfürt den Bedarf nicht decken. Hier spielt dann die Frage, wieviel Kinder vom Frankfurter Berg und den umliegenden Stadtteilen gymnasial geeignet sind oder nicht konzeptionell keine Rolle. Nach PISA gibt es für diese gewünschte Schulform und ihre pädagogische Konzeption des Lernens zusätzliche Argumente aufgrund der empirisch gewonnenen Ergebnisse. Zugleich muss diese neue Schule so konzipiert werden, dass sie sich zu einer Ganztgasschule entwickeln kann, wenn dies von der Schulgemeinde gewünscht wird. Antragstellende Fraktion: SPD Vertraulichkeit: Nein Zuständige Ortsbeiräte: 10 Beratungsergebnisse: 11. Sitzung des OBR 10 am 14.05.2002, TO I, TOP 27 Beschluss: Anregung OA 817 2002 Die Vorlage OF 242/10 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen. Abstimmung: SPD, GRÜNE, FDP und REP gegen CDU (= Ablehnung)
Inhalt
Antrag vom 29.04.2002, OF 242/10
Betreff:
Einrichtung einer integrierten Gesamtschule mit Ganztagsangeboten auf dem Gelände der ehemaligen Drakekaserne am Frankfurter Berg
Der Ortsbeirat möge beschließen:
Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, folgende Beschlüsse zu fassen und den Magistrat zu beauftragen, die notwendigen Schritte zu ihrer Umsetzung einzuleiten.
- Auf dem Gelande der ehemaligen Drakekaserne am Frankfurter Berg wird eine integrierte Gesamtschule für diejenigen Kinder am Frankfurter Berg und in den Nachbarstadtteilen eingerichtet, deren Eltern Folgendes wünschen:
. Ihre Kinder sollen nicht schon nach dem 4. Schuljahr in die 3 traditionellen festen "Begabungsrichtungen" Hauptschule, Realschule und Gymnasium aufgeteilt werden.
. Ihre Kinder sollen möglichst lange gemeinsam zusammen lernen können und Zeit haben für ihre Entwicklung und ihre personliche Förderung - so wie es in allen Ländern der OECD üblich ist, die bei der empirischen Schulsystemvergleichsstudie PISA besser abgeschnitten haben als Deutschland.
. Ihre Kinder sollen am Beginn der Schullaufbahn in Klasse 5 die Chance haben, alle Bildungsabschlüsse gleichermaßen erreichen zu können und sich entsprechend ihren gesamten Begabungen und Fähigkeiten entwickeln können, was aufgrund von empirischen Ergehnissen der PISA Studie besser erreichbar ist, wenn nicht bereits nach der Grundschule "aussortiert" wird.
. Ihre Kinder sollen individuell gefordert und gefördert werden, und zwar in den Bereichen der Sozial-, der Methoden- und der Fachkompetenz gleichermaßen.
- Bei der Bauplanung durch die Stadt soll darauf geachtet werden, dass die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden, damit diese Schule Ganztagsangebote machen kann oder sich zur ganztägig arbeitenden Schule entwickeln kann, wenn die Schulgemeinde dies wünscht Dies beinhaltet die Konzeption zusätzlicher Aufenthaltsräume und die Schaffung der Möglichkeit zur Einnahme eines Mittagstisches.
Begründung:
Nachdem das Kultusministerium den Willen der Schulgemeinden im Ortsbezirk 10, des Ortsbeirats und der Stadtverordnetenversammlung nicht beachtet und den Wunsch nach der Einrichtung einer kooperativen Gesamtschule mit dem fragwürdigen Hinweis auf das Fehlen von schon nach dem 4. Schuljahr genügend gymnasial geeigneten Kindern abgelehnt hat, ist die Konsequenz aus den Ergebnissen der jahrelangen Diskussionen vor Ort, dass eine integrierte Gesamtschule eingerichtet werden muss, zumal die Schulplätze an integrierten Gesamtschulen in Frankfürt den Bedarf nicht decken. Hier spielt dann die Frage, wieviel Kinder vom Frankfurter Berg und den umliegenden Stadtteilen gymnasial geeignet sind oder nicht konzeptionell keine Rolle. Nach PISA gibt es für diese gewünschte Schulform und ihre pädagogische Konzeption des Lernens zusätzliche Argumente aufgrund der empirisch gewonnenen Ergebnisse.
Zugleich muss diese neue Schule so konzipiert werden, dass sie sich zu einer Ganztgasschule entwickeln kann, wenn dies von der Schulgemeinde gewünscht wird.
Antragstellende Fraktion: SPDZuständige Ortsbeiräte: 10
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 12. April 2002BB 408Umbau DrakeschoolMagistratsbericht
- 29. April 2002Sie sind hierOFOF 242/10Einrichtung einer integrierten Gesamtschule mit Ganztagsangeboten auf dem Gelände der ehemaligen Drakekaserne am Frankfurter BergOrtsbeiratsantrag · SPD
- 14. Mai 2002OAOA 817Einrichtung einer integrierten Gesamtschule mit Ganztagsangeboten auf dem Gelände der ehemaligen Drakekaserne am Frankfurter Berg Bericht des Magistrats vom 12.04.2002, B 408Anregung
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: SPD, GRÜNE, FDP und REP gegen CDU (= Ablehnung)