Finanzielle Unterstützung für die Errichtung einer Gedenk-Stele am Gemeinschaftsgrab der Opfer des KZ Katzbach
Zusammenfassung
Der Ortsbeirat beschließt die finanzielle Unterstützung für die Errichtung einer Gedenk-Stele am Gemeinschaftsgrab der Opfer des KZ Katzbach mit einem Betrag von 5.000 Euro. Dieses Vorhaben zielt darauf ab, den Gedenkort für die ermordeten Gefangenen zu würdigen und die Namen der verstorbenen Häftlinge korrekt wiederzugeben, um somit der Opfer angemessen zu gedenken.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenAntrag
Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Ortsbeirat unterstützt die Errichtung einer Gedenk-Stele am Gemeinschaftsgrab auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt, in welchem die Opfer des KZ Katzbach beerdigt sind, mit 5.000 Euro aus seinem Budget.
Begründung
Auf dem Frankfurter Hauptfriedhof befindet sich das Gemeinschaftsgrab der 527 im Konzentrationslager "Katzbach" in den Frankfurter Adlerwerken ermordeten Gefangenen. Sie überlebten die sieben Monate des Bestehens des KZs (August 1944 - März 1945) nicht. In ihrer Mehrheit waren sie Polen, die nach dem Warschauer Aufstand deportiert wurden. Auf Steinplatten um dieses Grab sind die Namen der verstorbenen Häftlinge genannt. Es fehlen dort allerdings 15 Namen von nachweislich in Frankfurt gestorbenen KZ-Häftlingen. Darüber hinaus finden sich viele Schreibfehler, die Namen sind zudem nicht alphabetisch geordnet. Hinzu kommt, dass die Steinplatten schon recht verwittert und daher teilweise unleserlich sind. Die Namen auf dem Gemeinschaftsgrab sind eine Quelle für Menschen, ihre Angehörigen zu finden und ihrer zu gedenken. Das Gedenken an die Ermordeten erfordert die Nennung ihrer korrekten Namen als unerlässliche Hinwendung zu den Opfern. Der Geschichtsort Adlerwerke, der Förderverein Geschichtsort Adlerwerke, der LAGG e.V. und das Gallustheater unterstützen diese Initiative. Auch der Ortsbeirat möchte dazu seinen finanziellen Beitrag leisten, damit kein Name, kein Opfer vergessen wird und ein würdiges Andenken am Hauptfriedhof möglich ist.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 17. November 2024Sie sind hierOFOF 1473/1Finanzielle Unterstützung für die Errichtung einer Gedenk-Stele am Gemeinschaftsgrab der Opfer des KZ KatzbachOrtsbeiratsantrag · CDU
- 3. Dezember 2024OIBOIB 366Finanzielle Unterstützung für die Errichtung einer Gedenkstele am Gemeinschaftsgrab der Opfer des KZ KatzbachBudget-Initiative
- 21. März 2025Antwort des Magistrats · nach 18 WochenSTST 428Finanzielle Unterstützung für die Errichtung einer Gedenkstele am Gemeinschaftsgrab der Opfer des KZ KatzbachStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke und ÖkoLinX-ARL gegen FDP (= Ablehnung)