Fördert die Stadt attraktivere Mietwohnungen?
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Eine hochwertige und zugleich bezahlbare Wohnraumversorgung in den Stadtteilen des Ortsbezirks 9 ist der Schlüssel zu einer guten Sozialstruktur. Vor diesem Hintergrund muss der öffentlichen Hand in besonderem Maße daran gelegen sein, dass der seit langem vorhandene Bestand an Mietwohnungen in diesem Teil Frankfurts durch die großen Wohnungsbaugesellschaften nach und nach saniert und aufgewertet wird. Nicht zuletzt, um den Bedürfnissen von Familien mit Kindern Rechnung zu tragen, sind Wohnungen mit angemessen großen Balkonen anzustreben. Wie Anwohner berichten, kommt es in diesem Zusammenhang aber regelmäßig zu Problemen, etwa in der Eschersheimer Albert-Schweitzer-Siedlung: In der Waldecker Straße soll die Nassauische Wohnungsbau-Gesellschaft aus Denkmalschutzgründen ganz überwiegend daran gehindert worden sein, die Häuser im Zuge der Außensanierungen mit größeren Balkonen auszustatten. Lediglich im Bereich der Waldecker Straße 10-14 (Sanierung 2008) sei dies geschehen. Dagegen seien im Bereich des Häuser Waldecker Straße 16-18 (Sanierung 2008), 13-17 und 7-9 (Sanierung 2009) die alten, schmalen Balkone nur ausgebessert und neue Geländer angebracht worden. Diese kleinen Balkone sind von den Mietern kaum nutzbar: Sie haben eine ungefähre Tiefe von rechts und links 70 cm sowie in der Mitte ca. 90 cm, auf einer Länge von 2,30m. Der Ortsbeirat fragt daher den Magistrat:
- Trifft es zu, dass eine von der Nassauischen Wohnungsbau-Gesellschaft geplante Vergrößerung der alten Balkone im Bereich der Waldecker Straße zum großen Teil aus Denkmalschutzgründen nicht genehmigt wurde?
- Falls ja: Welche Möglichkeiten bestehen, um in solchen Fällen den gebotenen Ausgleich zwischen Denkmalschutz einerseits und attraktivem Wohnraum andererseits zu schaffen?
Inhalt
Antrag vom 26.10.2009, OF 1069/9
Betreff:
Fördert die Stadt attraktivere Mietwohnungen?
Eine hochwertige und zugleich bezahlbare Wohnraumversorgung in den Stadtteilen des Ortsbezirks 9 ist der Schlüssel zu einer guten Sozialstruktur. Vor diesem Hintergrund muss der öffentlichen Hand in besonderem Maße daran gelegen sein, dass der seit langem vorhandene Bestand an Mietwohnungen in diesem Teil Frankfurts durch die großen Wohnungsbaugesellschaften nach und nach saniert und aufgewertet wird. Nicht zuletzt, um den Bedürfnissen von Familien mit Kindern Rechnung zu tragen, sind Wohnungen mit angemessen großen Balkonen anzustreben.
Wie Anwohner berichten, kommt es in diesem Zusammenhang aber regelmäßig zu Problemen, etwa in der Eschersheimer Albert-Schweitzer-Siedlung: In der Waldecker Straße soll die Nassauische Wohnungsbau-Gesellschaft aus Denkmalschutzgründen ganz überwiegend daran gehindert worden sein, die Häuser im Zuge der Außensanierungen mit größeren Balkonen auszustatten. Lediglich im Bereich der Waldecker Straße 10-14 (Sanierung 2008) sei dies geschehen. Dagegen seien im Bereich des Häuser Waldecker Straße 16-18 (Sanierung 2008), 13-17 und 7-9 (Sanierung 2009) die alten, schmalen Balkone nur ausgebessert und neue Geländer angebracht worden. Diese kleinen Balkone sind von den Mietern kaum nutzbar: Sie haben eine ungefähre Tiefe von rechts und links 70 cm sowie in der Mitte ca. 90 cm, auf einer Länge von 2,30m.
Der Ortsbeirat fragt daher den Magistrat:
- Trifft es zu, dass eine von der Nassauischen Wohnungsbau-Gesellschaft geplante Vergrößerung der alten Balkone im Bereich der Waldecker Straße zum großen Teil aus Denkmalschutzgründen nicht genehmigt wurde?
- Falls ja: Welche Möglichkeiten bestehen, um in solchen Fällen den gebotenen Ausgleich zwischen Denkmalschutz einerseits und attraktivem Wohnraum andererseits zu schaffen?
Beratung im Ortsbeirat: 9
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 26. Oktober 2009Sie sind hierOFOF 1069/9Fördert die Stadt attraktivere Mietwohnungen?Ortsbeiratsantrag · CDU
- 5. November 2009VV 1143Fördert die Stadt attraktivere Mietwohnungen?Anfrage
- 21. Januar 2010Antwort des Magistrats · nach 12 WochenSTST 191Fördert die Stadt attraktivere Mietwohnungen?Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme