Edwards-Sportfeld als Kaltluftschneise erhalten - B-Plan 853 ablehnen
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Durch die Bebauung des Edwards-Sportfeldes findet nicht die Arrondierung des Ortsrands von Berkersheim statt sondern die Zerstörung einer Kaltluftschneise, die als Verbindung von Grüngürtel und Niddaauen noch zusätzliche wertvoll für die Frischluftzirkulation ist. Das Entsiegeln des geteerten Platzes am nördlichen Ende und der 40 m breite Grünzug im Osten des Planungsgebiets sind lediglich Alibiaktionen, die keinesfalls die künftige Versiegelung und die Einschränkung des Luftaustauschs durch die vorgesehene Bebauung kompensieren. Im zum Bebauungsplan angefertigten landschaftsplanerisch ökologischen Gutachten wird verlangt, dass Kaltluftentstehungsflächen, d. h. begrünte Flächen, die sich weniger stark aufheizen und nachts im Vergleich zu versiegelten und bebauten Flächen stärker abkühlen, zwischen als Wärmeinseln bezeichneten Siedlungsgebieten zu bewahren und möglichst zu erweitern seien. Auch in der Debatte der Stadtverordnetenversammlung zum Klimaschutz forderte die Umweltdezernentin ausdrücklich die Erhaltung von Kaltluftschneisen als probate Maßnahme, durch die das im Rahmen der Zunahme der Erderwärmung immer stärker werdende Aufheizen von Siedlungsgebieten abgemildert wird. Durch eine Bebauung des Edwardssportfeldes werden die sowohl von der Umweltdezernentin als auch im Gutachten geforderten Maßnahmen zum Klimaschutz konterkariert. Eine so offensichtliche Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität trägt zum Vertrauensverlust in die Politik bei. In Anbetracht der Klimaerwärmung sollte künftig die Erhaltung einer Kaltluftschneise aus stadtplanerischer Sicht für die Bevölkerung wichtiger sein als die gute Vermarktung eines neuen Baugebietes.
Inhalt
Antrag vom 10.04.2007, NR 412
Betreff:
Edwards-Sportfeld als Kaltluftschneise erhalten - B-Plan 853 ablehnen
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der vom Magistrat vorgelegte Bebauungsplan Nr. 853 Prämäckerweg / Edwardssportfeld wird abgelehnt.
Das gesamte Gelände des Edwards-Sportfeldes bleibt, wie im ursprünglichen Flächennutzungsplan ausgewiesen, aus klimatischen Gründen als Grünfläche und damit als Kaltluftschneise erhalten.
Der Grüngürtel wird entsprechend dem angefügten Plan erweitert und im Flächennutzungsplan rechtlich gesichert.
Begründung:
Durch die Bebauung des Edwards-Sportfeldes findet nicht die Arrondierung des Ortsrands von Berkersheim statt sondern die Zerstörung einer Kaltluftschneise, die als Verbindung von Grüngürtel und Niddaauen noch zusätzliche wertvoll für die Frischluftzirkulation ist. Das Entsiegeln des geteerten Platzes am nördlichen Ende und der 40 m breite Grünzug im Osten des Planungsgebiets sind lediglich Alibiaktionen, die keinesfalls die künftige Versiegelung und die Einschränkung des Luftaustauschs durch die vorgesehene Bebauung kompensieren.
Im zum Bebauungsplan angefertigten landschaftsplanerisch ökologischen Gutachten wird verlangt, dass Kaltluftentstehungsflächen, d. h. begrünte Flächen, die sich weniger stark aufheizen und nachts im Vergleich zu versiegelten und bebauten Flächen stärker abkühlen, zwischen als Wärmeinseln bezeichneten Siedlungsgebieten zu bewahren und möglichst zu erweitern seien. Auch in der Debatte der Stadtverordnetenversammlung zum Klimaschutz forderte die Umweltdezernentin ausdrücklich die Erhaltung von Kaltluftschneisen als probate Maßnahme, durch die das im Rahmen der Zunahme der Erderwärmung immer stärker werdende Aufheizen von Siedlungsgebieten abgemildert wird.
Durch eine Bebauung des Edwardssportfeldes werden die sowohl von der Umweltdezernentin als auch im Gutachten geforderten Maßnahmen zum Klimaschutz konterkariert. Eine so offensichtliche Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität trägt zum Vertrauensverlust in die Politik bei.
In Anbetracht der Klimaerwärmung sollte künftig die Erhaltung einer Kaltluftschneise aus
stadtplanerischer Sicht für die Bevölkerung wichtiger sein als die gute Vermarktung eines neuen Baugebietes.
Hauptvorlage: Vortrag des Magistrats vom 26.01.2007, M 22 Zuständige Ausschüsse: Haupt- und Finanzausschuss Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau Beratung im Ortsbeirat: 10 Versandpaket: 11.04.2007
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 26. Januar 2007MM 22Bebauungsplan Nr. 853 - Prämäckerweg/Edwards Sportfeld hier: Aufstellungsbeschluss - § 2 (1) BauGB Beschluss zur öffentlichen Auslegung - § 3 (2) BauGBMagistratsvortrag
- 10. April 2007Sie sind hierNRNR 412Edwards-Sportfeld als Kaltluftschneise erhalten - B-Plan 853 ablehnenSTVV-Antrag · BFF
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf7 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP, FAG und BFF zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP, FAG und BFF zu 3. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP, FAG und BFF zu 4. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP, FAG und BFF
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP und FAG zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP und FAG zu 3. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP und FAG zu 4. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP und FAG
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE.WASG, FAG und BFF (= Ablehnung) zu 2. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE.WASG, FAG und BFF (= Annahme) zu 3. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 377) sowie LINKE.WASG, FAG und BFF (= Annahme) zu 4. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE.WASG, FAG und BFF (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (M 22 = Annahme, NR 377, NR 412 und NR 422 = Ablehnung) NPD (M 22 und NR 422 = Ablehnung, NR 377 = Enthaltung, NR 412 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE.WASG und BFF (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, FDP und FAG gegen SPD, LINKE.WASG und BFF (= Ablehnung) zu 2. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE.WASG, FAG und BFF (= Annahme) zu 3. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 377) sowie LINKE.WASG, FAG und BFF (= Annahme) zu 4. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE.WASG, FAG und BFF (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (M 22 = Annahme, NR 377, NR 412 und NR 422 = Ablehnung) NPD (M 22 und NR 422 = Ablehnung, NR 377 = Enthaltung, NR 412 = Annahme) ÖkoLinX/E.L. (M 22 und NR 377 = Annahme, NR 412 und NR 422 = Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, FDP und FAG gegen SPD, LINKE.WASG, BFF und NPD (= Ablehnung); REP und ÖkoLinX/E.L. (= Annahme ohne Zusatz) zu 2. CDU, GRÜNE, FDP und REP gegen SPD, LINKE.WASG, FAG, BFF und ÖkoLinX/E.L. (= Annahme); NPD (= Enthaltung) zu 3. CDU, GRÜNE, FDP, REP und ÖkoLinX/E.L. gegen SPD (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 377) sowie LINKE.WASG, FAG, BFF und NPD (= Annahme) zu 4. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE.WASG, FAG, BFF, REP, NPD und ÖkoLinX/E.L. (= Ablehnung)