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Solidarität mit Israel - Kein Judenhass auf Frankfurts Straßen

Vorlagentyp: NRCDU
2 Sitzungen

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die Stadtverordnetenversammlung auf, eine Resolution zur Solidarität mit Israel zu beschließen und antisemitische Gewalt zu verurteilen. Dies geschieht vor dem Hintergrund der aktuellen antisemitischen Vorfälle in Deutschland und der Unterstützung für Israel in seiner Verteidigung gegen Terrorismus. Das erwartete Ergebnis ist eine klare Positionierung der Stadtverordnetenversammlung gegen Antisemitismus und für den sozialen Frieden in Frankfurt.

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Antrag

1.

a) Es dient zur Kenntnis, dass der Ältestenausschuss mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder die Aufnahme der Vorlage NR 39 auf die Tagesordnung II der 2. Plenarsitzung beschlossen hat.

b) Die Abstimmung über die Vorlagen NR 39 und NR 40 erfolgt im Plenum. 2.

a) Es dient zur Kenntnis, dass der Ältestenausschuss mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder die Aufnahme der Vorlage NR 39 auf die Tagesordnung II der 2. Plenarsitzung beschlossen hat.

b) Die Abstimmung über die Vorlagen NR 39 und NR 40 erfolgt im Plenum.

Begründung

auf Frankfurts Straßen Angesichts der aktuellen Situation in Israel und den daraus resultierenden antisemitischen Vorgängen in Deutschland möge die Stadtverordnetenversammlung nachstehende Resolution beschließen: "Wie keine andere Stadt in Deutschland ist Frankfurt am Main geprägt von ihrer jüdischen Geschichte und Gegenwart. Jüdische Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Stiftungen haben Frankfurt maßgeblich mit entwickelt und geformt. Dass von 1933 bis 1945 die jüdische Bevölkerung dieser Stadt enteignet, deportiert und vernichtet wurde, hat in unserer Stadtgesellschaft bis heute tiefe Narben hinterlassen. Heute ist Frankfurt mit einer großen jüdischen Gemeinde, mit Einrichtungen wie der Lichtigfeld-Schule, dem Sportverein Makkabi, dem jüdischen Friedhof, der Henry-und Emma-Budge-Stiftung und dem Jüdischen Museum erneut ein wichtiges Zentrum jüdischen Lebens. Bald wird hier auch die Jüdische Akademie in Deutschland gebaut. Israel, die einzige Demokratie im Nahen Osten, sieht sich gegenwärtig beispiellosen Angriffen durch die Terrororganisation Hamas ausgesetzt. Tausende Raketen wurden in den letzten Tagen aus dem Gazastreifen heraus auf Israelische Familien abgefeuert und auch in unserer Partnerstadt Tel Aviv suchen Kinder, Frauen und Männer Schutz in Luftschutzräumen, um ihr Leben zu retten. Israel verteidigt seine Bürgerinnen und Bürger: das ist Recht und Pflicht zugleich. Israel führt keinen Kampf gegen DIE Palästinenser oder gar gegen den Islam, sondern verteidigt sich gegen den Terror der Hamas. Die eskalierende Situation hat sich leider in erschreckendem Maße auch auf Deutschland übertragen, auch auf Frankfurt. Radikalisierte und teils bewusst aufgestachelte muslimische Bürgerinnen und Bürger beschimpfen, bedrohen und attackieren Jüdinnen und Juden. Wir, die gewählten Vertreterinnen und Vertreter aller Parteien in der Stadtverordnetenversammlung stehen an der Seite Israels. Als Bürgerinnen und Bürger dieses Landes und dieser Stadt sind wir uns nicht nur unserer besonderen historischen Verantwortung bewusst, sondern verurteilen antisemitische und antiisraelische Gewalt, sei sie verbal oder physisch, auf das Schärfste. Wir werden nicht zulassen, dass extreme Kräfte, wie die Hamas, oder der türkische Präsident Erdogan Menschen auf unseren Straßen zu Hass gegen Menschen aufrufen. Wir werden nicht zulassen, dass in unserer Stadt, dieser internationalsten der deutschen Städte, in der Menschen aus 200 Nationen und 160 Gemeinden und Gemeinschaften aller Religionen miteinander leben, der soziale Frieden gestört wird. Wir werden nicht zulassen, dass auch aus unseren eigenen Reihen Äußerungen fallen, die die Geschichte verzerren, den Holocaust instrumentalisieren und zum Antisemitismus beitragen. Wir, die Stadtverordneten der Stadt Frankfurt, sind stolz, mit Tel Aviv eine der lebendigsten Städte der Welt zum Partner zu haben. In diesen Tagen sind wir alle in Gedanken bei den unschuldigen Opfern in Israel und im Gaza. Wir sind eine neue, vor wenigen Wochen gewählte Stadtverordnetenversammlung. Wir wurden gewählt, um die Interessen eines jeder einzelnen Bürgerin und jedes einzelnen Bürgers in Frankfurt zu vertreten, mit dem Ziel, dass diese Stadtgesellschaft in Vielfalt und Einigkeit miteinander leben kann."

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 19. Mai 2021 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ältestenausschusses
Sitzung 1 · 20.05.2021
TO I, TOP 9
Angenommen
1. a) Es dient zur Kenntnis, dass der Ältestenausschuss mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder die Aufnahme der Vorlage NR 39 auf die Tagesordnung II der 2. Plenarsitzung beschlossen hat. b) Die Abstimmung über die Vorlagen NR 39 und NR 40 erfolgt im Plenum. 2. a) Es dient zur Kenntnis, dass der Ältestenausschuss mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder die Aufnahme der Vorlage NR 39 auf die Tagesordnung II der 2. Plenarsitzung beschlossen hat. b) Die Abstimmung über die Vorlagen NR 39 und NR 40 erfolgt im Plenum.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1 / a)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltBFF-BIGFRAKTION
zu 2 / a)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltBFF-BIGFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. zu a) GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION zu 2. zu a) GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 2 · 20.05.2021
TO II, TOP 38
Beraten
1. a) Es dient zur Kenntnis, dass der Ältestenausschuss mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder die Aufnahme der Vorlage NR 39 auf die Tagesordnung II der 2. Plenarsitzung beschlossen hat. b) Die Vorlage wird abgelehnt. 2. a) Es dient zur Kenntnis, dass der Ältestenausschuss mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder die Aufnahme der Vorlage NR 40 auf die Tagesordnung II der 2. Plenarsitzung beschlossen hat. b) Der Vorlage wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1 / a)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltBFF-BIGFRAKTION
zu 1 / b)
Zustimmung:
GrüneSPDLinkeFDPVoltFRAKTIONÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
CDUAfDIBF
Enthaltung:
Gartenpartei
Sonstige:
BFF-BIG (kein Votum)
zu 2 / a)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltBFF-BIGFRAKTION
zu 2 / b)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPVoltIBF
Ablehnung:
CDU3 LinkeFRAKTIONÖkoLinX-ARLAfD
Enthaltung:
4 LinkeGartenpartei
Sonstige:
BFF-BIG (kein Votum)
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu 1. zu a) GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION zu b) GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt, FRAKTION und ÖkoLinX-ARL gegen CDU, AfD und IBF (= Annahme); Gartenpartei (= Enthaltung), BFF-BIG (= kein Votum) zu 2. zu a) GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION zu b) GRÜNE, SPD, FDP, Volt und IBF gegen CDU (= Annahme im Rahmen NR 39), 3 LINKE., FRAKTION und ÖkoLinX-ARL (= Annahme mit den Maßgaben, dass im zweiten Absatz, zweite Zeile nach den Worten "jüdische Bürgerinnen und Bürger" die Worte "Arbeiter:innen, Handwerker:innen" eingefügt werden und nach dem dritten Absatz der Satz "Bis heute ist die Arisierung des Besitzes von Frankfurter Jüd:innen vor 1945 nicht aufgearbeitet." eingefügt wird) sowie AfD (= Ablehnung); 4 LINKE. und Gartenpartei (= Enthaltung), BFF-BIG (= kein Votum) Protokollnotiz von BFF-BIG: "Die BFF-BIG-Fraktion hat zu den Vorlagen NR 39 und NR 40 kein Votum, da die Vorlagen zu kurzfristig eingebracht wurden und der Sache inhaltlich nicht gerecht werden."

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