Berücksichtigung von Gender Mainstreaming im Integrationsbericht
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Um für beide Geschlechter eine gute Politik machen zu können, sind vor allem differenzierte Daten und eine Begleitung von Prozessen unter Aspekten des Gender Mainstreaming von erheblicher Bedeutung. So werden zum Beispiel die Sprach- und Orientierungskurse von Frauen und Männern sehr unterschiedlich besucht und wahrgenommen. Um hier für beide Geschlechter ein adäquates Angebot bereitstellen zu können, braucht es zuvor eine differenzierte Statistik. Auch in anderen Bereichen, wie beispielsweise der Wohnungs- oder Arbeitsmarktpolitik hat sich des öfteren herausgestellt, dass Frauen und Männer – und gerade auch Migrantinnen und Migranten – unterschiedliche Probleme und Bedürfnisse haben, auf die mit einem sensiblen Konzept eingegangen werden muss. Hier wäre es hilfreich, (alle) Vorhaben und bereits bestehende Konzepte auf geschlechtsspezifische Gesichtspunkte hin zu überprüfen.
Inhalt
Antrag vom 07.10.2004, NR 1553
Betreff:
Berücksichtigung von Gender Mainstreaming im Integrationsbericht
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, im jährlichen Integrationsbericht zukünftig verstärkt Gesichtspunkte des Gender Mainstreaming zu berücksichtigen.
Hierbei ist darauf zu achten, dass in Fällen, in denen die unterschiedliche Situation von Frauen und Männern zur Sache eine besondere Betrachtung erfordert,
- Zahlen und Statistiken nicht allein nach Herkunft, sondern auch nach Geschlecht differenziert werden, um den Aussagewert der erhaltenen Daten noch zu steigern,
- alle Dezernate nicht nur punktuell, sondern bei den die Integrations- und Migra-tionspolitik betreffenden Vorhaben, Aktionen und Themenfeldern die Vor- und Nachteile für Frauen und Männer darzustellen sowie Ungleichgewichte, Zahlen und Statistiken differenziert aufzuführen.
Begründung:
Um für beide Geschlechter eine gute Politik machen zu können, sind vor allem differenzierte Daten und eine Begleitung von Prozessen unter Aspekten des Gender Mainstreaming von erheblicher Bedeutung. So werden zum Beispiel die Sprach- und Orientierungskurse von Frauen und Männern sehr unterschiedlich besucht und wahrgenommen. Um hier für beide Geschlechter ein adäquates Angebot bereitstellen zu können, braucht es zuvor eine differenzierte Statistik.
Auch in anderen Bereichen, wie beispielsweise der Wohnungs- oder Arbeitsmarktpolitik hat sich des öfteren herausgestellt, dass Frauen und Männer – und gerade auch Migrantinnen und Migranten – unterschiedliche Probleme und Bedürfnisse haben, auf die mit einem sensiblen Konzept eingegangen werden muss. Hier wäre es hilfreich, (alle) Vorhaben und bereits bestehende Konzepte auf geschlechtsspezifische Gesichtspunkte hin zu überprüfen.
Hauptvorlage: Bericht des Magistrats vom 28.05.2004, B 371 Zuständige Ausschüsse: Haupt- und Finanzausschuss Ausschuss für Immigration und Integration Frauenausschuss Zuständige sonstige Gremien: KAV Versandpaket: 13.10.2004
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 28. Mai 2004BB 371Förderung von Integrationsmaßnahmen und Ausländervereinen durch die Stadt Frankfurt am MainMagistratsbericht
- 7. Oktober 2004Sie sind hierNRNR 1553Berücksichtigung von Gender Mainstreaming im IntegrationsberichtSTVV-Antrag · CDU, SPD
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE und FDP zu 3. SPD, GRÜNE und FDP gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) zu 4. CDU, SPD, GRÜNE und FDP zu 5. CDU, SPD, GRÜNE und FDP Sonstige Voten/Protokollerklärung: FAG (B 371 = Kenntnis, NR 1512 = Zurückstellung) REP (B 371 = Kenntnis, NR 1512 und NR 1553 = Ablehnung) E.L. (B 371 = Kenntnis, NR 1512 und NR 1553 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 3. SPD, GRÜNE und FDP gegen CDU und FAG (= Prüfung und Berichterstattung) zu 4. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 5. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (B 371 = Kenntnis, NR 1512 und NR 1553 = Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 3. SPD, GRÜNE und FDP gegen CDU und FAG (= Prüfung und Berichterstattung) zu 4. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 5. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (B 371 = Kenntnis, NR 1512 und NR 1553 = Ablehnung) PDS (B 371 = Kenntnis, NR 1512 und NR 1553 = Annahme) BFF (B 371 = Kenntnis, NR 1512 = Enthaltung) ÖkoLinX-ARL (B 371 = Zurückweisung, NR 1512 = Annahme, NR 1553 = Ablehnung) E.L. (B 371 = Zurückweisung, NR 1512 und NR 1553 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG, REP, PDS und BFF gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung) zu 3. SPD, GRÜNE, FDP, PDS und ÖkoLinX-ARL gegen CDU und FAG (= Prüfung und Berichterstattung) sowie REP (= Ablehnung); BFF (= Enthaltung) zu 4. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 5. zu a) CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG und PDS gegen REP und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.