Filmhaus Frankfurt e. V. bei der Suche nach einer neuen Liegenschaft unterstützen
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Thema Kultur verfolgenBegründung
nach einer neuen Liegenschaft unterstützen Das Filmhaus Frankfurt (gegründet 1990) ist seit einigen Jahren in der Ostbahnhofstraße 15 ansässig; zum Ende des Jahres läuft der Mietvertrag für die dortigen Räumlichkeiten aus. Nach Auskunft des Vereins ist die Suche nach bezahlbaren, neuen Räumlichkeiten schwierig. Das Filmhaus Frankfurt e.V. wird mit einem jährlichen Zuschuss von 132.000 € aus dem Kulturetat der Stadt Frankfurt gefördert. Die Liegenschaft Ostbahnhofstraße 15 beheimatet neben dem Filmhaus Frankfurt noch weiterer Institutionen des Medienbereichs. Dazu zählen der Bundesverband Jugend und Film, der Bundesverband Kommunale Filmarbeit, das Film- und Kinobüro Hessen, die Medienwerkstattinitiative, der Verein Transfer zwischen den Kulturen (Türkisches Filmfestival Frankfurt) sowie das Medienzentrum Frankfurt. Das Filmhaus in der Ostbahnhofstraße ist demnach ein wichtiger Standort der hiesigen Film- und Medienszene, ein starker Partner für den Nachwuchs und - im Verbund mit allen Vereinen der Film- und Kinoszene - ein namhafter Veranstalter und Partner für Produktion und Abspiel. Die vorausgeschickt möge die Stadtverordnetenversammlung beschließen:
- Der Magistrat wird aufgefordert das Filmhaus Frankfurt e.V. aktiv bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten zu unterstützen.
- Der Magistrat wird ferner aufgefordert zu prüfen, inwieweit der städtische Zuschuss für das Filmhaus erhöht werden kann, um die ortsübliche Miete an einem anderen Standort bezahlen zu können.
- Alternativ wird der Magistrat aufgefordert, den Kauf der Liegenschaft Ostbahnhofstraße 15 zu prüfen und darüber zu berichten. Hierbei wäre das Ziel, die Liegenschaft im Frankfurter Ostend langfristig als Standort für die Film- und Medienszene zu sichern. Begründung: Das Filmhaus Frankfurt gründete sich 1990 als ein Ort der Vernetzung filmischer Aktivitäten, zur Unterstützung und Förderung des Nachwuchses, zur Initiierung filmpolitischer und -kultureller Diskussionen und als Interessenvertretung der Filmschaffenden im Rhein-Main-Gebiet. In diesem Zusammenhang ist es auch weit über Frankfurt hinaus bekannt. Das Filmhaus Frankfurt wird als Verein getragen von mehr als hundert in Kunst und Wirtschaft tätigen Filmschaffenden sowie von mehr als vierzig Firmen, Agenturen, Betrieben und Medienprojekten aus Frankfurt und der Rhein-Main Region. Es wird unterstützt vom Amt für Wissenschaft und Kunst der Stadt Frankfurt. Vordringliches Ziel des Filmhauses ist die Sichtbarmachung der kulturellen und wirtschaftlichen Potenz des Mediums Film und der ästhetischen Kraft dieser Branche, in der film- und fernsehspezifische, medien- und werbewirtschaftliche Aktivitäten ineinander greifen. Bei einer Vielzahl von Veranstaltungen, Gesprächen und Seminaren stehen verschiedene Zielgruppen im Mittelpunkt der Arbeit. Zunächst gilt es, Filmschaffende und Nachwuchs zu unterstützen. Hierzu bietet das Filmhaus Fortbildungsveranstaltungen zu filmtechnischen Berufen an. Ergänzt werden diese Angebote u.a. durch produktionsbegleitende Maßnahmen wie Kalkulationsberatung oder die Vermittlung von Fachpersonal. Das Gebäude in der Ostbahnhofstraße 15 steht zum Verkauf und den dort ansässigen Institutionen wurde gekündigt. Die bisherige Suche des Filmhauses nach alternativen Räumlichkeiten war insoweit erfolglos, als der derzeitige Zuschuss nicht ausreicht, um die in Frankfurt verlangten Mietpreise bezahlen zu können. Die Unterstützung des Magistrats bei der Suche nach einer zentralen und dennoch bezahlbaren Alternative ist daher dringend erforderlich. Darüber hinaus muss ggf. der jährliche Zuschuss an das Filmhaus den dann zu zahlenden Mieten angepasst werden. Parallel dazu sollte der Magistrat mit dem Eigentümer der Ostbahnhofstraße 15 in Verhandlungen treten, um einen Kauf der Liegenschaft zu prüfen. Dies hätte den Vorteil, dass alle dort ansässige Einrichtungen des Film- und Medienbereichs zusammen bleiben könnten. Die Zusammenarbeit der Institutionen und die Nutzung von Synergien waren auch der Grund, weshalb damals dieses Gebäude als "Medienzentrum" ausgewählt worden ist. Eine Verteilung aller Institutionen über die Stadt hingegen zerstört nicht nur die gute Kooperation, sondern auch die Bedeutung, die dieses Haus in seiner Gesamtheit mit allen Einrichtungen für die Film- und Medienszene inne hat.
Inhalt
Antrag vom 08.07.2015, NR 1250
Betreff: Filmhaus Frankfurt e. V. bei der Suche nach einer neuen Liegenschaft unterstützen Das Filmhaus Frankfurt (gegründet 1990) ist seit einigen Jahren in der Ostbahnhofstraße 15 ansässig; zum Ende des Jahres läuft der Mietvertrag für die dortigen Räumlichkeiten aus. Nach Auskunft des Vereins ist die Suche nach bezahlbaren, neuen Räumlichkeiten schwierig. Das Filmhaus Frankfurt e.V. wird mit einem jährlichen Zuschuss von 132.000 € aus dem Kulturetat der Stadt Frankfurt gefördert. Die Liegenschaft Ostbahnhofstraße 15 beheimatet neben dem Filmhaus Frankfurt noch weiterer Institutionen des Medienbereichs. Dazu zählen der Bundesverband Jugend und Film, der Bundesverband Kommunale Filmarbeit, das Film- und Kinobüro Hessen, die Medienwerkstattinitiative, der Verein Transfer zwischen den Kulturen (Türkisches Filmfestival Frankfurt) sowie das Medienzentrum Frankfurt. Das Filmhaus in der Ostbahnhofstraße ist demnach ein wichtiger Standort der hiesigen Film- und Medienszene, ein starker Partner für den Nachwuchs und - im Verbund mit allen Vereinen der Film- und Kinoszene - ein namhafter Veranstalter und Partner für Produktion und Abspiel. Die vorausgeschickt möge die Stadtverordnetenversammlung beschließen:
- Der Magistrat wird aufgefordert das Filmhaus Frankfurt e.V. aktiv bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten zu unterstützen.
- Der Magistrat wird ferner aufgefordert zu prüfen, inwieweit der städtische Zuschuss für das Filmhaus erhöht werden kann, um die ortsübliche Miete an einem anderen Standort bezahlen zu können.
- Alternativ wird der Magistrat aufgefordert, den Kauf der Liegenschaft Ostbahnhofstraße 15 zu prüfen und darüber zu berichten. Hierbei wäre das Ziel, die Liegenschaft im Frankfurter Ostend langfristig als Standort für die Film- und Medienszene zu sichern. Begründung: Das Filmhaus Frankfurt gründete sich 1990 als ein Ort der Vernetzung filmischer Aktivitäten, zur Unterstützung und Förderung des Nachwuchses, zur Initiierung filmpolitischer und -kultureller Diskussionen und als Interessenvertretung der Filmschaffenden im Rhein-Main-Gebiet. In diesem Zusammenhang ist es auch weit über Frankfurt hinaus bekannt. Das Filmhaus Frankfurt wird als Verein getragen von mehr als hundert in Kunst und Wirtschaft tätigen Filmschaffenden sowie von mehr als vierzig Firmen, Agenturen, Betrieben und Medienprojekten aus Frankfurt und der Rhein-Main Region. Es wird unterstützt vom Amt für Wissenschaft und Kunst der Stadt Frankfurt. Vordringliches Ziel des Filmhauses ist die Sichtbarmachung der kulturellen und wirtschaftlichen Potenz des Mediums Film und der ästhetischen Kraft dieser Branche, in der film- und fernsehspezifische, medien- und werbewirtschaftliche Aktivitäten ineinander greifen. Bei einer Vielzahl von Veranstaltungen, Gesprächen und Seminaren stehen verschiedene Zielgruppen im Mittelpunkt der Arbeit. Zunächst gilt es, Filmschaffende und Nachwuchs zu unterstützen. Hierzu bietet das Filmhaus Fortbildungsveranstaltungen zu filmtechnischen Berufen an. Ergänzt werden diese Angebote u.a. durch produktionsbegleitende Maßnahmen wie Kalkulationsberatung oder die Vermittlung von Fachpersonal. Das Gebäude in der Ostbahnhofstraße 15 steht zum Verkauf und den dort ansässigen Institutionen wurde gekündigt. Die bisherige Suche des Filmhauses nach alternativen Räumlichkeiten war insoweit erfolglos, als der derzeitige Zuschuss nicht ausreicht, um die in Frankfurt verlangten Mietpreise bezahlen zu können. Die Unterstützung des Magistrats bei der Suche nach einer zentralen und dennoch bezahlbaren Alternative ist daher dringend erforderlich. Darüber hinaus muss ggf. der jährliche Zuschuss an das Filmhaus den dann zu zahlenden Mieten angepasst werden. Parallel dazu sollte der Magistrat mit dem Eigentümer der Ostbahnhofstraße 15 in Verhandlungen treten, um einen Kauf der Liegenschaft zu prüfen. Dies hätte den Vorteil, dass alle dort ansässige Einrichtungen des Film- und Medienbereichs zusammen bleiben könnten. Die Zusammenarbeit der Institutionen und die Nutzung von Synergien waren auch der Grund, weshalb damals dieses Gebäude als "Medienzentrum" ausgewählt worden ist. Eine Verteilung aller Institutionen über die Stadt hingegen zerstört nicht nur die gute Kooperation, sondern auch die Bedeutung, die dieses Haus in seiner Gesamtheit mit allen Einrichtungen für die Film- und Medienszene inne hat.Zuständige Ausschüsse: Kultur- und Freizeitausschuss Beratung im Ortsbeirat: 4 Versandpaket: 15.07.2015
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 8. Juli 2015 brachte SPD diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 5 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 19.11.2015 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, FDP und BFF
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FDP
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE. und FDP (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF und RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung) ÖkoLinX-ARL und REP (= Annahme) Stv. Krebs (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und Stv. Krebs gegen SPD, LINKE., FDP, ÖkoLinX-ARL und REP (= Annahme) sowie BFF und RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung)