Der Integrationsbericht muss zukünftig aussagekräftiger werden!
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Der vorliegende Integrationsbericht entstand anhand detaillierter Vorgaben. Zwar wurden die "Hausaufgaben" abgearbeitet, dennoch ist der Bericht letztendlich blutleer und wenig aussagefähig. Einige Beispiele: Es hilft nicht weiter, wenn anhand von Statistiken detailliert über die Teilnahme an Sprachkursen berichtet wird, sich aber nirgendwo eine Aussage findet, ob die Kurse aus der Sicht von Teilnehmern oder Unterrichtenden dem erklärten Ziel der Partizipation im Alltag oder im Berufsleben tatsächlich dienlich waren. Zwar wird über die ausbildungsorientierte Elternarbeit mit Migranten-/innen berichtet, aber nicht, ob diese auf Schwierigkeiten stößt und wenn ja, auf welche. Beim Thema Stadtteilvermittlung finden sich Prozentwerte hinter den Rubriken "Lärm und Ruhestörung" oder "Nichteinhaltung der Hausordnung", nirgendwo jedoch ein Wort über die Natur der Konflikte oder die angestrebten bzw. vollzogenen Lösungsstrategien. Ebenso erfährt der Leser nicht, welche Themen bei den Workshops zwischen Polizei und Migranten/-innen behandelt wurden und welche Positionen ausgetauscht wurden. Besonders im Themenbereich Wohnen hätte der Leser erwarten können, auf qualitative Aussagen bezüglich der Integration bzw. der Teilhabe von ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern am Wohnungsmarkt zu treffen. Der Befund lautet auch hier Fehlanzeige. Ein unverzeihlicher Lapsus, gerade wegen der Anstrengungen der Stadt Frankfurt im Bereich "Soziale Stadt". Die Liste der Beispiele ließe sich beliebig fortsetzen. Summa summarum: Die Integrationsberichte der Stadt Frankfurt sollten zukünftig ein nachvollziehbares, ungeschminktes Bild der multikulturellen Realität der Stadt Frankfurt zeichnen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ansonsten sind sie wertlos. Antragstellende Fraktion: FAG E.L. Vertraulichkeit: Nein Hauptvorlage: Bericht des Magistrats vom 05.05.2003, B 356 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Immigration und Integration Frauenausschuss Haupt- und Finanzausschuss Zuständige sonstige Gremien: KAV Versandpaket: 16.07.2003 Beratungsergebnisse: 22. Sitzung des Frauenausschusses am 14.07.2003, TO I, TOP 8 Bericht: TO I Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
- Die Vorlage B 356 dient zur Kenntnis.
- Die Beratung der Vorlage NR 1069 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. Abstimmung: zu
- CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu
- CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG Sonstige Voten/Protokollerklärung zu 1: REP (B 356 = Kenntnis)
- Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 15.07.2003, TO I, TOP 44 Bericht: TO I Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
- Die Vorlage B 356 wird zur nochmaligen Beratung an den Frauenausschuss und den Ausschuss für Immigration und Integration zurückverwiesen.
- Die Vorlage NR 1069 wird zur nochmaligen Beratung an den Frauenausschuss und den Ausschuss für Immigration und Integration zurückverwiesen. Abstimmung: zu
- CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu
- CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG
- Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 17.07.2003, TO I, TOP 9 Beschluss:
- Der Geschäftsordnungsantrag von Frau Stadtverordneten Ditfurth (ÖkoLinX-ARL), die Tagesordnungspunkte 9. und 10. von der Tagesordnung abzusetzen und ohne Diskussion auf die nächste Sitzung zu verschieben, wird mit den Stimmen von CDU, SPD - ohne Stadtverordneten Zarcadas -, GRÜNE, FDP, FAG und E.L. gegen die Stimmen von REP, PDS, ÖkoLinX-ARL und Stadtverordneten Zarcadas abgelehnt. Vor der Abstimmung erläutert Stadtverordneter Becker (CDU) die Gründe für eine heutige Diskussion. Beschluss: Die Vorlage B 356 wird zur nochmaligen Beratung an den Frauenausschuss sowie den Ausschuss für Immigration und Integration zurückverwiesen. 2.
- a)Die Vorlage NR 1069 wird zur nochmaligen Beratung an den Frauenausschuss sowie den Ausschuss für Immigration und Integration zurückverwiesen.
- b)Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Schenk, Brillante, Schäfer, Ditfurth, Eskandari-Grünberg, Pürsün, Yüksel, Dr. Dähne sowie Stadtrat Dr. Magen und MdKAV Sitki dienen zur Kenntnis. Abstimmung: zu
- Einstimmige Annahme zu 2. zu a) Einstimmige Annahme
- Sitzung der KAV am 01.09.2003, TO II, TOP 39 Beschluss: Der Vorlage NR 1069 wird zugestimmt.
- Sitzung des Ausschusses für Immigration und Integration am 11.09.2003, TO I, TOP 8 Bericht: TO II Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
- Die Vorlage B 356 dient zur Kenntnis.
- Die Vorlage NR 1069 wird abgelehnt. Abstimmung: zu
- CDU, SPD, GRÜNE und FDP; FAG (= Kenntnis unter Berücksichtigung der Vorlage NR 1069) zu
- CDU, SPD und FDP gegen GRÜNE und FAG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung zu 1: REP (B 356 = Kenntnis, NR 1069 = Ablehnung) PDS, BFF und E.L. (B 356 = Kenntnis unter Berücksichtigung der Vorlage NR 1069, NR 1069 = Annahme) ÖkoLinX-ARL (B 356 = Zurückweisung, NR 1069 = erster Satz Ablehnung, Rest Annahme)
- Sitzung des Frauenausschusses am 15.09.2003, TO I, TOP 5 Bericht: TO II Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
- Die Vorlage B 356 dient zur Kenntnis.
- Die Vorlage NR 1069 wird abgelehnt. Abstimmung: zu
- CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen FAG (= Kenntnis als Zwischenbericht) zu
- CDU, SPD und FDP gegen GRÜNE und FAG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung zu 1: REP (B 356 = Kenntnis, NR 1069 = Ablehnung)
- Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 18.09.2003, TO II, TOP 50 Beschluss:
- Die Vorlage B 356 dient zur Kenntnis.
- Die Vorlage NR 1069 wird abgelehnt. Abstimmung: zu
- CDU, SPD, GRÜNE, FDP und REP gegen FAG, PDS, BFF und E.L. (= Kenntnis unter Berücksichtigung der Vorlage NR 1069) sowie ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung) zu
- CDU, SPD, FDP und REP gegen GRÜNE, FAG, PDS, BFF und E.L. (= Annahme) sowie ÖkoLinX-ARL (= erster Satz Ablehnung, Rest Annahme) Beschlussausfertigung(en): § 5659,
- Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vom 17.07.2003 § 5953,
- Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vom 18.09.2003 Aktenzeichen: 32 2
Inhalt
Antrag vom 14.07.2003, NR 1069
Betreff:
Der Integrationsbericht muss zukünftig aussagekräftiger werden!
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Bericht B 356 wird unter folgenden Auflagen zur Kenntnis genommen:
- Beginnend mit dem Jahr 2003 erscheint der Integrationsbericht als interdisziplinärer, dezernatsübergreifender Bericht unter besonderer Berücksichtigung der Themenfelder Wohnungsbau und Wohnen, Schule, Jugend, Soziales, Frauen, Gesundheit sowie Recht und Sicherheit.
- Der Integrationsbericht begnügt sich zukünftig nicht mit der Schilderung der Angebote und Maßnahmen der Stadt Frankfurt und des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten. Vielmehr werden am Beispiel von prototypischen Konfliktfeldern positive Ansätze, aber auch Defizite bei den Integrationsanstrengungen der Stadt nachvollziehbar dargestellt.
Begründung:
Der vorliegende Integrationsbericht entstand anhand detaillierter Vorgaben. Zwar wurden die "Hausaufgaben" abgearbeitet, dennoch ist der Bericht letztendlich blutleer und wenig aussagefähig.
Einige Beispiele:
Es hilft nicht weiter, wenn anhand von Statistiken detailliert über die Teilnahme an Sprachkursen berichtet wird, sich aber nirgendwo eine Aussage findet, ob die Kurse aus der Sicht von Teilnehmern oder Unterrichtenden dem erklärten Ziel der Partizipation im Alltag oder im Berufsleben tatsächlich dienlich waren.
Zwar wird über die ausbildungsorientierte Elternarbeit mit Migranten-/innen berichtet, aber nicht, ob diese auf Schwierigkeiten stößt und wenn ja, auf welche.
Beim Thema Stadtteilvermittlung finden sich Prozentwerte hinter den Rubriken "Lärm und Ruhestörung" oder "Nichteinhaltung der Hausordnung", nirgendwo jedoch ein Wort über die Natur der Konflikte oder die angestrebten bzw. vollzogenen Lösungsstrategien.
Ebenso erfährt der Leser nicht, welche Themen bei den Workshops zwischen Polizei und Migranten/-innen behandelt wurden und welche Positionen ausgetauscht wurden.
Besonders im Themenbereich Wohnen hätte der Leser erwarten können, auf qualitative Aussagen bezüglich der Integration bzw. der Teilhabe von ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern am Wohnungsmarkt zu treffen. Der Befund lautet auch hier Fehlanzeige. Ein unverzeihlicher Lapsus, gerade wegen der Anstrengungen der Stadt Frankfurt im Bereich "Soziale Stadt".
Die Liste der Beispiele ließe sich beliebig fortsetzen. Summa summarum: Die Integrationsberichte der Stadt Frankfurt sollten zukünftig ein nachvollziehbares, ungeschminktes Bild der multikulturellen Realität der Stadt Frankfurt zeichnen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ansonsten sind sie wertlos.
Antragstellende Fraktion: FAG E.L.Hauptvorlage: Bericht des Magistrats vom 05.05.2003, B 356 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Immigration und Integration Frauenausschuss Haupt- und Finanzausschuss Zuständige sonstige Gremien: KAV Versandpaket: 16.07.2003
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 5. Mai 2003BB 356Förderung von Integrationsmaßnahmen und Ausländervereinen durch die Stadt Frankfurt am MainMagistratsbericht
- 14. Juli 2003Sie sind hierNRNR 1069Der Integrationsbericht muss zukünftig aussagekräftiger werden!STVV-Antrag · FAG, E.L.
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf7 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (B 356 = Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. zu a) Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE und FDP; FAG (= Kenntnis unter Berücksichtigung der Vorlage NR 1069) zu 2. CDU, SPD und FDP gegen GRÜNE und FAG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (B 356 = Kenntnis, NR 1069 = Ablehnung) PDS, BFF und E.L. (B 356 = Kenntnis unter Berücksichtigung der Vorlage NR 1069, NR 1069 = Annahme) ÖkoLinX-ARL (B 356 = Zurückweisung, NR 1069 = erster Satz Ablehnung, Rest Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen FAG (= Kenntnis als Zwischenbericht) zu 2. CDU, SPD und FDP gegen GRÜNE und FAG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (B 356 = Kenntnis, NR 1069 = Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und REP gegen FAG, PDS, BFF und E.L. (= Kenntnis unter Berücksichtigung der Vorlage NR 1069) sowie ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung) zu 2. CDU, SPD, FDP und REP gegen GRÜNE, FAG, PDS, BFF und E.L. (= Annahme) sowie ÖkoLinX-ARL (= erster Satz Ablehnung, Rest Annahme)