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Die Bürgerinitiative „Grüne Lunge am Günthersburgpark“ hatte sich gegen das inzwischen gescheiterte Wohnprojekt Günthers

Vorlagentyp: F
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Zusammenfassung

Die Bürgerinitiative kritisiert den Bau des Gymnasiums Ost aufgrund möglicher Gefahren für die Biodiversität und fordert eine neue Planung. Der Magistrat plant jedoch, das Gymnasium zu errichten, um den steigenden Bedarf an Schulplätzen zu decken.

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Frage an den Magistrat

Die Bürgerinitiative "Grüne Lunge am Günthersburgpark" hatte sich gegen das inzwischen gescheiterte Wohnprojekt Günthersburghöfe im Nordend eingesetzt. Nun lehnt diese BI auch den Bau des Gymnasiums Ost ab. Dies ist auf dem Gelände einer Gärtnerei an der Dortelweiler Straße geplant. Laut einer BI-Sprecherin im Planungsausschuss würden sich dann noch mehr Menschen dort aufhalten und umherlaufen. Dies gefährde die Biodiversität der Gartenanlage. Außerdem sei das Gymnasium erst nachträglich in das Bauvorhaben eingefügt worden, eine neue Planung sei erforderlich und es sei viel weniger Fläche versiegelt, siehe FAZ vom 10.02.2022. Ich frage den Magistrat: Wie bewertet er diese Kritik, und hat er weiterhin vor, dort ein Gymnasium zu errichten?

Antwort des Magistrats

Als dynamisch wachsende und bildungsinnovative Stadt steht Frankfurt am Main vor der großen Aufgabe, mit einem zeitnahen Ausbau der Bildungsinfrastruktur gleichzeitig auf einen erheblichen Anstieg der Kinderzahlen wie auch auf veränderte pädagogische Anforderungen reagieren zu müssen. Gerade in neu entstehenden, in der Regel nutzungsgemischt und hoch verdichtet angelegten Wohnquartieren kommt den Kindertageseinrichtungen und Schulen eine wesentliche gemeinschaftskonstituierende Funktion zu. Kindertageseinrichtungen und Schulen müssen deshalb nicht nur den quantitativen Bedarf an Betreuungs- und Schulplätzen abdecken, sondern auf bildungsbezogene, soziokulturelle und ökologische Qualität im umfassenden Sinn ausgerichtet sein. Wenn Bildungseinrichtungen gemeinsam mit neuen Quartieren entstehen, besteht somit die große Chance, Bildung sozialräumlich umfassend zu interpretieren und diese Interpretation sowohl standortbezogen als auch architektonisch zu gestalten.

Der für die Günthersburghöfe seinerzeit erarbeitete Bebauungsplan Nr. 880 wird so nicht umgesetzt werden. Demzufolge ist der Bedarf für eine zusätzliche Grundschule an dieser Stelle mangels zusätzlicher Wohnbebauung nicht mehr gegeben.

Mit dem integrierten Schulentwicklungsplan 2016-2020, M 125/17, hat die Stadtverordnetenversammlung die Errichtung eines sechszügigen Gymnasiums in der Bildungsregion Ost beschlossen. Der Bedarf für diese Schule besteht rechnerisch bereits seit dem Schuljahr 2020/2021. Das Hessische Kultusministerium hat die Errichtung dieser Schule genehmigt und mahnt ihre Errichtung seither schriftlich regelmäßig an.

Der Magistrat hat nach Genehmigung der Schule durch das HKM eine gebündelte Planungsphase 0 für die Errichtung von vier neuen Schulstandorten durchgeführt, darunter auch das Gymnasium Ost am Standort Günthersburghöfe. Hierzu hat ein breit angelegter Planungsprozess mit den verantwortlichen Ämtern, Vertreterinnen der Schulformen, der Ortsbeiräte, Trägern der freien Jugendhilfe und Kooperationspartnern aus den Quartieren durch ein erfahrenes Planungsbüro zwischen Oktober 2020 und April 2021 stattgefunden. Für den Bau des Gymnasiums sind insofern die Raumanforderungen geklärt und für die konkrete Planung am Standort vorbereitet.

Vor dem Hintergrund der Klimakrise und der dringend erforderlichen zeitnahen Maßnahmen für die Frankfurter Bevölkerung hat sich der Magistrat gemeinsam darauf verständigt, für Bauvorhaben möglichst keine weiteren Flächen mehr zu versiegeln. Der Bedarf für das oben erwähnte Gymnasium Ost besteht unterdessen weiterhin.

Der Magistrat wird prüfen, ob die bereits versiegelten Flächen rund um den seinerzeit angedachten Standort für das Gymnasium Ost oder für den Bau einer Schule mit weniger Zügen verwendet werden kann.

Er distanziert sich darüber hinaus deutlich von der Aussage der Bürgerinitiative, dass dort herumlaufende Schülerinnen und Schüler die Biodiversität der Grünfläche stören würden. Es bleibt die aktuell dringendste Herausforderung an den Magistrat, den Bedarf nach zusätzlichen Schulplätzen mit dem geringen Flächenangebot in der Stadt und dem Klimaschutz integriert zu bearbeiten, zu denken und intelligenten Lösungen zuzuführen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 17. Februar 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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