Die sozial- und heilpädagogische Einrichtung für Vor- und Grundschulkinder Straßburger Straße.21 soll Gerüchten zufolge
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Frage vom 20.03.2015, F 2079 Die sozial- und heilpädagogische Einrichtung für Vor- und Grundschulkinder Straßburger Straße 21 soll Gerüchten zufolge im Sommer geschlossen werden.
Ich frage den Magistrat: Warum soll diese wichtige Einrichtung geschlossen werden, und welche Alternativen werden den betroffenen Familien angeboten?
Antwort des Magistrats: Bei der von Ihnen angesprochenen Einrichtung handelt es sich um die "Heilpädagogischen Tagesgruppen Goldstein", einem Angebot der Erziehung in Tagesgruppen gemäß § 32 SGB VIII, die vom Eigenbetrieb Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe betrieben wird. Dort werden aktuell 21 Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren mit besonderen Problemlagen in einer Vorschulgruppe und zwei Schülergruppen unterstützt und gefördert. Die Kinder werden vom Sozialdienst des Jugend- und Sozialamtes im Rahmen von Hilfen zur Erziehung in eine möglichst wohnortnahe Tagesgruppe vermittelt. In der Praxis ist es so, dass die Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet kommen und mittels Taxis in die Tagesgruppen gefahren werden. Am 16. März 2015 hat sich die Betriebskommission intensiv mit den Tagesgruppen Goldstein beschäftigt. Die Liegenschaft, in der die Tagesgruppen Goldstein untergebracht sind, entspricht schon seit einigen Jahren nicht mehr den geforderten räumlichen Standards, so dass Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen in erheblichem Umfang unausweichlich sind. Dies hat auch die Heimaufsicht mit dem Hinweis auf die Betriebserlaubnis moniert. Vor dem Hintergrund, dass der Mietvertrag für diese Liegenschaft Ende November 2015 endet, gab es umfangreiche Überlegungen bezüglich einer Fortführung dieses Angebotes. Dabei hat sich der Betrieb vom Jugend- und Sozialamt beraten lassen. Die Betriebskommission hat nun beschlossen, das Angebot der Tagesgruppen Goldstein zugunsten einer Umsteuerung der personellen und sächlichen Ressourcen in einen geplanten Inobhutnahmeverbund einzustellen. Dabei handelt es sich um einen Ausbau von dringend benötigten Inobhutnahme-Plätzen in Frankfurt, dem sich der Eigenbetrieb in einem Prozess der inhaltlichen Neuausrichtung angenommen hat. Für die durch die Einstellung der "Tagesgruppen Goldstein" betroffenen Kinder werden individuelle Lösungen vorbereitet: Sofern im Rahmen der Hilfeplanung nicht bereits im Laufe des Jahres eine Beendigung der Hilfe vorgesehen ist, können einige Kinder in die Tagesgruppen Rödelheim oder das Hermann-Luppe-Haus des Betriebes wechseln. Auch besteht die Möglichkeit, in Absprache mit den Eltern und dem Jugend- und Sozialamt in die Tagesgruppe eines anderen Trägers zu wechseln. In Frankfurt halten neun Träger in 16 Einrichtungen über das Stadtgebiet verteilt circa 290 Tagesgruppenplätze vor. Angesichts einer ausreichenden Trägerzahl in diesem Fachfeld ist die Versorgung von Familien mittels Hilfen zur Erziehung in einer Tagesgruppe in Frankfurt weiterhin gewährleistet. Mit dieser inhaltlichen Neuausrichtung wird der Betrieb dem in seiner Betriebssatzung verankerten Grundsatz gerecht, seine Angebots- und Hilfskonzepte fachlich weiter zu entwickeln und seine Angebotsstruktur in qualitativer wie auch in quantitativer Hinsicht an sich veränderte Bedarfe anzupassen. Antragstellende Person(en): Stadtv. Marion Weil-Döpel
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 20. März 2015 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.