Die Grüne Lunge im Norden steht momentan wieder im Fokus der Begehrlichkeiten der Bauindustrie. Zum Beispiel 37 wertvoll
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Zusammenfassung
Der Antragsteller fordert Informationen zur Umsiedlung des Betriebshofes Hungener Straße 7 und zur damit verbundenen Versiegelung zusätzlicher Flächen. Es wird auf die Gefährdung von 37 alten Bäumen hingewiesen und die Möglichkeit, eine Schule in der Nähe zu integrieren, wird angesprochen. Ziel ist es, die Auswirkungen auf die Natur zu minimieren und eine nachhaltige Lösung zu finden.
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Thema Stadtplanung verfolgenFrage an den Magistrat
Die Grüne Lunge im Norden steht momentan wieder im Fokus der Begehrlichkeiten der Bauindustrie. Zum Beispiel 37 wertvolle, über Jahrzehnte gewachsene Bäume sind in Höchstgefahr auf dem Betriebshof Hungener Straße 7. Durch eine Umsiedlung des Betriebshofes wird jedoch wieder neue Fläche vollversiegelt, also ein doppelter Schaden für die Natur entsteht. In den Bebauungsplan Nr. 858, Gärtnerei Friedrich, unweit hätte die Schule problemlos integriert werden können, weil das Grundstück groß genug ist. Leider wurde dies einfach übersehen.
Ich frage den Magistrat:
Wohin würde der Betriebshof Hungener Straße 7 umgesiedelt, und wie viele Quadratmeter werden dort zusätzlich versiegelt?
Antwort des Magistrats
Stadträtin Rosemarie Heilig:
Sehr geehrte Vorsteherin,
meine sehr geehrten Damen und Herren!
Sehr geehrter Herr Schwichtenberg, ich beantworte Ihre Frage wie folgt: Es ist beabsichtigt, den Betriebshof des ASE, Hungener Straße 7, auf den Standort Gutleutstraße 202 bis 204 zu verlagern. Es handelt sich bei dem neuen Standort um eine ehemals industriell genutzte Fläche, die vollständig versiegelt ist. Das bedeutet, zusätzliche Flächen werden infolge der Betriebsverlagerung nicht versiegelt.
Stadtverordnetenvorsteherin
Hilime Arslaner:
Es gibt eine Zusatzfrage von Herrn Schwichtenberg. Bitte!
Stadtverordneter Tilo Schwichtenberg, Gartenpartei:
(Zusatzfrage)
Ja, natürlich.
Es ist ja ein wunderbarer Gedanke, eine wunderbare Idee. Warum machen Sie das nicht schon längst so und entsiegeln die Fläche in der Hungener Straße und siedeln da den Ponyhof an, der unlängst hinausgeworfen wurde? Das könnte man doch sofort machen.
Stadträtin Rosemarie Heilig:
(fortfahrend)
Ich habe darin keine gescheite Frage entdeckt, ehrlich gesagt. Gibt es weitere Zusatzfragen?
Stadtverordnetenvorsteherin
Hilime Arslaner:
Die zweite Zusatzfrage kommt ebenfalls von Herrn Schwichtenberg. Bitte!
Stadtverordneter Tilo Schwichtenberg, Gartenpartei:
(Zusatzfrage)
Mögen Sie keine Ponys?
(Heiterkeit, Zurufe)
Aktuelle Stunde zur Frage Nr. 1504
Stadtverordneter Tilo Schwichtenberg, Gartenpartei:
Sie wissen, der Angriff auf die Grüne Lunge auf dem Betriebshof mit den wertvollen 37 alten Bäumen beschäftigt uns wieder einmal. Unablässig belästigt uns die SPD mit diesen Angriffen. Überall und ständig. Frau Weber will uns suggerieren, sie würde entsiegeln und gleichzeitig eine Schule bauen. Leute, das ist doch Quatsch, oder? Schlafen Sie, Herr Schlimme?
Schaut man sich das Gebiet in der Hungener Straße 7 an, so wäre es tatsächlich schnell entsiegelt und könnte zum Beispiel als Ausgleichsfläche für den verdrängten Ponyhof in Ginnheim dienen. Alle 37 Bäume wären erhalten. Doch an den Ponyhof mag hier im Saal niemand mehr denken. Warum ist das eigentlich so, alles Kinderhasser hier drinnen?
An Häuser der Demokratie wird ständig gedacht, nur unsere Stadt weiter versiegeln, ...
(Zurufe)
Doch würde es genauso ein Baum der Demokratie tun. Ja, ein Baum der Demokratie, das wärs. Auf dem Parkplatz hinter der Paulskirche.
(Zurufe)
Doch, der sinnlose Bauwahn muss doch einmal hinterfragt werden. Denkt doch einmal nach, was passiert, wenn der Betriebshof in der Hungener Straße umgesiedelt wird. Frau Heilig sagte eben, der kommt auf eine versiegelte Fläche in der Gutleutstraße. Alles gut und schön, aber warum ist das nicht schon längst geschehen? Warum blieb der Betriebshof Hungener Straße so lange versiegelt? Schaut man zur Dippemess, dann macht es keinen Sinn, die Dippemess zu verlangen, denn dann wird wieder eine zusätzliche Fläche voll versiegelt. Die Dippemess löst sich nicht auf, versteht das hier jemand? Die Dippemess oder auch der Busbahnhof aus dem Baugebiet Römerhof/Rebstock lösen sich nicht auf, nur weil man sie verlagert. Wenn man sie aus Frankfurt herauswerfen würde wie den Ponyhof, dann schon, aber das traut man sich offensichtlich nur bei Kindern.
Das war schon eine üble Sache, den Ponyhof herauszuekeln. Eines ist klar: Oft wird am neuen Standort wie auch am alten Standort, versiegelt und damit doppelt. Nur beim Ponyhof nicht, der versiegelt grundsätzlich keine Flächen, kam aber trotzdem auf den Müll - Frankfurter Dämlichkeit eben.
Heute wurde klar, wer versiegelte Flächen in der Grünen Lunge entsiegeln möchte, hätte das schon lange tun können. Ein ehrenwertes Ziel. Platz für die Schule wäre auf dem Gelände der Gärtnerei Friedrich und Platz für den Ponyhof wäre in der Grünen Lunge. Das ist die richtige Richtung, in die es gehen muss.
Vielen Dank!
(Beifall)
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 23. März 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.