Heute schon müssen die Bäume in den Straßen und Grünanlagen Frankfurts massiv künstlich bewässert werden, um den Trocken
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Zusammenfassung
Die Frage befasst sich mit der Bewässerung von Bäumen in Frankfurt und den Auswirkungen des Klimawandels auf die Grundwasserniveaus. Der Magistrat plant, den Baumbestand durch den Einsatz von Digitaltechnik zur Ermittlung des Bewässerungsbedarfs zu sichern und alternative Wasserquellen zu nutzen.
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Neues zu Schwalbacher Straße per E-MailFrage an den Magistrat
Heute schon müssen die Bäume in den Straßen und Grünanlagen Frankfurts massiv künstlich bewässert werden, um den Trockenstress vor allem in den Sommermonaten zu überstehen. Der Klimawandel wird diese Situation Jahr ums Jahr verschärfen. An lange Trockenperioden angepasste Baumarten können weiterhelfen. Eine kompletter Umbau des Baumbestands wird aber Jahrzehnte dauern. Ich frage den Magistrat: Was sagen lokale Klima- beziehungsweise Niederschlagsprognosen und deren Auswirkungen auf die Grundwasserniveaus und -neubildungen voraus, und wie wird der Magistrat kurzfristig den Erhalt der Baumbestände in Straßen und Grünanlagen sichern, ohne die verschwenderische Frischwassernutzung weiter auszubauen?
Antwort des Magistrats
Langfristige, lokale Klima- sowie Niederschlagsprognosen, die eine verlässliche Aussage über die Auswirkungen auf das Grundwasserniveau und die Grundwasserneubildung enthalten, sind dem Grünflächenamt nicht bekannt. Lediglich Modellrechnungen, die Ausmaß und Auswirkungen für die kommenden Jahrzehnte prognostizieren und regionale Klimaänderungen und Schwankungen aufzeigen, sind bekannt. Der Wasserverbrauch des Grünflächenamtes zur Bewässerung von Bäumen an Straßen und in Grünanlagen liegt bei circa 0,046 Prozent des Wasserverbrauchs der Stadt Frankfurt. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Nutzung von Mainwasser als Alternative zu Trinkwasser durch das Grünflächenamt umgesetzt. Um mit Trinkwasser zur Bewässerung von Bäumen und Grünanlagen sparsam umzugehen, werden vom Grünflächenamt aktuell stadtweit Brauchwasserentnahmestellen genutzt. Der Bau von Zisternen und Wasserspeichern in der Stadt ist ein notwendiges, jedoch eher mittel- bis langfristiges Projekt, das auch erhebliche Investitionskosten erforderlich macht. Zur kurzfristigen Sicherung des Baumbestandes ist der Einsatz von Trinkwasser weiterhin notwendig, wenn junge Bäume in Frankfurt gepflanzt und etabliert werden sollen. Das Fachamt verfolgt zurzeit einen weiteren Ansatz. Mit Hilfe von Digitaltechnik soll der Bewässerungsbedarf einzelner Bäume ermittelt werden. Dazu läuft gerade eine Forschungsreihe an sechs Standorten in der Innenstadt. Zum Beispiel im Grüneburgpark oder in der Schwalbacher Straße. Dieses Projekt wird gemeinsam mit dem Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum, SBiK-F, der Mainova AG sowie der Stabstelle Digitalisierung durchgeführt. Ziel soll sein, künftig nicht mehr mit einer bestimmten Menge Wasser jeden Baum wässern, sondern je nach Standort die benötigte Literzahl zu ermitteln und so Wasser zu sparen. Die ersten Ergebnisse sollen noch in diesem Sommer veröffentlicht werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 10. Juni 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.