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Mieter*innenschutz fördern - Gutscheine ausstellen

Vorlagentyp: EGRÜNESPDFDPVolt
120 Wochen bis zur Antwort7 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen

Zusammenfassung

Der Antrag sieht vor, finanzielle Unterstützung in Form von Gutscheinen für einkommensschwache Haushalte zur Mitgliedschaft in Mieterschutzvereinen bereitzustellen. Dies soll sicherstellen, dass auch finanziell schwächere Mieter*innen rechtlich adäquat vertreten werden können. Dies wird erwartet, um die rechtliche Beratung von Mieter*innen zu verbessern und Konflikte frühzeitig zu lösen.

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Thema Wohnen verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Da manche Mieter*innen in Frankfurt nicht in der Lage sind, die Kosten einer Mitgliedschaft in einem Mieterschutzverein zu tragen, sind sie somit bei mietrechtlichen Problemen/Streitfällen eventuell nicht adäquat rechtlich vertreten. Der Magistrat wird aus diesem Grund beauftragt, ein Konzept zur Vergabe von Gutscheinen für die Übernahme der Mitgliedsbeiträge von lokalen Mieterschutzvereinen für einkommensschwache Haushalte zu erstellen.

Für die Ausstellung solcher Gutscheine werden in den Haushaltsplan 2024/25 für das Haushaltsjahr 2025 100.000 Euro eingestellt.

Im Rahmen der Konzepterstellung sind in Zusammenarbeit mit allen zuständigen Ämtern und Behörden unter anderem folgende Fragen zu klären und festzulegen:

- Welcher Personenkreis sollte berechtigt sein,

- Dauer der Kostenübernahme inklusive etwaige Karenzzeit,

- Wege der Bedarfsermittlung und Antragstellung,

- Welche lokalen Mieterschutzvereine in welcher Form zur Kooperation bereit sind (ggf. ermäßigte Beiträge wie beim Hamburger Modell),

- Festlegung der Vergaberichtlinien und praktische Umsetzung der Ausgabe von Gutscheinen.

Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig in dem Haushaltsjahr 2025 erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.

PW

Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2024/2025 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.

Begründung

Begründung: Zwar gibt es in Frankfurt durchaus kostenlose mietrechtliche Beratungsstellen (z.B. Amt f. Wohnungswesen) für Haushalte mit einem geringen Haushaltsbudget, diese können eine erste Einschätzung und Beratung durchführen, dürfen aber z.B. keine juristischen Schreiben verfassen, gegen Vermieter*innen vorgehen oder Mietparteien vor Gericht vertreten. Ohne juristische Begleitung ist es oftmals schwer berechtigte Interessen bei drohenden Mieterhöhungen, Fragen zu Betriebskostenabrechnungen oder auch bei Eigenbedarfskündigungen, Eigentümerwechsel oder Modernisierungsankündigungen durchzusetzen. Eine adäquate rechtliche Beratung & Vertretung von Mieter*innen ist aber nicht nur für die im Einzelfall betroffene Mietpartei wichtig und sinnvoll, es kann auch allgemein dazu beitragen Streitfälle frühzeitig zu lösen und somit z.B. auch die Entstehung von weiteren Kosten/Eskalation von Problemen zu verhindern (z.B. auch Vermeidung von Räumungsklagen). Somit würden durch eine gute und konstruktive rechtliche Beratung auch Eigentümer*innen und Vermieter*innen davon profitieren. Die Vorteile eine Mitgliedschaft in einem Mieterschutzverein haben auch andere Städte erkannt. So zahlt Berlin allen Sozialhilfeempfängern den Beitrag komplett. In Hamburg gibt es seit Jahren eine Kooperation mit dem Mieterverein zu Hamburg mit einem reduzierten Mitgliedsbeitrag, der für ein Jahr von der Stadt übernommen wird, wenn eine Bedürftigkeit vorliegt.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 6. Juni 2024Sie sind hier
    EE 66Produktbereich: 17 Wohnen Produktgruppe: 17.01 Wohnen (Mietrecht und Mieterschutz) Mieter*innenschutz fördern - Gutscheine ausstellen
    Etatantrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
  2. 2. Dezember 2024BB 434Mieter*innenschutz fördern - Gutscheine ausstellenMagistratsbericht
  3. 14. April 2025BB 148Mieter*innenschutz fördern - Gutscheine ausstellenMagistratsbericht
  4. 1. September 2025BB 319Mieter*innenschutz fördern - Gutscheine ausstellenMagistratsbericht
  5. 23. Januar 2026BB 27Mieter*innenschutz fördern - Gutscheine ausstellenMagistratsbericht
  6. 8. Mai 2026BB 161Mieter*innenschutz fördern – Gutscheine ausstellenMagistratsbericht
  7. 25. September 2026Antwort des Magistrats · nach 120 WochenBB 284Mieter*innenschutz fördern – Gutscheine ausstellenMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Haushaltstopf dieses Antrags
Zur Haushaltsanalyse

17.01 Wohnen

Ausgaben 2025: 30 Mio € · im Antragsjahr 2024 29 Mio € — preisbereinigt +1 % bis heute

Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.

Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau
Sitzung 28 · 02.07.2024
TO I, TOP 9
Angenommen
Der Vorlage E 66 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Ablehnung:
CDUBFF-BIGAfD
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU und BFF-BIG (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Ablehnung) FRAKTION (= Annahme)

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