Griesheim: Nahwärmekonzept auf Basis der Abwärme der Rechenzentren prüfen und bewerten
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Zusammenfassung
Der Magistrat unterstützt die Prüfung und Bewertung eines Nahwärmekonzepts in Griesheim, welches auf der Abwärme von Rechenzentren basiert. Ziel ist es, die Abwärme sinnvoll zu nutzen und so die energetische Effizienz zu steigern. Die Entwicklung umfasst Machbarkeitsstudien und Kooperationen mit verschiedenen Institutionen.
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Sossenheimer Weg — 9 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 14.09.2026.
- Parken im Sossenheimer Weg und am Höchster Friedhof14.09.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Sossenheim: Verkehrssicherheit im Mombacher Weg - Prüfung eines verkehrsberuhigten Bereichs21.08.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Kreisverkehr Sossenheimer Weg – Abzweig Kurmainzer Straße11.08.2026 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
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Der Magistrat unterstützt die Umsetzung von Konzepten zur Auskopplung von Abwärme aus Rechenzentren und anderen Abwärmequellen (Abwasser, Industrie, Gewerbe).
Auch die Arbeiten von AS Enterprise Engineering wurden vom Magistrat unterstützt. Inwieweit die Aussagen der Präsentation belastbar sind, kann nicht beurteilt werden. Ein wichtiger Punkt ist jedoch die Realisierungsmöglichkeit der Wärmetrasse. Hier muss der Projektentwickler klären, ob die Leitungsführung genehmigungsfähig ist und zu welchen Kosten diese realisiert werden kann. Der Magistrat begrüßt alle Projekte, die Abwärme für Heizzwecke nutzbar machen.
Für das Rechenzentrumscluster in Sossenheim wurde im Jahr 2022 eine Machbarkeitsuntersuchung beauftragt. Diese wird durch das Land Hessen finanziert und von der Landesenergieagentur koordiniert. Die Beauftragung geht auf Initiative der Städte Eschborn und Frankfurt zurück. Bearbeiter ist ein Konsortium von drei Auftragnehmern: Zwei Ingenieurbüros (Enertraccting und Gitta Consult) unter der Federführung der Universität Kassel. Erste Ergebnisse zeigen, dass sowohl die Trassenführung als auch die Abwärmenutzung aus den Rechenzentren praktisch umsetzbar sind. Es können Sossenheim, Eschborn Süd und Eschborn Mitte sowie ein Heizwerk von Mainova am Sossenheimer Weg problemlos angeschlossen werden. Die Abwärme würde für die doppelte Menge an Wärmeverbrauchern ausreichen. Allerdings ist diese bei bestehenden Rechenzentren nur mit zum Teil sehr hohem Aufwand zu gewinnen. Ein weiterer Knackpunkt ist der benötigte Platz für eine Heizzentrale, in der die notwendigen Maschinen untergebracht werden können. Hier arbeitet das Klimareferat in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung und dem Amt für Bauen und Immobilien (ABI) an einer Lösung. Die Untersuchung soll im ersten Quartal 2023 abgeschlossen werden. Erste Ergebnisse wurden bei einem Vortrag am 12. Januar einer Fachöffentlichkeit vorgestellt. Nun wird der Magistrat in Kooperation mit Eschborn eine Ausschreibung durchführen, um Unternehmen zu finden, die die Maßnahme umsetzen.
Unterschied der beiden Konzepte ist, dass in Sossenheim eine Heizzentrale mit Wärmepumpen in der Nähe der Rechenzentren die Abwärme auf heizungstaugliche Temperaturen bringt. Das hat Vorteile bei der Dimensionierung und dem Transport der Wärme. Es wird aber viel Platz für eine Heizzentrale gebraucht. In Griesheim wird die Abwärme auf niedrigem Temperaturniveau zu den Häusern gepumpt - das führt zu größeren Leitungsquerschnitten und die Wärme muss in den Gebäuden auf das nötige Temperaturniveau gebracht werden. Dafür wird nur eine zentrale Pumpstation mit Wärmetauschern benötigt. Beide Systeme sind machbar.
Darüber hinaus gibt es bereits eine Reihe von guten Beispielen zur Abwärmenutzung in Frankfurt, die auch im Klimaschutzstadtplan-frankfurt.de zu finden sind: - Projekt "Axis" - Abwasserwärmenutzung
Wohnhochhaus mit ca. 150 Wohneinheiten im Europaviertel. Die Wärmepumpe schöpft die Heizenergie ökologisch und ökonomisch aus der im Abwasser enthaltenen Energie. Mit einer Heizleistung von 440 kW und einer Kühlleistung von 640 kW liefert die Wärmepumpe 100 Prozent der Energie, die zum Heizen und zum Kühlen in den Wohnungen in AXIS benötigt werden.
- Projekt "Eurotheum"
In den ehemaligen Räumlichkeiten der EZB im Frankfurter Bankenviertel befinden sich auf zwei Etagen und ca. 640 m² insgesamt 84 Serverschränke. Bei vollem Ausbau entsteht hier ein Rechenzentrum mit einer Leistung von 0,5 MW. 400 kW an Abwärme können dann dank Direkt - Heißwasserkühlsystem verlustarm von den Wärmehotspots aufgenommen und abtransportiert werden. Die Wärme wird anschließend direkt vor Ort zum Beheizen der ansässigen Büro- und Konferenzräume sowie der Hotellerie und Gastronomie genutzt.
- Projekt "Westville"
Die geplanten rund 1.300 Neubauwohnungen sowie Gewerbeeinheiten am südwestlichen Rand des Frankfurter Gallusviertels mit einem Jahresbedarf von 4.000 Megawattstunden (MWh) werden künftig zu mindestens 60 Prozent aus der Abwärme des benachbarten Rechenzentrums versorgt. https://www.ardmediathek.de/video/mex/abwaerme-potential-wie-wir-effizient-durch -den-winter-kommen/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xODkwMDE
- Hafenwassernutzung im Osthafen (HFN)
- Abwasserwärmenutzung St. Georgen
- Abwasserwärmenutzung "Aktiv Stadthaus" (ABG)
- Abwärmenutzung aus Grauwasser (Salvador-Allende-Straße) (ABG)
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 18. September 2022OFOF 590/6Griesheim: Nahwärmekonzept auf Basis der Abwärme der Rechenzentren prüfen und bewertenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 4. Oktober 2022OAOA 251Griesheim: Nahwärmekonzept auf Basis der Abwärme der Rechenzentren prüfen und bewertenAnregung
- 10. Februar 2023Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 21 WochenBB 66Griesheim: Nahwärmekonzept auf Basis der Abwärme der Rechenzentren prüfen und bewertenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf8 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, CDU, Volt, dFfm und BFF gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE. und BFF gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., BFF und Die Partei gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, AfD, Volt und FRAKTION gegen LINKE. (= Kenntnis als Zwischenbericht) sowie ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP und BFF-BIG (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., AfD, Volt, FRAKTION und BFF-BIG Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Gartenpartei (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., AfD, Volt, FRAKTION und BFF-BIG Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Gartenpartei (= Kenntnis)