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Grabsteine der NS-'Euthanasie'-Gräber in Frankfurt

Vorlagentyp: B
0 Wochen bis zur Antwort4 Sitzungen
Vorlage
Idee
Bei einigen tausend Vorlagen geht die
Strassenzuordnung nur automatisch
und dadurch werden alle gefundenen
Strassenabschnitte als Punkte angezeigt.

Zusammenfassung

Der Magistrat berichtet über die Korrekturen der Grabsteine der NS-'Euthanasie'-Gräber in Frankfurt und die damit verbundenen Kosten sowie die Notwendigkeit von Fördermitteln. Zudem wird die Forschung zu den Opfern der 'Euthanasie' thematisiert, mit dem Ziel, ein Gedenkbuch zu erstellen.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

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Bericht

Für die Überarbeitung der Grabsteine wurde 2016 von einem Steinmetz eine grobe Kostenschätzung vorgenommen. Das Einbringen neuer Grabplatten mit den korrekten Daten der Verstorbenen in einfacher Ausführung war mit knapp 165.000 Euro veranschlagt. Dafür müssten nach Auskunft des Regierungspräsidiums beim Innenministerium Mittel beantragt werden. Der aktuelle Sachstand hierzu ist nicht bekannt. Das Grünflächenamt wird sich diesbezüglich mit dem Regierungspräsidium erneut in Verbindung setzen. Der Magistrat ist allerdings nicht in der Position, diesbezügliche Forderungen an das Regierungspräsidium zu stellen. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass das Regierungspräsidium in diesem und den folgenden Jahren erhebliche Zuschüsse an die Stadt Frankfurt leistet, um die Grabsteine auf dem alten jüdischen Friedhof in der Rat-Beil-Straße zu sanieren. Zu berücksichtigen ist, dass der Frankfurter Hauptfriedhof als Kulturdenkmal aus geschichtlichen Gründen ausgewiesen ist. Eine Stellungnahme des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen zu möglichen Veränderungen an den Grabsteinen der NS-'Euthanasie'-Gräber respektive deren Ersatz wurde angefragt. Für die Erforschung der Frankfurter 'Euthanasie'-Opfer bilden die vom 'Arbeitskreis Zwangs-sterilisation und ‚Euthanasie' Frankfurt am Main' recherchierten Namen und Lebensdaten der auf der Gräberanlage für NS-Opfer auf dem Hauptfriedhof beigesetzten Urnen die Grundlage (www.graeberfeld.copyriot.com). Aktuell erforscht an der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Klinikums der Goethe-Universität die Arbeitsgruppe 'Geschichte der Psychiatrie' die Verstrickung der Klinik in die NS-'Euthanasie'. Im Rahmen des von Dr. med. Moritz Verdenhalven geleiteten Projekts werden zum Beispiel auch die im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden archivierten Fallakten der Nervenklinik ausgewertet. Die vom Frankfurter Gesundheitsamt am Fritz Bauer Institut geförderte Studie 'Sozialhygiene und Gesundheitspolitik in Frankfurt am Main 1920 bis 1960' befasst sich unter anderem mit dem Thema 'Kinder-Euthanasie'. Die Ergebnisse der drei Forschungsstränge könnten in ein Gedenkbuch für die Frankfurter Opfer der nationalsozialistischen 'Euthanasie'-Morde münden. Für Bremen oder München liegen beispielgebende Erinnerungsbücher bereits vor. Die Bände bestehen jeweils aus zwei Teilen: Zunächst werden die Namen und Lebensdaten aller bekannten 'Euthanasie'-Opfer aus Bremen beziehungsweise München aufgelistet und somit für die Nachwelt erhalten. Hierauf folgen Beiträge zu den historischen Zusammenhängen und zu einzelnen Lebensgeschichten. Die Recherche der Namen und Lebensdaten sowie die Herausgeberschaft sind im Werkvertrag zu vergeben und würden etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen. Hierfür entstünden Honorarkosten analog zur Tarifgruppe 13 TVöD. Dazu kämen noch Reise-, Hotelkosten, Autorenhonorare und Druckkosten. Dies könnte mit ca. 65.000 Euro veranschlagt werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis

Der Weg dieser Vorlage

Am 21. September 2020 veröffentlichte der Magistrat diesen Bericht. Sie geht auf NR 1186 zurück — STVV-Antrag von CDU, SPD, GRÜNE, beschlossen am 12. Mai 2020. In 4 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf4 Beratungen
OBR 3
Sitzung 2 · 19.10.2020
TO II, TOP 17
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 486 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

OBR 3
Sitzung 43 · 29.10.2020
TO II, TOP 55
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 486 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
BFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP und ÖkoLinX-ARL gegen BFF (= Zurückweisung)

Kultur- und Freizeitausschusses
Sitzung 44 · 26.11.2020
TO I, TOP 14
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 486 (Zwischenbericht) dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER

Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 44 · 26.11.2020
TO I, TOP 18
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 486 (Zwischenbericht) dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFF
Sonstige:
FRAKTION (Kenntnis)Frankfurter (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP und BFF Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und FRANKFURTER (= Kenntnis)

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