Städtische Bühnen - Betriebszuschuss pro Besucher
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Thema Kultur verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 23.08.2019, B 322
Betreff: Städtische Bühnen - Betriebszuschuss pro Besucher Vorgang: A 496/19 AfD
- Wie hat sich die Höhe des Betriebszuschusses pro Besucher seit dem Jahr 2010 entwickelt? Wirtschafts- jahr 2010/2011 2011/2012 2012/2013 2013/2014 2014/2015 2015/2016 2016/2017 2017/2018 Betriebs-zuschuss pro Besucher 168,88 € 171,84 € 169,44 € 173,10 € 172,50 € 170,55 € 181,38 € 206,43 €
- Was waren die Gründe für diese Entwicklung? Seit dem Haushaltsjahr 2017 werden die Zuweisungen des Landes nicht mehr direkt bei den Städtischen Bühnen gebucht, sondern ausschließlich in der Produktgruppe 21.12 im Ertrag geplant und vereinnahmt. Die Umsatzerlöse verringerten sich in den letzten beiden Spielzeiten aufgrund rückläufiger Umsätze bei den Eintrittsgeldern und aus Koproduktionen und eigenen Gastspielen (letzte Spielzeit 2016/17 unter Intendanz Oliver Reese). Zudem gibt es höhere Aufwendungen im Personalbereich, aufgrund tarifbedingter Steigerungen in den letzten Jahren. Zusätzlich hat die Stadt Frankfurt den Zuschuss für das Haushaltsjahr 2018 laut Etatantrag 262 vom 23.04.2018 pauschal um 1.516 TEUR (2%) gekürzt. Die anteilige Berücksichtigung um 1.011 TEUR, hat bereits Auswirkungen auf die Spielzeit 2017/18. Diese Entwicklungen, gekoppelt mit dem Rückgang bei der Anzahl der Zuschauer*innen von rd. 400.000 in der Spielzeit 2016/17 auf rd. 362.000 in der Spielzeit 2017/18, veranschaulichen den Anstieg des Betriebskostenzuschusses pro Besucher*in.
- Hält der Magistrat den aktuellen Betriebszuschuss pro Besucher in Höhe von 206,43 EUR für angemessen? Ja. Die Städtischen Bühnen Frankfurt sind einer der größten kommunalen Theaterbetriebe im deutschsprachigen Raum mit den Sparten Oper, Schauspiel und Bühnenservice. Vergleichbare Häuser im deutschsprachigen Raum weisen ähnliche Größenordnungen auf, wie die jährlich erscheinende Theaterstatistik zeigt. Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, dass es immer wieder zu leichten Schwankungen bei den Zuschauer*innenzahlen kommt.
- Aus welchen Komponenten setzt sich der Betriebszuschuss zusammen? Der Betriebszuschuss ist (Definition aus der Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins) die Differenz zwischen Betriebsausgaben und Betriebseinnahmen, Betriebsausgaben = Gesamtausgaben ohne Zinsen- und Tilgungsdienst, besondere Finanzierungsausgaben (Rücklagen usw.) und Bauaufwand. Betriebseinnahmen = Gesamteinnahmen ohne Zuweisungen der öffentlichen Körperschaften und Spenden, besondere Finanzierungseinnahmen (Entnahme aus Rücklagen).
- Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat den Betriebskostenzuschuss in den kommenden Jahren nennenswert zu senken? Die Ergebnisse der vergangenen Spielzeiten zeigen, dass der Betriebskostenzuschuss immer wieder Schwankungen unterworfen war. Gründe dafür wurden unter Frage 2 bereits genannt. Insgesamt handelt es sich um eine normale Entwicklung, die vollkommen im Rahmen liegt.
- Wie hat sich der durchschnittliche Anteil der freien Plätze je Aufführung im Verhältnis zu allen Plätzen seit dem Jahr 2010 entwickelt? Wirtschaftsjahr 2010/2011 2011/2012 2012/2013 2013/2014 2014/2015 2015/2016 2016/2017 2017/2018 durchschnittlicher Anteil der freien Plätze je Aufführung 18,8% 13,8% 13,8% 19,1% 16,4% 13,4% 15,5% 15,8%
- Wie hat sich der durchschnittliche Anteil der unentgeltlichen Eintrittskarten je Aufführung im Verhältnis zu allen Eintrittskarten seit dem Jahr 2010 entwickelt? Wirtschaftsjahr 2010/2011 2011/2012 2012/2013 2013/2014 2014/2015 2015/2016 2016/2017 2017/ 2018 Anteil unentgeltlicher Eintrittskarten im Verhältnis zu allen Eintrittskarten 8,1% 7,6% 7,2% 7,0% 6,9% 6,1% 6,5% 6,4%
- Wie hat sich der durchschnittliche Anteil der vergünstigten Eintrittskarten je Aufführung im Verhältnis zu allen Eintrittskarten seit dem Jahr 2010 entwickelt? Wirtschaftsjahr 2010/2011 2011/2012 2012/ 2013 2013/2014 2014/ 2015 2015/ 2016 2016/ 2017 2017/ 2018 Anteil vergünstigter Eintrittskarten im Verhältnis zu allen Eintrittskarten 38,4% 39,6% 39,1% 39,5% 40,1% 38,8% 39,2% 37,0%
- Wie hat sich der durchschnittliche Anteil der normalpreisigen Eintrittskarten je Aufführung im Verhältnis zu allen Eintrittskarten seit dem Jahr 2010 entwickelt? Wirtschaftsjahr 2010/2011 2011/2012 2012/2013 2013/2014 2014/ 2015 2015/ 2016 2016/ 2017 2017/ 2018 Anteil normalpreisiger Eintrittskarten im Verhältnis zu allen Eintrittskarten 53,5% 52,8% 53,7% 53,5% 53,0% 55,1% 54,3% 56,6%
- Gibt es Bestrebungen der SBF den Anteil der normalpreisigen Eintrittskarten je Aufführung zu erhöhen, wenn ja welche? Die SBF versteht sich als städtische Kulturinstitution, die allen Menschen zugänglich sein sollte, unabhängig von Alter, Bildungsstand oder sozialer Herkunft. Deshalb bieten die Oper Frankfurt und das Schauspiel Frankfurt, neben ihrer differenzierten Preisstruktur mit unterschiedlichen Kategorien, auch Ermäßigungen an. So möchte man das Theater für unterschiedliche Zielgruppen, wie bspw. Schüler*innen und Student*innen, attraktiver machen. Die Städtischen Bühnen werden weiterhin an ihren Ermäßigungsstrukturen festhalten. Die jährlich steigenden Umsatzerlöse sind ein Zeichen dafür, dass die Preispolitik der SBF funktioniert. Allein die Oper verbucht für die gerade zu Ende gegangenen Spielzeit 2018/19 eine Rekordeinnahme von rund 8,5 Mio. €.
- Wie hat sich die Anzahl und das Verhältnis der Abonnements von innerhalb und außerhalb des Frankfurter Stadtgebiets seit 2010 entwickelt? Diese Auswertung ist technisch nicht möglich gewesen. Die Kombination Herkunft (Adresse der Abonnent*innen) mit dem Abonnement ist rückwirkend nicht mehr auszuwerten. Änderungen in den Adressdaten führen immer zum Überschreiben der vorherigen Daten. Deshalb ist eine solche Auswertung nur mit den aktuellen Adressdaten möglich.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 8. April 2019BB 116Auslastung der Städtischen BühnenMagistratsbericht
- 23. Mai 2019AA 496Städtische Bühnen - Betriebszuschuss pro BesucherSTVV-Anfrage · AfD
- 23. August 2019Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 20 WochenBB 322Städtische Bühnen - Betriebszuschuss pro BesucherMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., BFF, FRAKTION und FRANKFURTER Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., BFF, FRAKTION und FRANKFURTER