Digital Hub: Ausbau der digitalen Infrastruktur; Stärkung von Attraktivität, Image und Bekanntheit der "digitalen Metropole" FrankfurtRheinMain
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Zusammenfassung
Der Bericht des Magistrats vom 23.08.2021 beschreibt den Ausbau der digitalen Infrastruktur in Frankfurt am Main und die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen. Ziel ist es, die digitale Metropole FrankfurtRheinMain zu stärken und die Attraktivität sowie das Image der Stadt zu fördern. Die Investitionen in Rechenzentren und Telekommunikationsnetze sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen, was die Bedeutung der digitalen Infrastruktur in der modernen Wirtschaft unterstreicht.
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Lärchenstraße — 2 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 15.09.2026.
- E-Ladesäulen und Schnellladesäulen am GriesheimCenter15.09.2026 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
- 1. Bebauungsplan Nr. 950 - Südlich Mainzer Landstraße/Westlich in der Schildwacht hier: Aufstellungsbeschluss - § 2 (1) BauGB 2. Bebauungsplan Nr. 579 Ä - Südlich Mainzer Landstraße/Westlich in der Schildwacht 1. vereinfachte Änderung hier: Einstellung de24.11.2025 · M (Vortrag des Magistrats)
- Verkehrskonzept GriesheimSüd, Baustellensperrungen GriesheimMitte11.02.2025 · OA (Anregung Ortsbeirat)
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Im siebten Jahr der Berichterstattung "Ausbau der digitalen Infrastruktur" der Stadt Frankfurt am Main auf Basis des Vortrags des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung vom 02.04.2013, M 52, haben sich die Investitionen in digitale Infrastrukturen erneut massiv erhöht und maßgebliche Projekte sind realisiert worden. Um den heutigen Entwicklungsstand der Debatte zu verstehen, soll zu Beginn eine kurze Retrospektive angefügt werden. Rückblick: Rechenzentren in Frankfurt am Main Die Diskussion um digitale Infrastruktur und deren Ausbau hat sich Corona-bedingt in den vergangenen 15 Monaten hauptsächlich auf zwei Komponenten konzentriert: Telekommunikationsnetze und Rechenzentren. Während im Stadtgebiet die Abdeckung im Mobilfunkbereich nahezu geräuschlos fortschreitet in Richtung einer kompletten Abdeckung mit 5G und entsprechenden Dienstleistungen, zeigt sich im Bereich Rechenzentren ein anderes Bild. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur im Bereich Rechenzentren ist sehr viel komplexer. Die Rechenzentren selbst wandelten sich von einer unbeachteten Erscheinung in einer Nischen- bzw. exotischen Branche hin zu einem umfassenden und stark wachsenden Industriezweig, der aber auch die prinzipielle Frage nach der neuen Aufteilung von Ressourcen in einer Hochtechnologie-Gesellschaft stellt. Während zu Beginn der Diskussion über Rechenzentren a) die Fragen ausreichender Kapazitäten/Bandbreiten für Übertragungen, b) die Berücksichtigung in Planungsfragen, c) die Bearbeitungsdauer von Bauanträgen und d) die Frage nach der generellen Bedeutung für den Standort im Vordergrund standen, werden heute auch Fragen gestellt zu Flächen- und Energieverbrauch. Allgemeines Einvernehmen besteht darüber, dass moderne Gesellschaften die digitale Infrastruktur benötigen. Dies zeigt ein Blick auf den Stellenwert der Branche in der Corona-Krise. Digitale Infrastruktur 2020-2021: Bewährung in der Corona-Krise Die digitale Infrastruktur der Stadt Frankfurt am Main hat während der Krise der vergangenen 15 Monate die technische Funktionalität von Millionen Arbeitsplätzen ermöglicht. Auch wenn sich diese nicht allesamt in der Mainmetropole befinden, so weist der hohe Grad an hiesigen Dienstleistungsunternehmen darauf hin, dass Frankfurt am Main als Stadt und Frankfurter Unternehmen in hohem Maße von dieser Infrastruktur profitieren. Zu Beginn des Jahres 2020 waren digitale Infrastrukturen und deren allgemeiner Zustand Gegenstand vieler Diskussionen. Es bestand eine große Nervosität, als erkennbar wurde, dass die sich in Richtung Home-Office-Struktur wandelnden Arbeitsprozesse in hohem Maße angewiesen waren auf digitale Infrastrukturen. Die Netze der Telekommunikationsanbieter waren wegen der hohen Rückgriffe auf mobile Kommunikation als erstes im Fokus der Aufmerksamkeit. Kontinuierliche Anrufe bei der Telekom, der Vodafone und der Telefonica waren Routine-Bestandteile der Arbeit der Wirtschaftsförderung, um zu erfragen, ob digitale Infrastrukturen weiterhin verlässlich funktionieren, oder ob die digitale Infrastruktur bei der Telekommunikation Corona-bedingt an ihre Grenzen gerät. Im Verlauf des zweiten Quartals 2020 schwenkte der Fokus auf die großen Internetanbieter im Bereich Videoconferencing und Cloud Speicher. Immer mehr weit auseinandergezogene Firmen und deren Belegschaften trafen sich auf den Plattformen der Videokonferenzen und hielten so ihre Arbeit und Kommunikation aufrecht. Die digitale Infrastruktur bewährte sich und stellt weiterhin die maßgebliche Stütze in den Arbeitsprozessen der modernen digitalen Gesellschaft dar. Es ist davon auszugehen, dass die mobilen Arbeitsformen im hohen Maße auch nach der Corona-Krise beibehalten werden. Während vor-Ort-Arbeit nicht vollständig zu ersetzen ist, erkennen doch immer mehr Unternehmen, dass die gesamten Kosten der technischen Infrastruktur und die Arbeitsplatz-Infrastruktur, die ein Arbeitnehmer zu Hause vorhält, kostengünstiger sind als diese Infrastruktur in einem Firmengebäude vorzuhalten. Die aus diesen Prozessen resultierende erhöhte Nachfrage führte im Berichtsjahr zu einem intensivierten Ausbau der digitalen Infrastruktur im Stadtgebiet. Die großen Ausbauvorhaben der digitalen Infrastruktur in Frankfurt am Main bei den Rechenzentren verlaufen weiterhin entlang der Infrastruktur von Glasfaser und in der Nähe von Stromtrassen, sowie in Form von Erweiterungen der bisher bereits bestehenden großen Rechenzentrums-Strukturen der Stadt Frankfurt am Main. Hinzu kommt die Entscheidung der Stadt, Rechenzentren verstärkt in ausgewiesenen Gebieten zu konzentrieren. Mehrere solcher "Campus"-Lösungen werden derzeit realisiert. Hier ist die Veräußerung des Neckermann-Areals mit Unterstützung der Stadt an den Rechenzentrumsbetreiber Digital Realty/Interxion als ein richtungsweisendes Beispiel zu nennen. Die Stadtplanung begrüßt den Betrieb von Rechenzentren auf dem Areal nachdrücklich. Aber auch weitere Campus-Entwicklungen zeichnen sich ab. Wie in früheren Berichten bereits dargelegt, stellt Frankfurt am Main eine Hochburg der sogenannten Kollokations-Rechenzentren dar. Diese Zentren sind Spiegelungen der IT von Unternehmen und Aufbewahrungsorte sowie "Abspielort" für große Internet-Dienstleistungen und deren Plattformen, Video, Speicherung, Online-Bezahlsysteme etc. Im Laufe der vergangenen 20 Jahre hat sich entlang der Hanauer Landstraße im Osten der Stadt ein großer Campus gebildet rund um die Keimzelle des deutschen Internet Austauschknotens DeCIX. Dieser Campus wird in den kommenden Jahren durch zusätzliche Rechenzentren, die sich auf Teilen des zuvor erwähnten ehemaligen Neckermann-Areals befinden, erweitert. Im Nordwesten der Stadt Frankfurt am Main - im Bereich Sossenheim - entsteht entlang der Westerbachstraße/Wilhelm-Fay-Straße ein weiterer Campus, der von mehreren Betreibern aufgebaut wird. Die Ausdehnung der Rechenzentren in diesem Areal erstreckt sich bis zur Stadtgrenze in Richtung Eschborn. Im Westen der Stadt Frankfurt am Main werden im Bereich der Kleyerstraße weitere Kapazitäten ausgebaut, ebenso im weiteren Verlauf bei Griesheim in der Nähe Mainzer Landstraße und Lärchenstraße. Hinzu kommt ein erst vor kurzem kommunizierter Ausbau massiven Ausmaßes in Frankfurt-Seckbach, der für sich allein genommen Investitionen im Umfang von knapp einer Milliarde Euro impliziert. Rechenzentren: Investitionsvolumina Insgesamt ist davon auszugehen, dass in Frankfurt am Main in ca. 60 Rechenzentren über 600.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Dies umfasst kommerzielle und firmeneigene Rechenzentren. Der Gesamtaufwand, den die Betreiber nach neuesten Schätzungen für Investitionen in Frankfurt am Main einsetzen, überschreitet eine Milliarde Euro innerhalb der Stadtgrenzen. Diese Zahl verdeutlicht den enormen Einfluss, den die Investitionstätigkeit der Rechenzentrumsbetreiber auf die ausländischen Direktinvestitionen des Standortes Frankfurt am Main haben. Politische Rahmenbildung weiterer Expansion von Rechenzentren im Stadtgebiet Mit der politischen Rahmenbildung ist vor allem die bereits erwähnte räumliche Steuerung der Ansiedlung in sogenannten "Cluster"-Gebieten, als auch die Nutzung von Abwärme und die Integration dieser Abwärme in die Nahwärme-Heizsysteme der Stadt Frankfurt am Main gemeint. Wichtig ist hier vor allem der verstärkte Dialog zwischen der Stadt, ihren Ämtern und Beteiligungen, sowie den Betreibern der Rechenzentren. Der gesamte Prozess der Ansiedlung und die Planung von Expansionen werden mittlerweile von einem kontinuierlichen Austausch, unter anderem mit der Stadtplanung und dem Amt für Straßenbau und Erschließung, begleitet. Fazit Seit dem Beschluss zum Magistratsvortrag M 52 haben digitale Infrastrukturen in Frankfurt am Main einen langen Weg zurückgelegt. Während sie auf der einen Seite die unersetzbare Basis für moderne Wirtschaftssysteme geworden sind, ohne die die Kommunikation und der Datenaustausch in der Corona-Krise nur rudimentär hätten aufrechterhalten werden können, so bedeuten sie doch auch Herausforderungen. Digitale Infrastrukturen in Frankfurt am Main bedürfen der Begleitung der Planung durch kontinuierlichen Dialog zwischen allen Beteiligten, einer klaren Aussage und einem Bekenntnis der Stadt zu der Branche, und einer deutlichen Aussage hinsichtlich zur Verfügung gestellten Flächen- und Energiekapazitäten. Das wird auch weiterhin die herausragende Position der Stadt Frankfurt am Main in der Welt der Digitalwirtschaft garantieren. Denn diese Infrastrukturen mit ihrer mehr als 60 Hektar umfassenden Fläche für Rechenzentren im Stadtgebiet repräsentieren das Backbone der dezentral und mobil arbeitenden modernen Wirtschaftssysteme weit über die Stadtgrenzen von Frankfurt am Main hinaus. Sie verhelfen der Stadt Frankfurt am Main zu einer führenden Position in der weltweiten Digitalwirtschaft.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 29. September 2014BB 381Digital Hub: Ausbau der digitalen Infrastruktur; Stärkung von Attraktivität, Image und Bekanntheit der „digitalen Metropole“ FrankfurtRheinMainMagistratsbericht
- 28. September 2015BB 348Digital Hub: Ausbau der digitalen Infrastruktur, Stärkung von Attraktivität, Image und Bekanntheit der „digitalen Metropole“ FrankfurtRheinMainMagistratsbericht
- 19. September 2016BB 249Digital Hub: Ausbau der digitalen Infrastruktur; Stärkung von Attraktivität, Image und Bekanntheit der „digitalen Metropole“ FrankfurtRheinMainMagistratsbericht
- 18. September 2017BB 308Digital Hub: Ausbau der digitalen Infrastruktur; Stärkung von Attraktivität, Image und Bekanntheit der „digitalen Metropole“ FrankfurtRheinMainMagistratsbericht
- 3. September 2018BB 279Digital Hub: Ausbau der digitalen Infrastruktur; Stärkung von Attraktivität, Image und Bekanntheit der „digitalen Metropole“ FrankfurtRheinMainMagistratsbericht
- 25. September 2020BB 533Digital Hub: Ausbau der digitalen Infrastruktur; Stärkung von Attraktivität, Image und Bekanntheit der „digitalen Metropole“ FrankfurtRheinMainMagistratsbericht
- 23. August 2021Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 360 WochenBB 299Digital Hub: Ausbau der digitalen Infrastruktur; Stärkung von Attraktivität, Image und Bekanntheit der „digitalen Metropole“ FrankfurtRheinMainMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf7 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE. und BFF gegen ÖkoLinX-ARL und Die PARTEI (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD und LINKE. gegen CDU und FDP (= Kenntnis) bei Enthaltung BFF
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, CDU, FDP, Volt, dFfm und BFF gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION gegen ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP und Volt gegen ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD, BFF-BIG und FRAKTION (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und BFF-BIG gegen ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Kenntnis)