Bestattungsformen an Wünschen der Bürger ausrichten
Zusammenfassung
Der Magistrat schlägt vor, die Bestattungsformen in Frankfurt am Main an die sich wandelnden Wünsche der Bürger:innen anzupassen. Ziel ist es, ein breites Spektrum an Bestattungsmöglichkeiten anzubieten, um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden und die Akzeptanz der Bestattungsangebote zu erhöhen.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenBericht
- Der Magistrat hat bereits vor einigen Jahren auf die sich wandelnde Bestattungskultur und die geänderten Wünsche der Bürger:innen reagiert. 2013 wurde eine Organisationsuntersuchung der städtischen Friedhöfe Frankfurt am Main unter besonderer Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit beauftragt. Dabei wurde auch das Spektrum an Bestattungsformen untersucht. Mit der überarbeiteten Friedhofsordnung von 2018 wurden neue Bestattungsangebote eingeführt. Die Bürger:innen können aktuell zwischen 15 verschiedenen Grabarten wählen. 2018 wurde der Trauerwald auf dem Waldfriedhof Oberrad eingeweiht. Aufgrund der starken Nachfrage gab es bereits zwei Erweiterungen. Das erste Rasengrabfeld mit einer individuellen Ablagemöglichkeit direkt am Grab wurde 2018 auf dem Friedhof Harheim eingerichtet. Auch diese Grabart wird sehr gut angenommen. Nachdem auf dem Hauptfriedhof 2021 ein solches Feld angelegt wurde, steht hier mittlerweile die dritte Erweiterung an. Auf weiteren Friedhöfen, z.B. Westhausen, wird diese Grabform zukünftig ebenfalls angeboten. Das Fachamt ist bestrebt, auf allen 36 Friedhöfen ein breites Spektrum an Bestattungsmöglichkeiten vorzuhalten. Allerdings ist es aufgrund örtlicher Gegebenheiten unmöglich, sämtliche Grabarten überall anzubieten.
- Urnenwände: In dem oben erwähnten Gutachten wurde von zusätzlichen Urnenwänden/-stelen abgeraten. Im Einzelfall werden dennoch neue Urnenkammern zur Verfügung gestellt. Zuletzt wurde 2019 eine Urnenwand in Nied errichtet. Anonyme Grabfelder: Seit 2018 sind ausgewiesene anonyme Grabfelder in der Friedhofsordnung nicht mehr vorgesehen. Allerdings kann jede Grabstätte anonym gestaltet werden, indem auf einen Grabstein oder eine Grabplatte verzichtet wird. Insbesondere bei Rasengräbern und im Trauerwald bzw. den Trauerhainen bietet sich diese Form der anonymen Bestattung an, da es kein Grabbeet gibt, das von Nutzungsberechtigten gepflegt werden muss. Urnenfelder unter Bäumen: Baumbestattungen sind im Trauerwald Oberrad oder in den Trauerhainen auf den Friedhöfen Heiligenstock und Westhausen sowie Nieder-Erlenbach-neu (hier: Streuobstwiese) möglich. Friedfelder: Friedfelder sind gärtnerbetreute Grabfelder, die in der Regel auf Initiative der Genossenschaft der Friedhofsgärtner eingerichtet werden. Zurzeit sind solche Felder auf acht Friedhöfen ausgewiesen. Für drei weitere findet derzeit die Abstimmung mit der Genossenschaft der Friedhofsgärtner statt. Das Fachamt steht diesem Modell aufgeschlossen gegenüber. Wenn ein Ortsbeirat für einen bestimmten Friedhof ein gärtnerbetreutes Grabfeld vorschlägt, nimmt das Grünflächenamt Kontakt mit der Genossenschaft auf und klärt, ob dortigerseits Interesse besteht und schafft ggf. die Voraussetzungen für die Ausweisung eines solchen Feldes.
- Der Magistrat ist der Auffassung, dass die Stadt Frankfurt über ein vielfältiges und zeitgemäßes Angebot an Bestattungsformen verfügt. So gibt es beispielsweise auch Grabfelder verschiedener weltanschaulicher und religiöser Gemeinschaften. Dass sich dennoch tendenziell weniger Frankfurter:innen hier bestatten lassen, hat nach Einschätzung des Fachamtes verschiedene Gründe (z.B. die hohe Einwohnerfluktuation und die niedrige Altersstruktur), ist aber sicher nicht auf ein zu geringes Angebot an Bestattungsformen zurückzuführen. Auch im Vergleich mit anderen Kommunen ist Frankfurt hier sehr gut aufgestellt. Mit der Projektgruppe Friedhof 2030 wird der Anpassungsprozess an sich ändernde Bedürfnisse und Erwartungen der Friedhofsnutzer:innen fortlaufend begleitet.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 23. März 2022NRNR 338Bestattungsformen an Wünschen der Bürger ausrichtenSTVV-Antrag · CDU
- 18. Juli 2022Sie sind hierBB 291Bestattungsformen an Wünschen der Bürger ausrichtenMagistratsbericht
- 24. Oktober 2022OFOF 434/10Friedhof EckenheimOrtsbeiratsantrag · CDU
- 8. November 2022OAOA 272Friedhof EckenheimAnregung
- 10. März 2023Antwort des Magistrats · nach 50 WochenSTST 646Friedhof EckenheimStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf20 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung FDP
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., Volt, ÖkoLinX-ARL und Die PARTEI gegen CDU (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung FDP
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD, Volt, FRAKTION und Gartenpartei (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., AfD und fraktionslos gegen FDP (= Ablehnung)