Welchen Stellenwert hat das Thema Gesundheit an den Schulen in Frankfurt?
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Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 10.08.2018, B 244
Betreff: Welchen Stellenwert hat das Thema Gesundheit an den Schulen in Frankfurt? Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 21.06.2018, § 2807 - A 264/17 FDP - Die zwischenzeitlich erfolgte Amtshilfe des Hessischen Kultusministeriums zur Beantwortung der parlamentarischen Anfrage der FDP-Fraktion ist als Anlage wesentlicher Bestandteil des Magistratsberichtes. Frage 1 - 6: siehe Anlage Frage 7: siehe Anlage
Ergänzungen zu Frage 7:
Schulgesundheitsfachkräfte Im Rahmen des Modellprojektes "Einführung von Schulgesundheitsfachkräften an öffentlichen Schulen in Brandenburg und Hessen" unter Projektleitung der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung (HAGE) sind seit dem 01.06.2017 zehn Gesundheitsfachkräfte in fünf Frankfurter und fünf Offenbacher Schulen in Hessen tätig. In Frankfurt sind dies die
- Ernst-Reuter-Schule II
- Georg-Büchner-Schule
- Helmholtzschule
- IGS Eschersheim
- Liebigschule Die maßgebliche Finanzierung in Hessen erfolgt über die AOK mit Unterstützung des Hessischen Kultusministeriums und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Weitere Kooperationspartner sind Weiterbildungsträger der Evangelischen Hochschule Darmstadt, das Staatliche Schulamt Frankfurt am Main als Anstellungsträger und öffentlicher Gesundheitsdienst im Sinne eines fachlichen Beraters/Begleiters. Das Institut für Gesundheit und Pflegewissenschaften der Berliner Charité wird die Evaluation durchführen. Die Laufzeit des Modellprojektes ist bis Dezember 2019 verlängert worden. Die Ziele des Modellprojektes zur Einführung von Schulgesundheitsfachkräften an öffentlichen Schulen sind:
- Förderung der Entwicklung von Gesundheitskompetenz
- Etablierung eines gesundheitsbewussten Schulklimas
- Verbesserung der Lernvoraussetzungen für gesundheitlich und/oder sozial belastete Schülerinnen und Schüler
- Entlastung des Schulpersonals von fachfremden Versorgungsaufgaben
- Unterstützung der Erziehungsberechtigten bei Fragen zur Gesundheit In der Modellphase wird die Ausgangslage an den beteiligten Schulen erfasst, die Einführung der Schulgesundheitsfachkräfte begleitet und analysiert und erste Effekte beobachtet und bewertet. Darüber hinaus gilt es, Leistungen und Strukturen für einen Regelbetrieb zu prüfen. In Deutschland ist diese Gesundheitsversorgung an Schulen kaum etabliert. Es gibt keine Untersuchung, die die gesellschaftlichen und sozialen Wirkungen von Schulgesundheitsfachkräften sowie die familiären und schulischen Kontextbedingungen über einen längeren Zeitraum in Deutschland erfasst. Letztendlich wird die feste Etablierung der Schulgesundheitsfachkräfte angestrebt, mit dem Ziel der besseren Gesundheitsversorgung der Kinder in der Schule. Die Schulgesundheitsfachkräfte sollen einerseits Ansprechpartner und Vertrauenspersonen für Schülerinnen und Schüler mit gesundheitlichen Auffälligkeiten sein, Hilfe bei kleinen Verletzungen sowie Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen und Einschränkungen bieten, andererseits Gesundheitsförderung und Prävention in den Schulen verbessern bzw. ermöglichen. Klasse2000 Im Grundschulbereich fördert das Gesundheitsamt seit Jahren das Programm "Klasse2000" des gleichnamigen Nürnberger Vereins. Dieses bundesweit angebotene Programm gilt als das am weitesten verbreitete Präventionsprogramm für Grundschülerinnen und Grundschüler in Deutschland. Hierbei erarbeiten sich die Klassen mit Hilfe von besonders ausgebildeten Gesundheitsförderern die Themenbereiche "Gesundes Essen", "Sich bewegen und entspannen", "Probleme und Konflikte lösen", "Nein-Sagen können und kritisch denken", "Sich selbst mögen und Freundinnen und Freunde haben". Für dieses Programm erhielt im Jahre 2013 die Stadt Frankfurt am Main gemeinsam mit dem Verein "Klasse2000" im Rahmen des Wettbewerbs "Suchtprävention - Der Impuls" eine Ehrenurkunde von der Hessischen Landesregierung. Verrückt - na und ? Es handelt sich um jeweils eine vom Gesundheitsamt ausleihbare Wanderausstellung. Bestehend aus acht Stellwänden zu einzelnen Themenschwerpunkten wie beispielsweise Depression, Suizid und Psychose, die für durchschnittlich zwei Wochen in den Schulen aufgestellt werden können (inklusive kostenfrei angebotenem Informationsmaterial). Grundsätzlich haben die Schulen in Frankfurt zusätzlich die Möglichkeit, sich in allen Fragen, die die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen betreffen, an den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes zu wenden. Zudem findet eine gemeinsame "Schulabsentismus-Sprechstunde" der Kinder- und Jugendmedizin und des Kinder- Jugendpsychiatrischen Dienstes statt. Auf Empfehlung der Schulen können die Eltern von schulabsenten Kindern und Jugendlichen dieses Beratungsangebot des Gesundheitsamtes in Anspruch nehmen. Programm Aids-Mobil Das Gesundheitsamt führt seit vielen Jahren die Veranstaltungsreihe "AIDS-mobil" in Frankfurter Schulen aller Schulformen durch. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler zum Thema Aids informiert und darüber hinaus in geschlechtergetrennten Gruppen Fragen zur Sexualität und Partnerschaft behandelt. Programm HIV-Positiv in Frankfurt Mit der Veranstaltung "HIV positiv in Frankfurt" wird eine zweite Veranstaltung für die Schulen angeboten. Das Ziel des Kooperationsprojektes des Gesundheitsamtes mit der Aidshilfe ist es, neben Basisinformationen zu HIV/AIDS Schülerinnen und Schüler über den Konflikt mit HIV-infizierten Menschen einen emotionalen Zugang zum Thema zu verschaffen. Frage 8: siehe Anlage Ergänzungen zu Frage 8:
- Am Programm Klasse2000 beteiligen sich im laufenden Schuljahr 2017/2018 14 Grundschulen mit 43 Klassen
- Verrückt - na und ? Bislang wurden 80 Termine in 26 Institutionen absolviert
- Psychomobil. Bislang gab es 43 Ausleihtermine in 20 Institutionen und Schulen
- Aidsmobil. Im Jahr 2016 wurden 42 Veranstaltungen durchgeführt, bei denen 952 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe erreicht wurden.
- HIV-Positiv in Frankfurt. Im Jahr 2016 wurden 83 Schülerinnen und Schüler erreicht. Frage 9: siehe Anlage Anlage 1 (ca. 379 KB)
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 5. Oktober 2017AA 264Welchen Stellenwert hat das Thema Gesundheit an den Schulen in Frankfurt?STVV-Anfrage · FDP
- 10. August 2018Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 44 WochenBB 244Welchen Stellenwert hat das Thema Gesundheit an den Schulen in Frankfurt?Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf24 Beratungen
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Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER
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Abstimmung im Original
Abstimmung: SPD, CDU, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF und PARTEI gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP und BFF Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und FRANKFURTER (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE. und FDP gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)