Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Mehr Angebote für kostenfreie Deutschkurse in Frankfurt

Vorlagentyp: B
26 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren3 Sitzungen

Zusammenfassung

Der Bericht des Magistrats schlägt vor, die Angebote für kostenfreie Deutschkurse in Frankfurt zu erweitern, um den unterschiedlichen Zielgruppen und Sprachniveaus gerecht zu werden. Dies ist notwendig, um die Integration von Zugewanderten und Geflüchteten zu fördern und ihnen den Zugang zur deutschen Sprache zu erleichtern.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängiges Bürgerprojekt seit 2010. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgen

Bericht

In Frankfurt werden kostenfreie oder Deutschkurse mit geringfügigem Kostenbeitrag auf Landes- und Bundesebene sowie auf kommunaler Ebene angeboten. Diese sind mit Blick auf Zugangsberechtigungen und das angestrebte Sprachniveau (gemäß Europäischem Referenzrahmen) auf verschiedene Zielgruppen zugeschnitten.

Integrationskurse sind vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderte Kurse. Jeder Integrationskurs besteht aus einem Sprachkurs und einem Orientierungskurs und schließt mit dem "Deutschtest für Zuwanderer" (DTZ) auf dem Sprachniveau B1 bzw. dem Test "Leben in Deutschland" ab. Im Sprachkurs werden wichtige Themen aus dem alltäglichen Leben behandelt. Es gibt außerdem spezielle Integrationskurse, z.B. Jugendintegrationskurse, Integrationskurse für Zweitschriftlernende, Eltern- bzw. Frauenintegrationskurse, Integrationskurse mit Alphabetisierung, Förderkurse (für bereits länger in Deutschland lebende Menschen, welche die deutsche Sprache nur unvollständig erlernt haben), Integrationskurse für Menschen mit Beeinträchtigung, Intensivkurse für Schnelllernende. Die Teilnahme am Integrationskurs ist kostenfrei für Personen, die Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe erhalten oder aufgrund ihrer wirtschaftlichen oder persönlichen Situation die Kosten nicht selbst tragen können. Das Aufenthaltsgesetz regelt, ob eine Person am Integrationskurs teilnehmen darf oder sogar dazu verpflichtet werden kann. Keinen Anspruch auf einen Integrationskurs haben Geflüchtete, die gerade erst nach Deutschland gekommen sind und noch nicht als solche anerkannt sind oder eine unsichere Bleibeperspektive haben. Sie sind auf anderweitig organisierte und nachfolgend beschriebene Sprachkurse angewiesen.

Für Personen, die keinen Anspruch oder Zugang zu den Integrationskursen des Bundes (BAMF) haben, bestehen in Frankfurt nachfolgende Möglichkeiten Deutschkenntnisse zu erwerben. Alle genannten Deutschlernangebote haben zudem eine ausgewiesene Brückenfunktion in Integrationskurse oder weitere Integrationsmaßnahmen. Geflüchtete aus der Ukraine haben zu allen u.g. Angeboten sowie zu den Integrationskursen des Bundes Zugang.

  1. In Erstorientierungskursen des Bundes (BAMF) "Erstorientierung und Deutschlernen für Asylbewerber" (EOK) erhalten Teilnehmende wesentliche Informationen über das Leben in Deutschland und erwerben gleichzeitig erste Deutschkenntnisse. Teilnehmende sind vorrangig Asylbewerber_innen mit unsicherer Bleibeperspektive. Sind freie Plätze vorhanden, können auch Ausländer_innen nach §44 Absatz 4 Satz 2 AufenthaltsG und anerkannte Asylbewerber_innen zur Teilnahme zugelassen werden, falls ein Zugang zum Integrationskurs (noch) nicht möglich ist.

Der Bund plant hier in Kürze zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen.

  1. MiA-Kurse des Bundes (BAMF) mit dem Programm "Migrantinnen einfach stark im Alltag" richten sich an Frauen, die noch keinen Schul- oder Berufsabschluss in Deutschland erworben haben und neu zugewandert sind oder schon länger in Deutschland leben und nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Zugelassen sind zudem Asylbewerberinnen mit guter Bleibeperspektive oder aus nicht sicheren Herkunftsländern. Dieses niedrigschwellige Empowerment-Angebot vermittelt neben einer gemeinsamen Orientierung in frauen-und familienspezifischen Fragestellungen eine Sprachorientierung in Form von Alphabetisierungskursen oder Grundkenntnissen der deutschen Sprache. In Frankfurt bieten gemäß BAMF derzeit vier Träger in vier Stadtteilen MiA-Kurse an; weitere Kurse sind in Planung. Die Mittel sind nicht erschöpft, d.h. Träger können Mittel für weitere Kurse beantragen. Zusätzlich plant das BAMF hier eine Anhebung des Haushaltes.
  2. Deutsch4U-Kurse des Landes Hessen (Hess. Ministerium für Soziales und Integration) richten sich an Asylbewerber_innen und Geflüchtete, die bereits nach dem Landesaufnahmegesetz von den Kommunen aufgenommen wurden. Das Angebot ist auch offen für Geduldete und Menschen mit Migrationshintergrund, die sich dauerhaft und rechtmäßig in Hessen aufhalten und die keinen Anspruch auf Förderung oder keinen Zugang zu Integrationskursen haben. Diese niedrigschwelligen Sprachkurse und Sprach-Cafés haben neben der Sprachvermittlung auf dem Niveau Alphabetisierung sowie A1 bis hin zu B2 auch die Orientierung in den Themenfeldern Alltag, Familie und Erziehung, Wohnumfeld, Gesundheits- und Bildungssystem und Arbeitsmarkt zum Ziel. Kurskonzepte können nach Antragstellung auch die über das Niveau vom Integrationskurs hinausgehende Vermittlung von Sprachkenntnissen auf B2-Niveau zum Ziel haben.

Einige Kurse bieten unter bestimmten Voraussetzungen eine begleitende Kinderbetreuung an. Gemäß dem Regierungspräsidium Darmstadt stehen hier im Rahmen des jährlichen landesweiten Fördertopfes in Höhe von 2,5 Millionen Euro auch für Frankfurt weitere Mittel zur Verfügung. Aktuell werden in Frankfurt von sechs Trägern an sechs Standorten D4U-Kurse angeboten. Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten stellt gemäß der Förderrichtlinien Kooperationsschreiben für die beantragenden Träger aus.

  1. Mama-lernt-Deutsch-Kurse der Stadt Frankfurt am Main werden aktuell von der ASB Lehrerkooperative gGmbH an Grundschulen und Kindertagesstätten in verschiedenen Frankfurter Stadtteilen durchgeführt. Diese niederschwelligen Kurse streben das Sprachniveau A1 bis maximal A2 des Europäischen Referenzrahmens an und bieten eine gemeinsame Orientierung zu Themen aus dem Familienalltag der Frauen. Zudem bereiten sie die Mütter auf die Integrationskurse vor. Die Kurse bieten eine begleitende Kinderbetreuung an.
  2. Offene und niedrigschwellige Deutsch-Kurse und Sprach-Cafés auf ehrenamtlicher Basis werden stadtweit von verschiedenen Initiativen und Gemeinden angeboten. Diese sind i.d.R. für alle Deutschlernenden geöffnet. Die Stabsstelle Unterbringungsmanagement und Flüchtlinge der Stadt Frankfurt am Main listet unter Für Geflüchtete - Frankfurt-hilft Angebote in den verschiedenen Frankfurter Stadtteilen.

Die Volkshochschule bietet neben den Integrationskursen eine Vielzahl an Deutschkursen für verschiedene Zielgruppen an, ist jedoch auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 01.03.2001, § 8030 (M 42), Rahmenentgeltordnung der Volkshochschule Frankfurt am Main, zuletzt geändert am 23.08.2018, § 3031 (M 97) nach 1. der Rahmenentgeltordnung gebunden, privatrechtliche Entgelte zu erheben und 2. die Kosten der angebotenen Kurse und insbesondere der anfallenden Honorare durch freiberufliche Kursleitungen in einem Korridor zwischen 2 EUR bis 15 EUR je anfallende Unterrichtsstunde von 45 Minuten zu decken.

Im Zuge der beruflichen Qualifizierung und Integration in den Arbeitsmarkt bieten die Berufssprachkurse des Bundes (BAMF) im Anschluss an den Integrationskurs die Möglichkeit auf verschiedenen Sprachniveaustufen (B2 bis C2) berufsübergreifende Deutschkenntnisse zu erwerben. Verschiedene Spezialkurse richten sich an Personen, die sich im Anerkennungsverfahren zu akademischen Heilberufen und Gesundheitsfachberufen befinden oder an Personen, die sich im Bereich Gewerbe-Technik und Einzelhandel qualifizieren möchten. Zudem richtet sich ein weiterer Spezialkurs an Teilnehmende aus dem Integrationskurs, die das Niveau B1 nachweislich nicht erreicht haben. Teilnahmeberechtigt sind Zugewanderte aus Drittstaaten, Bürger_innen der EU und Deutsche mit Migrationshintergrund - jeweils mit einem Bedarf an sprachlicher Weiterqualifizierung im Anschluss an einen erfolgreich absolvierten Integrationskurs oder mit nachweisbaren Deutschkenntnissen auf B2 oder C1 Niveau. Teilnehmende müssen als arbeitsuchend gemeldet sein und/oder Leistungen nach SGB II oder III beziehen, eine Ausbildungsstelle suchen oder bereits in Ausbildung sein oder ein Anerkennungsverfahren für Ihren Berufs- bzw. Ausbildungsabschluss aus dem Herkunftsland durchlaufen.

Der Magistrat bestätigt den von der KAV beschriebenen Bedarf an kostenfreien und niedrigschwelligen Deutschlernangeboten.

Bund und Land stellen jedoch eine ausreichende und passgenaue Palette an Maßnahmen für die verschiedenen Zielgruppen und angestrebten Sprachniveaus sowie entsprechende Mittel zur Verfügung. Die Stadt Frankfurt am Main, Amt für multikulturelle Angelegenheiten, fördert zusätzlich das niedrigschwellige Deutschlernen von Müttern. Zudem bietet die VHS kostenreduzierte Kurse an. Die Landesfördermittel sowie auch die Mittel des Bundes für Deutschlernangebote sind aktuell nicht erschöpft, d.h. Frankfurter Träger können weitere Mittel abrufen und zur weiteren Deckung der Bedarfe entsprechende Maßnahmen zum Deutschlernen anbieten. Mittel für Erstorientierungs- und MiA-Kurse werden darüber hinaus mit Blick auf das Ankommen von Geflüchteten aus der Ukraine in Kürze aufgestockt. Vor diesem Hintergrund ist eine zusätzliche Finanzierung von Deutschkursen seitens der Stadt Frankfurt nicht zielführend und als Parallelangebot und Doppelfinanzierung einzuordnen.

Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten stellt über www.amka.de sowie die im stadtRAUMfrankfurt angesiedelte AmkA.Info und AmkA.Info - Wir wissen, wer hilft | AMKA entsprechende Informationen zu Deutschlernangeboten für Zugewanderte und Ratsuchende zur Verfügung. Die Broschüre des AmkA Deutsch lernen in Frankfurt / AMKA informiert Deutschlernende in Leichter Sprache zum Deutschlernen in Frankfurt.

Über seine Arbeitskreise und Netzwerke informiert das AmkA Träger regelmäßig über entsprechende Fördermöglichkeiten. Zudem listet die Übersicht "Förderprogramme für Sprachlernangebote" des AmkA Fördermöglichkeiten für Träger auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie weitere Anlaufstellen (AmkA_Liste_Foerderprogramme fuer Spachlernangebote.pdf).

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 22. November 2021KK 52Mehr Angebote für kostenfreie Deutschkurse in FrankfurtKAV-Anregung
  2. 20. Mai 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 26 Wochen
    BB 222Mehr Angebote für kostenfreie Deutschkurse in Frankfurt
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 9 · 30.06.2022
TO I, TOP 15
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 222 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltFRAKTION
Sonstige:
ÖkoLinX-ELF (Kenntnis)BFF-BIG (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Kenntnis)

Ausschusses für Bildung und Schulbau
Sitzung 9 · 04.07.2022
TO I, TOP 28
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 222 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltFRAKTION
Sonstige:
ÖkoLinX-ELF (Kenntnis)BFF-BIG (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Kenntnis)

Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa
Sitzung 9 · 07.07.2022
TO I, TOP 11
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 222 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeAfDVolt
Sonstige:
FDP (Kenntnis)ÖkoLinX-ELF (Kenntnis)BFF-BIG (Kenntnis)FRAKTION (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., AfD und Volt Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION (= Kenntnis)

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen