Multifunktionale Flächennutzung bei Starkregenereignissen
Zusammenfassung
Die Anfrage zielt darauf ab, die Möglichkeiten der multifunktionalen Flächennutzung zur Hochwasservorsorge in Frankfurt zu prüfen. Insbesondere sollen Konzepte zur Nutzung von Retentionsflächen und deren Umsetzbarkeit in gefährdeten Gebieten untersucht werden. Ziel ist es, durch geeignete Maßnahmen Schäden bei Starkregenereignissen zu minimieren und gleichzeitig die Klimaanpassung zu fördern.
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Thema Stadtplanung verfolgenFragen an den Magistrat
Die Stadt Frankfurt hat allen Bürger*innen durch die öffentlich einsehbare Starkregengefahrenkarte (https://frankfurt.de/themen/umwelt-und-gruen/umwelt-und-gruen-a-z/wasser/starkr egen/starkregengefahrenkarten) ein wichtiges Tool an die Hand gegeben um gefährdete Stellen vorab zu identifizieren. Nun, da die Gefahr einschätzbar geworden ist, sollte auch entsprechend gehandelt werden.
Eine von der Deutschen Bundestiftung Umwelt geförderte Arbeitshilfe für Multifunktionale Retentionsflächen (kurz Muriel) zeigt viele bereits erfolgreich umgesetzte oder geplante Beispiele für Hochwasserschutz durch Bau von Retentionsflächen (https://www.dahlem-ingenieure.de/fileadmin/content/images/ aktuelles/projektnews/MURIEL_Teil_3_Arbeitshilfe.pdf).
Auch in Frankfurt könnten, ergänzend zu dem Prinzip der "Schwammstadt", diese Flächen in besonders gefährdeten Bereichen Schaden abwenden.
Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:
- Wie beurteilt der Magistrat die in der Arbeitshilfe "Muriel" vorgestellten Konzepte im Hinblick auf ihre Umsetzbarkeit in Frankfurt?
- Welche der in der Starkregengefahrenkarte identifizierten Flächen könnten durch Retentionsflächen wie Sport- und Spielplätze, Retentionsflächen in Parkanlagen, Mulden im Straßenbereich, Platzumgestaltungen oder andere der in "Muriel" beschriebenen Maßnahmen bei Starkregenereignissen geschützt werden?
- Welche der als gefährdet identifizierten Flächen könnten durch sogenannte "blue roofs" (Retentionsgründächer) geschützt werden?
- Am Beispiel von Spielplätzen: Erhöhen sich die Kosten (und wenn ja um wieviel Prozent) für den Neubau, wenn ein durchschnittlich großer Spielplatz zusätzlich als Retentionsfläche bei Starkregenereignissen dienen soll?
- Welche Möglichkeiten bestehen, um Parks effektiv als Retentionsfläche zu nutzen?
- Hält es der Magistrat für sinnvoll, aus Gründen der Klimaanpassung im heißen Sommer Retentionsflächen auch in Gebieten anzulegen, die nicht primär als hochwassergefährdet eingestuft sind?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 28. September 2023Sie sind hierAA 244Multifunktionale Flächennutzung bei StarkregenereignissenSTVV-Anfrage · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 18. Dezember 2023Antwort des Magistrats · nach 12 WochenBB 483Multifunktionale Flächennutzung bei StarkregenereignissenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate