Frankfurt hat gewählt. Und jetzt?

Frankfurt hat gewählt. 254.453 Frankfurterinnen und Frankfurter haben am 15. März ihre Stimme abgegeben, eine Wahlbeteiligung von 49,6%. Das ist der höchste Wert seit über 20 Jahren und ein klares Signal: Die Menschen interessieren sich für ihre Stadt.
Wir haben alle Ergebnisse aufbereitet: Stadtverordnetenwahl, alle 16 Ortsbeiratswahlen und die Ausländerbeiratswahl. Interaktiv, vergleichbar, transparent.
Alle Ergebnisse interaktiv erkunden
Sitzverteilung, Koalitionsrechner, Ortsbeiratswahlen: alle Zahlen auf einen Blick.
Zur Analyse-Seite →Die wichtigsten Ergebnisse
Die CDU ist mit 25% stärkste Kraft in der neuen Stadtverordnetenversammlung und holt 23 der 93 Sitze. Die GRÜNEN verlieren 3,8 Prozentpunkte und landen bei 20,8%. Die SPD kommt auf 16,6%, Die Linke legt auf 9,2% zu. Auffällig: Die AfD verdoppelt sich fast auf 8,2%.
Mit 17 Parteien und Listen ist das Stadtparlament so fragmentiert wie nie zuvor. Und die bisherige Römer-Koalition aus GRÜNE, SPD, FDP und Volt? Kommt nur noch auf 43 Sitze. Vier zu wenig für eine Mehrheit.
Rechnerisch möglich sind nur drei Bündnisse: eine Kenia-Koalition (CDU+SPD+GRÜNE, 57 Sitze), Rot-Grün-Rot-Volt (48 Sitze) oder Schwarz-Grün-Volt (haarscharf 47 Sitze). Auf unserer Analyse-Seite könnt ihr die Sitzverteilung, den Koalitionsrechner und alle Details selbst erkunden.
Was in den Ortsbezirken passiert ist
Die Ortsbeiratswahl erzählt eine andere Geschichte als die Stadtwahl. In den Innenstadtbezirken dominieren die GRÜNEN: im Nordend mit 31,9%, in Bornheim/Ostend mit 28,9%. Am Stadtrand ist die CDU klar vorne: Nieder-Erlenbach 49,4%, Harheim 44,9%.
Die Wahlbeteiligung ist überall gestiegen, ausnahmslos in allen 16 Bezirken. Aber die Spanne bleibt groß: In Höchst/Griesheim gehen 38,5% wählen, in Nieder-Erlenbach 64,3%. Fast doppelt so viel.
Wie sich die Parteistärken in den Bezirken über drei Wahlen verschoben haben, zeigt unser Vergleich 2016–2021–2026.
Die andere Seite: Was zwischen den Wahlen passiert
Die steigende Wahlbeteiligung ist ermutigend. Aber eine repräsentative Umfrage der Stadt Frankfurt zeichnet ein differenzierteres Bild. Die Studie „Leben in Frankfurt 2025” mit über 8.000 Teilnehmenden zeigt:
- 91% waren in den letzten 12 Monaten nie bei einer Ortsbeiratssitzung
- 56% wissen nichts über die Themen ihres Ortsbeirats
- 37% kennen keine Beteiligungsmöglichkeiten
- Aber 61% sagen: Es macht einen Unterschied, welche Parteien regieren
Die Lücke ist offensichtlich. Die Menschen halten Kommunalpolitik für relevant. Aber was zwischen den Wahlen in ihrem Stadtteil passiert, bleibt für die meisten unsichtbar.
Warum es Frankfurt Gestalten braucht
Genau diese Lücke wollen wir füllen. Nicht als Ersatz für Ortsbeiratssitzungen, sondern als niedrigschwelliger Einstieg: Was wird in deiner Straße, deinem Viertel, deinem Ortsbezirk gerade verhandelt?
Die Verwaltung denkt in Akten und Verfahren. Bürgerinnen und Bürger denken in Straßen und Nachbarschaften. Wir übersetzen das eine ins andere.
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Neue Legislaturperiode, neuer Anfang
Die Wahl ist vorbei, die eigentliche Arbeit beginnt jetzt. In den nächsten Wochen werden neue Koalitionen verhandelt, neue Ortsbeiräte konstituiert, neue Anträge gestellt. Wer wissen will, was dabei herauskommt, ist hier richtig.
Erkundet die Ergebnisse:
- Wahlergebnis 2026: Alle Zahlen im Detail
- Wahlen im Vergleich: Drei Wahlen, eine Stadt
- Wahlergebnis 2021: Rückblick auf die letzte Wahl
Bleibt dran:
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