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Schließung der Filiale der Frankfurter Sparkasse Wächtersbacher Straße

Vorlagentyp: STMagistrat
5 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

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Inhalt

Stellungnahme des Magistrats vom 19.05.2003, ST 647

Betreff:

Schließung der Filiale der Frankfurter Sparkasse Wächtersbacher Straße

Die Frankfurter Sparkasse verfolgt eine am Gemeinwohl orientierte Geschäftspolitik. Dazu gehört auch eine flächendeckende Versorgung mit Bankdienstleistungen. Allerdings ist eine stabile Ertragslage unabdingbare Voraussetzung, um diese Ziele verfolgen zu können und um den bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden. Angesichts der konjunkturellen Lage und des harten Preiswettkampfs im Finanzdienstleistungssektor ist die Frankfurter Sparkasse gezwungen, tiefgreifende Einschnitte vorzunehmen, um ihre Existenz auch auf Dauer zu sichern. Da Preiserhöhungen am Markt nicht durchsetzbar sind, wurden eine Reihe von Maßnahmen zur Kostensenkung beschlossen, zu denen die Optimierung des Geschäftsstellennetzes gehört, was auch die Schließung der Geschäftsstelle in der Wächtersbacher Straße zur Folge hat.

An diesem Standort verbleiben sowohl ein Geldausgabeautomat als auch ein Kontoauszugsdrucker, sodass die Kunden weder von der Bargeld- noch von der Informationsversorgung abgeschnitten werden. Die nächste Geschäftsstelle der Frankfurter Sparkasse im Riederwald Schaefflestraße 24 befindet sich etwa in 1.000 Meter Entfernung.

Bei den angesprochenen bereits schon stattgefundenen Schließungen von zwei Geschäftsstellen in Fechenheim-Süd handelte es sich um eine Zusammenlegung von drei sich in unmittelbarer Nähe zueinander befindlichen Geschäftsstellen im Zuge der Fusion der Frankfurter Sparkasse mit der Stadtsparkasse Frankfurt am Main. Die daraus entstandene räumlich größere und komfortabler ausgestattete Filiale, die weiterhin in Fechenheim-Süd bestehen bleibt, entspricht den Kundenbedürfnissen und steht den Fechenheimer Bürgern weiterhin nach Schließung der Filiale in Fechenheim-Nord zur Verfügung.

Die Frankfurter Sparkasse unterhält zur Zeit ein Filialnetz mit 88 Standorten im Geschäftsgebiet. Davon befinden sich 73 Standorte im Stadtgebiet von Frankfurt am Main. Damit verfügt die Frankfurter Sparkasse immer noch über das mit weitem Abstand dichteste Geschäftsstellennetz im Stadtgebiet. Zusätzlich sind 22 BetreuungsCenter, in denen individuelle Beratungsleistungen angeboten werden und ein Immobiliencenter, zu berücksichtigen. Die drei Großbanken und die Frankfurter Volksbank als wichtigste Wettbewerber kommen zusammen auf 73 Zweigstellen, wobei das nächstgrößere Zweigstellennetz der Frankfurter Volksbank nur 23 Standorte aufweist.

Innerhalb Frankfurts steht statistisch für jeweils 1.108 Einwohner eine Bankfiliale zur Verfügung. Dies ist weit mehr als im hessischen Durchschnitt und im Mittel der Bundesrepublik Deutschland. Es ist davon auszugehen, dass Frankfurt damit über die höchste Bankstellendichte in Deutschland verfügt. Die Versorgung der Bevölkerung und der mittelständischen Wirtschaft mit Bankdienstleistungen kann somit als gewährleistet angesehen werden. Die Frankfurter Sparkasse ist in nahezu allen Stadtteilen, in den wichtigen Einkaufsbereichen und an allen Hauptverkehrsstraßen präsent. In der Regel ist in einer Entfernung von maximal 1,5 bis 2 Kilometern immer eine Geschäftsstelle der Sparkasse erreichbar. Darüber hinaus stehen für die Bargeldversorgung derzeit 155 Geldautomaten zur Verfügung, welche nicht nur innerhalb der Filialen, sondern ebenfalls in Einkaufszentren, Fußgängerzonen, Krankenhäusern, Altenwohnanlagen und bei Großbetrieben installiert sind.

Die notwendige Optimierung des stationären Vertriebsnetzes erfolgt auch vor dem Hintergrund eines spürbar gewandelten Nachfrageverhaltens der Bankkunden. Immer mehr Menschen erledigen ihre Bankgeschäfte bequem von zu Hause oder dem Büro aus über den PC und das Internet unabhängig von Öffnungszeiten. Diesem sich weiter verstärkenden Trend trägt auch die im Wettbewerb stehende Frankfurter Sparkasse Rechnung. Neben den dazu üblichen Einrichtungen verfügt das Institut seit April 2000 als einzige Bank mit der 1822-ServiceLine über einen besonderen Telefonservice. Unter Nutzung des telefonischen Zugangsweges können hier rund um die Uhr in persönlicher Kommunikation ohne zusätzliche Kosten Bankgeschäfte erledigt werden. Dieses Angebot stellt gerade unter sozialen Aspekten eine unkomplizierte und bedürfnisorientierte Form der Bereitstellung einer Bankdienstleistung dar.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 15. April 2003OFOF 369/11Schließung der Filiale der Frankfurter Sparkasse Wächtersbacher StraßeOrtsbeiratsantrag · SPD
  2. 5. Mai 2003OMOM 2014Schließung der Filiale der Frankfurter Sparkasse Wächtersbacher StraßeDirektanregung
  3. 19. Mai 2003Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 5 Wochen
    STST 647Schließung der Filiale der Frankfurter Sparkasse Wächtersbacher Straße
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
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