Endlich wieder Trinkwasser aus dem Hohen Brunnen?
Zusammenfassung
Der Magistrat wird aufgefordert, aus dem Hohen Brunnen in der oberen Berger Straße wieder Trinkwasser in Qualität fließen zu lassen. Dies geschieht im Kontext der Verpflichtung aus dem Eingemeindungsvertrag von 1877 und der aktuellen Notwendigkeit aufgrund des Klimawandels.
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Der Magistrat wird aufgefordert, aus dem historischen Hohen Brunnen in der oberen Berger Straße wieder Wasser in Trinkwasserqualität laufen zu lassen, zumal in dem Koalitionspapier der neuen Stadtverordnetenkoalition von GRÜNEN, SPD, FDP und Volt endlich die Errichtung neuer Trinkwasserstellen und Toiletten im Stadtgebiet festgeschrieben wurde.
Begründung
Der im Jahre 1827 errichtete Hohe Brunnen war die erste kommunale Wasserleitung für das damalige zu Frankfurt gehörige Dorf. Im Eingemeindungsvertrag von 1877 verpflichtete sich die Stadt Frankfurt am Main, den Hohen Brunnen an die Quellwasserleitung anzuschließen und den Bornheimerinnen und Bornheimer einwandfreies Trinkwasser zu gewähren. Durch den aktuellen Klimawandel und die damit verbundenen längeren Hitzeperioden erinnern wir hiermit an die damals eingegangene Verpflichtung. Nachfolgend § 12 des Eingemeindungsvertrages von 1877: "Die städtischen Behörden verpflichten sich, dafür zu sorgen, dass die Frankfurter Quellwasserleitung in Bornheim in möglichst naher Zeit, spätestens aber binnen fünf Jahren eingeführt und nicht bloß den Hausbesitzern der Bezug des Wassers unter denselben Bedingungen, wie solche für Frankfurt selbst festgestellt sind, ermöglicht, sondern auch da, wo dies notwendig ist, öffentliche Brunnen und Feuerkranen auf städtische Kosten errichtet werden." Bei der Vorstellung des Koalitionspapiers der neuen Stadtverordnetenkoalition von GRÜNEN, SPD, FDP und Volt wird als Standort für eine neu zu schaffende Trinkwassereinrichtung das Bornheimer Fünffingerplätzchen vorgeschlagen, aber bereits 150 Meter nördlich steht seit 226 Jahren, eines der Bornheimer Wahrzeichen, der Hohe Brunnen. Er spendet zeitweilig immer noch Wasser und sogar aus der Trinkwasserleitung. Nur muss der Brunnen entsprechend der Hygienerichtlinien ertüchtigt werden. Was vergleichend mit anderen herausragenden technischen Errungenschaften, wie beispielsweise der bemannten Mondlandung oder der unbemannten Marslandung, bei der Wasser auf dem Planeten Mars nachgewiesen wurde, nicht allzu schwer sein dürfte.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 24. Mai 2021OFOF 36/4Endlich wieder Trinkwasser aus dem Hohen Brunnen?Ortsbeiratsantrag · dFfm
- 8. Juni 2021Sie sind hierOMOM 247Endlich wieder Trinkwasser aus dem Hohen Brunnen?Direktanregung
- 30. August 2021Antwort des Magistrats · nach 14 WochenSTST 1499Endlich wieder Trinkwasser aus dem Hohen Brunnen?Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2als Direktanregung an den Magistrat
- 3Magistrat prüft
- 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat
Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats