Was unternimmt die Stadt Frankfurt zum Schutz der Kinder im Frankfurter Süden vor den Auswirkungen von Fluglärm?
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Thema Wohnen verfolgenBegründung
zum Schutz der Kinder im Frankfurter Süden vor den Auswirkungen von Fluglärm? Der Ortsbeirat 5 bittet den Magistrat um Auskunft über die geplanten Sofort-Maßnahmen zum Schutz der Kinder in den von Fluglärm höchstbelasteten Stadtteilen Oberrad, Sachsenhausen, Niederrad. Begründung: Am 4.11.2014 wurde das erste Teilergebnis der NORAH-Studie veröffentlicht. Das sogenannte Kindermodul förderte besorgniserregende Ergebnisse zu Tage. Schon ein halbes Jahr nach Eröffnung der Landebahn Nordwest Frühjahr 2012 lagen die Kinder der 2. Klasse aus den höchstbelasteten Gebieten in der Rhein-Main-Region gegenüber den Kindern in den nur leicht belasteten Gebieten bis zu Monate beim Lesenlernen zurück. Die Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten unserer Kinder war also schon nach wenigen Monaten unter hoherLärmbelastung zwischen 39 bis 59 dB erheblich. Inzwischen sind drei Jahre vergangen. Die Kinder der derzeitigen zweiten Klassen wurden nun schon fast ihr halbes Leben mit Lärm belastet. Es ist davon auszugehen, dass bei einer widerholten Durchführung des Kindermoduls der NORAH-Studie in 2-3 Jahren die Folgeergebnisse noch drastischer ausfallen würden. Durch die Ergebnisse des Kindermoduls wird auch deutlich, dass passiver Lärmschutz - der zum Beispiel an Niederräder Schulen bislang nicht installiert wurde - keinesfalls ausreichend sein wird. Auch die von der Landesregierung vorgeschlagenen Lärmpausenmodelle werden keine echte Entlastung bringen, weil Lärm nur verschoben wird. Die einzige echte Entlastung, die betriebsabhängige Stilllegung der Landebahn Nordwest, wird bislang sowohl von der Stadt Frankfurt als auch vom Land Hessen ohne nachvollziehbare Begründung abgelehnt. Die Bürger müssen jetzt schnellstmöglich darüber informiert werden, welche Maßnahmen die Stadt Frankfurt zum Schutz ihrer Kinder ergreifen wird.
Inhalt
Antrag vom 13.11.2014, OF 997/5
Betreff: Was unternimmt die Stadt Frankfurt zum Schutz der Kinder im Frankfurter Süden vor den Auswirkungen von Fluglärm? Der Ortsbeirat 5 bittet den Magistrat um Auskunft über die geplanten Sofort-Maßnahmen zum Schutz der Kinder in den von Fluglärm höchstbelasteten Stadtteilen Oberrad, Sachsenhausen, Niederrad.
Begründung: Am 4.11.2014 wurde das erste Teilergebnis der NORAH-Studie veröffentlicht. Das sogenannte Kindermodul förderte besorgniserregende Ergebnisse zu Tage. Schon ein halbes Jahr nach Eröffnung der Landebahn Nordwest Frühjahr 2012 lagen die Kinder der 2. Klasse aus den höchstbelasteten Gebieten in der Rhein-Main-Region gegenüber den Kindern in den nur leicht belasteten Gebieten bis zu Monate beim Lesenlernen zurück. Die Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten unserer Kinder war also schon nach wenigen Monaten unter hoherLärmbelastung zwischen 39 bis 59 dB erheblich. Inzwischen sind drei Jahre vergangen. Die Kinder der derzeitigen zweiten Klassen wurden nun schon fast ihr halbes Leben mit Lärm belastet. Es ist davon auszugehen, dass bei einer widerholten Durchführung des Kindermoduls der NORAH-Studie in 2-3 Jahren die Folgeergebnisse noch drastischer ausfallen würden. Durch die Ergebnisse des Kindermoduls wird auch deutlich, dass passiver Lärmschutz - der zum Beispiel an Niederräder Schulen bislang nicht installiert wurde - keinesfalls ausreichend sein wird. Auch die von der Landesregierung vorgeschlagenen Lärmpausenmodelle werden keine echte Entlastung bringen, weil Lärm nur verschoben wird. Die einzige echte Entlastung, die betriebsabhängige Stilllegung der Landebahn Nordwest, wird bislang sowohl von der Stadt Frankfurt als auch vom Land Hessen ohne nachvollziehbare Begründung abgelehnt. Die Bürger müssen jetzt schnellstmöglich darüber informiert werden, welche Maßnahmen die Stadt Frankfurt zum Schutz ihrer Kinder ergreifen wird.Beratung im Ortsbeirat: 5
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 13. November 2014 brachte SPD im Ortsbeirat 5 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 28.11.2014 im OBR 5 abgelehnt.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU und GRÜNE gegen SPD, FAG, FDP und FREIE WÄHLER (= Annahme)