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Flughafen-Kampagne .Ja-zu-Fra. sofort stoppen!

Vorlagentyp: OFSPD
1 SitzungAbgelehnt

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Begründung

"Ja-zu-Fra" sofort stoppen! Der Ortsbeirat 5 bittet den Magistrat,die Stadt Frankfurt in Ihrer Gesellschafterrolle, sowie durch die sie vertretenden AR -Mitglieder den Vorstand der FRAPORT AG umgehend aufzufordern, die Image-Kampagne Ja-zu-Fra sofort zu stoppen. Begründung: Seit der Veröffentlichung der Ergebnisse des Kindermoduls der NORAH-Studie Anfang November ist auch den FRAPORT Gesellschaftern bekannt, dass durch die hohe Fluglärmbelastung die kognitiven Leistungen unserer Kinder in den hochbelasteten Stadtteilen Oberrad, Sachsenhausen und Niederrad kausal signifikant eingeschränkt werden. Die Leselernverzögerung liegt hier bis zu drei Monaten. Die berichtete Momentaufnahme dieser Untersuchung aus den Erhebungen bei 29 Schulen im Rhein-Main-Gebiet 2012/2013 weist ferner darauf hin, dass die Lernfähigkeit der Schüler sich nicht nur auf den untersuchten Bereich des Lesens, sondern sich sicherlich auf alle anderen nicht untersuchten Fächer auswirken und bei den gegebenen Bedingungen verstetigen oder verstärken wird. [1] Die Autorin Frau Prof. Dr. Klatte weist wie der wissenschaftliche Beirat im Bericht darauf hin , dass die Ergebnisse im Wesentlichen die bereits 2005 in Lancet publizierte RANCH Studie damals an den Flughäfen London,Amsterdam und Madrid erhoben widerspigeln. Als Gesellschafter und Aufsichtsräte der Fraport AG sollte Vertreter der Stadt Frankfurt, deren Kinder in ihrer Entwicklung durch Fluglärm dauerhaft stark kausal eingeschränkt werden, dafür Sorge tragen, dass sich die Verursacherin der Einschränkung der Lernentwicklung der Kinder unserer Stadt nicht durch eine viele Millionen Euro teure Imagekampagne reinwäscht. Und besonders nicht, wenn die Verursacherin die Folgen der Lärmbelastung für unseren Kindern in ihren öffentlichen Äußerungen[2] verharmlost. Viel mehr sollte die FRAPORT AG jedwede Möglichkeit ausschöpfen, die Lärmbelastung möglichst zu reduzieren, damit unseren Kindern eine unbeeinträchtigte schulische Entwicklung und unbeschwerte Lebensqualität gewahrt werden kann.

Inhalt

Antrag vom 13.11.2014, OF 993/5

Betreff: Flughafen-Kampagne "Ja-zu-Fra" sofort stoppen! Der Ortsbeirat 5 bittet den Magistrat,die Stadt Frankfurt in Ihrer Gesellschafterrolle, sowie durch die sie vertretenden AR -Mitglieder den Vorstand der FRAPORT AG umgehend aufzufordern, die Image-Kampagne Ja-zu-Fra sofort zu stoppen.

Begründung: Seit der Veröffentlichung der Ergebnisse des Kindermoduls der NORAH-Studie Anfang November ist auch den FRAPORT Gesellschaftern bekannt, dass durch die hohe Fluglärmbelastung die kognitiven Leistungen unserer Kinder in den hochbelasteten Stadtteilen Oberrad, Sachsenhausen und Niederrad kausal signifikant eingeschränkt werden. Die Leselernverzögerung liegt hier bis zu drei Monaten. Die berichtete Momentaufnahme dieser Untersuchung aus den Erhebungen bei 29 Schulen im Rhein-Main-Gebiet 2012/2013 weist ferner darauf hin, dass die Lernfähigkeit der Schüler sich nicht nur auf den untersuchten Bereich des Lesens, sondern sich sicherlich auf alle anderen nicht untersuchten Fächer auswirken und bei den gegebenen Bedingungen verstetigen oder verstärken wird. [1] Die Autorin Frau Prof. Dr. Klatte weist wie der wissenschaftliche Beirat im Bericht darauf hin , dass die Ergebnisse im Wesentlichen die bereits 2005 in Lancet publizierte RANCH Studie damals an den Flughäfen London,Amsterdam und Madrid erhoben widerspigeln. Als Gesellschafter und Aufsichtsräte der Fraport AG sollte Vertreter der Stadt Frankfurt, deren Kinder in ihrer Entwicklung durch Fluglärm dauerhaft stark kausal eingeschränkt werden, dafür Sorge tragen, dass sich die Verursacherin der Einschränkung der Lernentwicklung der Kinder unserer Stadt nicht durch eine viele Millionen Euro teure Imagekampagne reinwäscht. Und besonders nicht, wenn die Verursacherin die Folgen der Lärmbelastung für unseren Kindern in ihren öffentlichen Äußerungen[2] verharmlost. Viel mehr sollte die FRAPORT AG jedwede Möglichkeit ausschöpfen, die Lärmbelastung möglichst zu reduzieren, damit unseren Kindern eine unbeeinträchtigte schulische Entwicklung und unbeschwerte Lebensqualität gewahrt werden kann.Beratung im Ortsbeirat: 5

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet

Der Weg dieser Vorlage

Am 13. November 2014 brachte SPD im Ortsbeirat 5 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 28.11.2014 im OBR 5 abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 5
Sitzung 36 · 28.11.2014
TO I, TOP 31
Abgelehnt
Die Vorlage OF 993/5 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneFDPFreie Wähler
Ablehnung:
SPDFAG
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, FDP und FREIE WÄHLER gegen SPD und FAG (= Annahme)

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung