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Priorität für das Kindeswohl bei der Haushaltsplanung: Pflicht-Hitzemessung, Integration von KLUG- und HAGE-Vorgaben und Bereitstellung eines sofortigen…

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Priorität für das Kindeswohl bei der Haushaltsplanung: Pflicht-Hitzemessung, Integration von KLUG- und HAGE-Vorgaben und Bereitstellung eines sofortigen Sonderbudgets für den Hitzeschutz in städtischen Kindertagesstätten (Kita Frankfurt) im Ortsbezirk 8 - Gleichziehen mit freien Trägern unter Berücksichtigung von Personalnot, Krankenstand und Ganztagsbelastung

Vorlagentyp: OFBFF-FREIE WAHLER
10 Stationen im Verfahren
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Idee
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Zusammenfassung

Der Antrag fordert die Bereitstellung eines Sonderbudgets für den Hitzeschutz in städtischen Kindertagesstätten im Ortsbezirk 8. Dies ist dringend notwendig, um die Gesundheit von Kleinkindern und Erzieherinnen zu schützen. Ziel ist es, die städtischen Kitas gleichzustellen mit freien Trägern und die notwendige Ausstattung aufmerksam zu machen.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Antrag

Der Ortsbeirat möge beschließen:

  1. ) Der Magistrat wird aufgefordert, für die städtischen Kindertagesstätten (Eigenbetrieb Kita Frankfurt) im Ortsbezirk 8 - namentlich dem Kinderzentrum Alt-Heddernheim, dem Kinderzentrum Niederurseler Landstraße sowie den Einrichtungen am Nidaforum - ein sofortiges Sonderbudget für den Hitzeschutz freizugeben. Hierbei ist sicherzustellen, dass die städtischen Kitas im Ortsbezirk 8 im gesamtstädtischen Vergleich nicht benachteiligt und gegenüber den Initiativen in anderen Ortsbezirken prioritär behandelt werden. Der Magistrat wird verpflichtet, dem Ortsbeirat bis zur übernächsten Sitzung im Januar 2027 Bericht über die Bereitstellung der Mittel und den Einbau eines flächendeckenden Hitzemesssystems zu erstatten.
  2. ) Folgende Komponenten sind ohne Aufschub umzusetzen:

a) Verpflichtende Hitzemessung & Gleichbehandlung

Ausstattung aller Gruppen-, Schlafräume und Personalräume mit fest installierten, protokollierenden Hitzemessgeräten. Ab 26 °C Raumtemperatur muss das System den Übergang in den Hitze-Betreuungsmodus signalisieren; ab 30 °C müssen dokumentierte Notfallmaßnahmen zum Gesundheitsschutz greifen. In analoger Anwendung stadtweiter Hitzeschutzanfragen (wie V 114 2026 für den OBR 9 und V 111 2026) fordert der OBR 8 hierbei die lückenlose Erfassung der baulich-klimatischen Belastung aller bezirkseigenen Kitas.

b) Umsetzung des KLUG- und HAGE-Kita-Stufenplans

Verlegung von Outdoor-Aktivitäten ausschließlich in die kühlen Morgenstunden ab 26 °C, verpflichtende, protokollierte Trinkpausen und hitzeangepasste, leichte Verpflegung sowie die unbedingte Verschattung aller Sandkästen und Außenbereiche durch großflächige Sonnensegel. Dies dient dem Gleichzug mit anderen Ortsbezirken, in denen bereits flächendeckende Verschattungen und Schutzkonzepte forciert werden (vgl. V 82 2026).

c) Schutz des Personals bei extremer Ganztagsbelastung

Angesichts des eklatanten Personalmangels in den Frankfurter Kitas und einem ohnehin drastischen Krankenstand muss der Stufenplan sicherstellen, dass die verbleibenden Fachkräfte in den langen Ganztags-Betreuungsphasen bis zum späten Nachmittag durch Entlastungszeiten geschützt werden, um einen totalen Kollaps des Betreuungssystems im Ortsbezirk 8 zu verhindern. Hierbei wird direkt an die geltenden Grundsätze des Arbeitsschutzes bei steigenden Temperaturen am Arbeitsplatz angeknüpft, wie sie stadtweit auch für andere Arbeitnehmer eingefordert werden (F 198 2026).

d) Finanzielle Gleichstellung (1-Million-Euro-Signal) Die Stadt Frankfurt wird aufgefordert, finanziell umgehend mit freigemeinnützigen Trägern gleichzuziehen. Analog zum Evangelischen Regionalverband Frankfurt und Offenbach, der ein Sonderbudget von einer Million Euro für den Hitzeschutz seiner Kitas bereitgestellt hat, sind für die städtischen Kitas im Ortsbezirk die notwendigen Budgets für technische Nachrüstungen unverzüglich freizugeben.

e) Passiver Hitzeschutz und Klimareferat-Schnittstelle Das Amt für Bauen und Immobilien (ABI) wird verpflichtet, bei anstehenden Sanierungen, Teilsanierungen (gemäß V 120 2026) und Fensteraustauschen im Bezirk konsequent Hitzeschutzfenster mit selektiver Sonnenschutzverglasung einzusetzen. Bei der Planung von Dach- und Fassadenbegrünungen sowie energetischen Sanierungen sind das städtische Klimareferat (hinsichtlich bestehender Beratungsleistungen und Förderrichtlinien) sowie lokal erfahrene Unternehmen (wie das in Frankfurt ansässige Unternehmen Green Roofing) frühzeitig in der Planungsphase einzubinden.

f) Nutzung von Bürgerenergie Für die energetische Ausstattung und solare Verschattung von Kitagebäuden ist die Kooperation mit der Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft (FraBeG) zu prüfen, die sich bereits im Ortsbeirat 8 vorgestellt hat und deren Solaranlagen-Konzept an der nahen Josephine-Baker-Schule auf dem Riedberg bereits im ersten Jahr (Stand Nov. 2025) erfolgreich über 49 MWh grünen Strom produziert hat.

g) Trinkwassergarantie nach Koalitionsvertrag In Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten Ausweitung öffentlicher Trinkwasserangebote hat der Magistrat sicherzustellen, dass jede Kita über ausreichend frei zugängliche Trinkbrunnen und Wasserspender verfügt. Diese sind bei Neubauten und Sanierungen von Anfang an mit zu planen. Langfristig ist die Ausstattung jedes Unterrichtsraums mit einem Waschbecken anzustreben.

Begründung

Kleinkinder können ihre Körpertemperatur noch nicht wie Erwachsene regulieren und sind medizinisch eine absolute Hochrisikogruppe. Auch für die Erzieherinnen und Erzieher bedeutet die Arbeit in überhitzten Räumen - ob im historischen Schloss Heddernheim oder in den Zweckbauten der Nordweststadt - eine extreme körperliche Belastung.

Das Frankfurter Gesundheitsamt und die Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAGE) haben erst am 9. September 2026 bei einer Fachkräfteschulung dargelegt, dass aktiver Hitzeschutz ein unumgänglicher Baustein des Kindeswohls in der Klimakrise ist. Es ist paradox, wenn die Landes- und Stadtbehörden Hitzeschutzpläne lehren, die Stadt Frankfurt diese mangels Budgets in den eigenen Einrichtungen aber nicht finanziert.

Die Gewerkschaft ver.di schlägt seit Jahren Alarm wegen der Belastungen: Laut Daten des hessischen Sozialministeriums fällt das pädagogische Personal in der Kinderbetreuung mit durchschnittlich fast 31 Tagen im Jahr ohnehin rund 50 % häufiger aus als andere Berufsgruppen (Schnitt: 21 Tage). In Frankfurt fehlen aktuell über 300 Planstellen in den Kitas. Hitze wirkt hier als medizinischer und struktureller Brandbeschleuniger.

Ein entscheidender Grund für das sofortige Handeln ist die Vermeidung einer Benachteiligung der Kitas im Ortsbezirk 8. Während freie Träger in Frankfurt bereits erhebliche Sonderbudgets (wie die 1 Million Euro des Evangelischen Regionalverbandes) mobilisieren und andere Ortsbezirke eigene Initiativen für den Hitzeschutz auf den Weg bringen (vgl. V 82 2026 und V 114 2026), dürfen die Kinder und das Betreuungspersonal in den städtischen Einrichtungen des Eigenbetriebs Kita Frankfurt in Heddernheim, Niederursel und Praunheim nicht zu Bürgern zweiter Klasse werden.

Gemäß der stadtweiten Fürsorgepflicht, die auch in den Arbeitsschutzregelungen (F 198 2026) verankert ist, muss die Stadt für ihre eigenen Angestellten und die ihnen anvertrauten Kinder dieselben Schutzstandards garantieren wie sie überall sonst gefordert werden.

Unsere Kinder sind unsere Zukunft - es ist nicht länger hinnehmbar, warum Frankfurt als weltbekannte Bankenstadt die Büros der Finanzwirtschaft kühlt, aber bei den Jüngsten in den städtischen Kitas spart. Genug gewartet - die Umsetzung im Ortsbezirk 8 muss jetzt erfolgen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 26. Juli 2026OFOF 33/4Hitzeschutzmaßnahmen für Schulen und Kitas in Bornheim und im OstendOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 6. August 2026OFOF 57/9Welche Maßnahmen sind für den Hitzeschutz in Schulen und Kindertagesstätten im Ortsbezirk 9 vorgesehen?Ortsbeiratsantrag · SPD
  3. 9. August 2026OFOF 94/9Zumindest bei Teilsanierungen und Neubauten von Schulen auf Hitzeschutz achtenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  4. 18. August 2026OMOM 382Hitzeschutzmaßnahmen für die Brüder-Grimm-SchuleDirektanregung
  5. 18. August 2026VV 82Hitzeschutzmaßnahmen für Schulen und Kitas in Bornheim und im OstendAnfrage
  6. 20. August 2026VV 120Zumindest bei Teilsanierungen und Neubauten von Schulen auf Hitzeschutz achtenAnfrage
  7. 20. August 2026VV 114Welche Maßnahmen sind für den Hitzeschutz in Schulen und Kindertagesstätten im Ortsbezirk 9 vorgesehen?Anfrage
  8. 20. August 2026FF 198Für Arbeitnehmer*innen generell gibt es Regelungen, dass und welche Maßnahmen bei steigenden Temperaturen am ArbeitsplatFragestunde-Frage
  9. 6. Oktober 2026OFOF 87/8Direkte Umsetzung der Frankfurter Anpassungsstrategie an den Schulen im Ortsbezirk 8 – Praxisnahe Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen, Einbindung des Klimawandelaktionsplans (KWAP) und prioritäre Nutzung der kostenfreien städtischen KlimalotsenOrtsbeiratsantrag · BFF-FREIE WAHLER
  10. 6. Oktober 2026Sie sind hier
    OFOF 89/8Priorität für das Kindeswohl bei der Haushaltsplanung: Pflicht-Hitzemessung, Integration von KLUG- und HAGE-Vorgaben und Bereitstellung eines sofortigen Sonderbudgets für den Hitzeschutz in städtischen Kindertagesstätten (Kita Frankfurt) im Ortsbezirk 8 –
    Ortsbeiratsantrag · BFF-FREIE WAHLER

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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