Griesheim: Zwangsarbeiterdenkmal Froschhäuser Straße - Text für Bronzetafel
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Zusammenfassung
Der Ortsbeirat beschließt den Text für eine Bronzetafel, die an das Lager für Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen der Adlerwerke erinnert. Ziel ist es, die Erinnerung an die harten Lebensumstände und das Schicksal der Zwangsarbeiter zu bewahren.
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Thema Kultur verfolgenAntrag
Unter Einbeziehung des Instituts für Stadtgeschichte und dem Wissenschaftlichen Leiter des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945, Herrn Thomas Altmeyer (Geschichtsort Adlerwerke), wurde der nachfolgende Text, der von Herrn Sascha Mahl, Mitglied des Griesheimer Geschichtsvereins und Stadtteilführer, erarbeitet.
Er lautet wie folgt:
Auf diesem Grundstück befand sich von 1943 - 1945 ein Lager für Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen der Adlerwerke. Hier lebten dicht gedrängt bis zu 2.000 Menschen in einfachen Holzbaracken, umgeben von einem hohen Zaun. Die Lebensumstände aller waren hart. Doch "Ostarbeiter" aus der Ukraine und Russland hatten besonders wenig Rechte. Wegen der schlechten Verpflegung starben in der "Ausländerkinder-Pflegestätte" mehrere neugeborene Kinder. Ende 1945 wurde das Barackenlager abgerissen und geriet in Vergessenheit.
In Gedenken an Wassili Pawlenko, am
25. April 1944 im Alter von 21 Jahren wegen unerlaubten Verlassens des Lagers von einem Wachmann erschossen.
Der Ortsbeirat beschließt den Text wie vorstehend.
Die Ortsvorsteherin wird aufgefordert, den beschlossenen Text dem Kulturdezernat, Fachbereich Bildende Kunst, zur weiteren Bearbeitung zu übermitteln.
Begründung
Froschhäuser Straße - Text für Bronzetafel Unter Einbeziehung des Instituts für Stadtgeschichte und dem Wissenschaftlichen Leiter des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945, Herrn Thomas Altmeyer (Geschichtsort Adlerwerke), wurde der nachfolgende Text, der von Herrn Sascha Mahl, Mitglied des Griesheimer Geschichtsvereins und Stadtteilführer, erarbeitet. Er lautet wie folgt: Auf diesem Grundstück befand sich von 1943 - 1945 ein Lager für Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen der Adlerwerke. Hier lebten dicht gedrängt bis zu 2.000 Menschen in einfachen Holzbaracken, umgeben von einem hohen Zaun. Die Lebensumstände aller waren hart. Doch "Ostarbeiter" aus der Ukraine und Russland hatten besonders wenig Rechte. Wegen der schlechten Verpflegung starben in der "Ausländerkinder-Pflegestätte" mehrere neugeborene Kinder. Ende 1945 wurde das Barackenlager abgerissen und geriet in Vergessenheit. In Gedenken an Wassili Pawlenko, am 25. April 1944 im Alter von 21 Jahren wegen unerlaubten Verlassens des Lagers von einem Wachmann erschossen. Der Ortsbeirat beschließt den Text wie vorstehend. Die Ortsvorsteherin wird aufgefordert, den beschlossenen Text dem Kulturdezernat, Fachbereich Bildende Kunst, zur weiteren Bearbeitung zu übermitteln.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 25. August 2022 brachten CDU, SPD, GRÜNE, LINKE. im Ortsbeirat 6 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 06.09.2022 im OBR 6 angenommen.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme