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Kulturcampus Frankfurt: Gesamtlösung umsetzen, Zuständigkeiten klären, Bau endlich realisieren

Vorlagentyp: OFCDU
1 SitzungAbgelehnt

Zusammenfassung

Die CDU beantragt, konkrete Maßnahmen zur zeitnahen Fertigstellung des Kulturcampus Frankfurt zu ergreifen, einschließlich der Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle sowie der Umsetzung des bereits beschlossenen Bebauungsplans. Dies soll insbesondere den Bau von bezahlbarem Wohnraum und anderen öffentlichen Einrichtungen umfassen, um die soziale Stabilität und Integration im Stadtteil zu fördern.

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Thema Stadtplanung verfolgen

Antrag

Der Ortsbeirat 2 möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten, 1. konkrete und verbindliche Schritte zur zeitnahen Fertigstellung des Kulturcampus Frankfurt einzuleiten und umzusetzen. Ziel ist eine tragfähige Gesamtlösung für das Areal. Dabei ist insbesondere sicherzustellen, dass die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst als zusammenhängender, funktionaler Hochschulstandort realisiert wird. 2. im Planungsdezernat eine zentrale Koordinierungsstelle für den Kulturcampus einzurichten, die - als verbindliche und dauerhaft erreichbare Ansprechpartnerin für die Bürgerschaft, Initiativen und Institutionen fungiert, - die beteiligten Dezernate, Vorhabenträger und Projektbeteiligten koordiniert und - transparent über Planungsstände, Zeitpläne und Umsetzungsschritte informiert. Als Vorbild dienen die bewährten Koordinierungsstrukturen beim U-Bahnbau sowie bei der Stadtteilsanierung Bockenheim in den 1970er- und 1980er-Jahren, die durch klare Zuständigkeiten und direkte Ansprechbarkeit erfolgreich umgesetzt wurden. 3. den seit rund zehn Jahren rechtskräftigen Bebauungsplan für den Kulturcampus konsequent umzusetzen und zur baulichen Fertigstellung zu bringen - insbesondere beim bezahlbaren Wohnungsbau. Dabei ist eine klare Priorität auf die Umsetzung der bestehenden Planungen zu legen. Weitere Konzeptstudien oder erneute Grundsatzdiskussionen dürfen nicht länger zu Verzögerungen führen. Zugleich ist sicherzustellen, dass auf dem Kulturcampus wieder ein öffentlich zugängliches Bürgerhaus für Westend und Bockenheim entsteht - etwa im öffentlich nutzbaren Bereich eines künftigen Juridicums, sofern dieses erhalten werden sollte, alternativ in einem Gebäude der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst oder in der ehemaligen Dondorf'schen Druckerei. 4. vorhandene Fördermittel konsequent zu prüfen und zu nutzen, insbesondere aus dem Bund-Länder-Programm "Sozialer Zusammenhalt" (ehemals "Soziale Stadt"), um die Entwicklung des Kulturcampus im Interesse der Bürgerschaft zügig voranzubringen. 5. das derzeit durchgeführte Stakeholder- bzw. Expertenpanel zum Kulturcampus inhaltlich stärker auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, Seniorinnen und Senioren sowie von Menschen mit Behinderungen auszurichten. Im Interesse eines für alle Bürgerinnen und Bürger gut nutzbaren, barrierearmen und generationengerechten Gesamtkonzepts sind insbesondere - Vertreter des Seniorenbeirates, - der Schwerbehindertenvertretung sowie - die zuständigen Kinder- und Jugendbeauftragten verbindlich in das Beteiligungsverfahren einzubeziehen.

Begründung

Der Kulturcampus Frankfurt ist eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte für Bockenheim, das Westend und den gesamten Frankfurter Westen. Trotz seit Jahren vorliegender Planungsgrundlagen und eines seit rund zehn Jahren rechtskräftigen Bebauungsplans ist es bislang nicht gelungen, das Areal in eine funktionierende und sichtbare Gesamtstruktur zu überführen. Besonders dringlich ist die Umsetzung des bezahlbaren Wohnungsbaus, der für die soziale Stabilität und Durchmischung der angrenzenden Stadtteile von zentraler Bedeutung ist. Gleichzeitig benötigt die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst eine klare, zusammenhängende bauliche Perspektive, die ihrer Rolle als Kultur- und Bildungsstandort gerecht wird. Darüber hinaus fehlt Westend und Bockenheim seit Jahren ein öffentlich zugängliches Bürgerhaus als Ort der Begegnung, der Kultur und der Stadtteilarbeit. Der Kulturcampus bietet die Chance, eine solche Nutzung dauerhaft zu verankern und damit einen echten Mehrwert für die Stadtteile zu schaffen. "Ein zukunftsfähiger Kulturcampus muss für alle Generationen und Bevölkerungsgruppen nutzbar sein. Die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, Seniorinnen und Senioren sowie von Menschen mit Behinderungen müssen daher frühzeitig, systematisch und verbindlich in die Planung einbezogen werden. Nur so entsteht ein Campus, der im Alltag funktioniert, akzeptiert wird und von der Bürgerschaft dauerhaft getragen wird." Nach Jahren des Planens und Diskutierens ist es an der Zeit, bestehende Beschlüsse umzusetzen und den Kulturcampus endlich zu realisieren - verlässlich, verantwortungsvoll und im Interesse der gesamten Stadtgesellschaft.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet

Der Weg dieser Vorlage

Am 9. Februar 2026 brachte CDU im Ortsbeirat 2 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 23.02.2026 im OBR 2 abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 2
Sitzung 46 · 23.02.2026
TO I, TOP 27
Abgelehnt
Anregung an den Magistrat OM 8216 2026 1. Die Vorlage OF 1386/2 wird abgelehnt. 2. 1. Die Ziffern 1. und 2. der Vorlage OF 1389/2 werden abgelehnt. 2. Die Ziffer 3. der Vorlage OF 1389/2 wird mit der Maßgabe beschlossen, dass die Begründung ersatzlos gestrichen wird.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1 / Ziffer 1)
Zustimmung:
GrüneSPDLinkeÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
CDUFDP
zu 1 / Ziffer 2)
Zustimmung:
5 GrüneSPDFDP
Ablehnung:
CDULinkeÖkoLinX-ARL
Enthaltung:
1 Grüne
zu 1 / Ziffer 3. und 4)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
CDU
zu 1 / Ziffer 5)
Zustimmung:
GrüneSPD1 Linke
Ablehnung:
CDUFDP1 LinkeÖkoLinX-ARL
zu 2 / Ziffer 1)
Zustimmung:
GrüneSPDLinkeÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
1 CDUFDP
Enthaltung:
3 CDU
zu 2 / Ziffer 2)
Zustimmung:
GrüneSPDLinkeÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
3 CDUFDP
Enthaltung:
1 CDU
zu 2 / Ziffer 3)
Zustimmung:
Grüne1 CDUFDP1 LinkeÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
3 CDUSPD1 Linke
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. Ziffer 1.: GRÜNE, SPD, Linke und ÖkoLinX-ARL gegen CDU und FDP (= Annahme) Ziffer 2.: 5 GRÜNE, SPD und FDP gegen CDU, Linke und ÖkoLinX-ARL (= Annahme); 1 GRÜNE (= Enthaltung) Ziffern 3. und 4.: GRÜNE, SPD, FDP, Linke und ÖkoLinX-ARL gegen CDU (= Annahme) Ziffer 5.: GRÜNE, SPD und 1 Linke gegen CDU, FDP, 1 Linke und ÖkoLinX-ARL (= Annahme) zu 2. Ziffer 1.: GRÜNE, SPD, Linke und ÖkoLinX-ARL gegen 1 CDU und FDP (= Annahme); 3 CDU (= Enthaltung) Ziffer 2.: GRÜNE, SPD, Linke und ÖkoLinX-ARL gegen 3 CDU und FDP (= Annahme); 1 CDU (= Enthaltung) Ziffer 3.: GRÜNE, 1 CDU, FDP, 1 Linke und ÖkoLinX-ARL gegen 3 CDU, SPD und 1 Linke (= Ablehnung)

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