Touristische Schwerpunkte für chinesische Touristen erschließen
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Touristen erschließen Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Touristische Schwerpunkte in der Frankfurter Innenstadt (Römer, Paulskirche, Dom, Goethe-Haus, Eiserner Steg, Alte Oper usw.) sind bis Ende dieses Jahres mit Info-Tafeln in chinesischer Sprache auszustatten. Begründung: Über 220.000 Gäste aus China übernachten jährlich in Frankfurt. Frankfurt am Main ist Anlaufpunkt Nr. 1 in Deutschland für Touristen aus China. Täglich kann man eine Vielzahl freundliche und interessierte chinesische Touristen in der Frankfurter Innenstadt erleben. Frankfurt und China haben wichtige Berührungspunkte und Verknüpfungen: - mit Guangzhou (Kanton), der Hauptstadt der chinesischen Provinz Guangdong, verbindet Frankfurt seit April 1988 eine Städtepartnerschaft - im Jahr 2005 eröffnete China ein Generalkonsulat in Frankfurt - unter den sechs projektbezogenen internationalen Städte-Kooperationen der Stadt Frankfurt befinden sich mit Shanghai (seit Juni 2015) und Shenzhen (seit September 2006) zwei aus China - mittlerweile haben mehr etwa 550 chinesische Unternehmen Niederlassungen im Rhein-Main-Gebiet eröffnet, vor allem in den vergangenen Jahren ist deren Zahl stark gestiegen - ca. 10.000 Chinesen leben laut Statistischem Landesamt in Hessen, etwa 3.000 mehr als noch im Jahr 2010 - die chinesischen Investitionen in Hessen sind von 189 Mio. EUR im Jahr 2009 auf 743 Mio. EUR im Jahr 2013 stark angestiegen - knapp 3.000 chinesische Staatsbürger hatten Ende 2013 ihren Hauptwohnsitz in Frankfurt am Main, dies war eine Steigerung von gut 10 % im Vergleich zum Vorjahr - bundesweit gaben Touristen aus China 514,- EUR je Einkauf aus, in der Stadt Frankfurt waren es 831,- EUR. "Für uns werden die Chinesen immer wichtiger", wird Joachim Stoll, der Sprecher des Frankfurter Handelsverbands im Juni 2015 in der Presse zitiert - der Frankfurter Flughafen, der von allen drei chinesischen Airlines angeflogen wird, macht die Stadt zum ersten Anlaufpunkt in Europa für Chinesen Statt der Bundeshauptstadt Berlin ist auf chinesischen Wetterkarten als einzige Stadt in Deutschland Frankfurt eingezeichnet, auch darum fühlen sich viele Chinesen schon mit dem Namen der Stadt vertraut und denken bei Deutschland zuerst an Frankfurt, erst danach an Berlin. Das Aufstellen der genannten Info-Tafeln an wichtigen Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt, wäre eine Würdigung der großen Bedeutung der vielen chinesischen Touristen für Frankfurt, würde bei den Touristen aus China sicherlich mit Freude aufgenommen und könnte auch der Städtepartnerschaft mit Guangzhou neue Kraft verleihen.
Inhalt
Antrag vom 06.08.2015, NR 1260
Betreff: Touristische Schwerpunkte für chinesische Touristen erschließen Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Touristische Schwerpunkte in der Frankfurter Innenstadt (Römer, Paulskirche, Dom, Goethe-Haus, Eiserner Steg, Alte Oper usw.) sind bis Ende dieses Jahres mit Info-Tafeln in chinesischer Sprache auszustatten.
Begründung: Über 220.000 Gäste aus China übernachten jährlich in Frankfurt. Frankfurt am Main ist Anlaufpunkt Nr. 1 in Deutschland für Touristen aus China. Täglich kann man eine Vielzahl freundliche und interessierte chinesische Touristen in der Frankfurter Innenstadt erleben. Frankfurt und China haben wichtige Berührungspunkte und Verknüpfungen: - mit Guangzhou (Kanton), der Hauptstadt der chinesischen Provinz Guangdong, verbindet Frankfurt seit April 1988 eine Städtepartnerschaft - im Jahr 2005 eröffnete China ein Generalkonsulat in Frankfurt - unter den sechs projektbezogenen internationalen Städte-Kooperationen der Stadt Frankfurt befinden sich mit Shanghai (seit Juni 2015) und Shenzhen (seit September 2006) zwei aus China - mittlerweile haben mehr etwa 550 chinesische Unternehmen Niederlassungen im Rhein-Main-Gebiet eröffnet, vor allem in den vergangenen Jahren ist deren Zahl stark gestiegen - ca. 10.000 Chinesen leben laut Statistischem Landesamt in Hessen, etwa 3.000 mehr als noch im Jahr 2010 - die chinesischen Investitionen in Hessen sind von 189 Mio. EUR im Jahr 2009 auf 743 Mio. EUR im Jahr 2013 stark angestiegen - knapp 3.000 chinesische Staatsbürger hatten Ende 2013 ihren Hauptwohnsitz in Frankfurt am Main, dies war eine Steigerung von gut 10 % im Vergleich zum Vorjahr - bundesweit gaben Touristen aus China 514,- EUR je Einkauf aus, in der Stadt Frankfurt waren es 831,- EUR. "Für uns werden die Chinesen immer wichtiger", wird Joachim Stoll, der Sprecher des Frankfurter Handelsverbands im Juni 2015 in der Presse zitiert - der Frankfurter Flughafen, der von allen drei chinesischen Airlines angeflogen wird, macht die Stadt zum ersten Anlaufpunkt in Europa für Chinesen Statt der Bundeshauptstadt Berlin ist auf chinesischen Wetterkarten als einzige Stadt in Deutschland Frankfurt eingezeichnet, auch darum fühlen sich viele Chinesen schon mit dem Namen der Stadt vertraut und denken bei Deutschland zuerst an Frankfurt, erst danach an Berlin. Das Aufstellen der genannten Info-Tafeln an wichtigen Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt, wäre eine Würdigung der großen Bedeutung der vielen chinesischen Touristen für Frankfurt, würde bei den Touristen aus China sicherlich mit Freude aufgenommen und könnte auch der Städtepartnerschaft mit Guangzhou neue Kraft verleihen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 6. August 2015Sie sind hierNRNR 1260Touristische Schwerpunkte für chinesische Touristen erschließenSTVV-Antrag · BFF
- 21. Dezember 2015Antwort des Magistrats · nach 20 WochenBB 459Touristische Schwerpunkte für chinesische Touristen erschließenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD und LINKE. gegen FDP (= Kenntnis); BFF (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD und LINKE. Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP (= Prüfung und Berichterstattung) BFF und RÖMER (= Annahme)