Auswahlverfahren für Gymnasien erneut durchführen
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Thema Schulen und Bildung verfolgenBegründung
durchführen Die Stadtverordnetenversammlung möge beschliessen: Der Magistrat wird aufgefordert, darauf hinzuwirken, dass die Auswahlverfahren für die Aufnahme von Bewerber an die Frankfurter Gymnasien für das kommende Schuljahr neu durchgeführt werden. Begründung: Die einzelnen Gymnasien führen ein jeweils eigenes Aufnahmeverfahren durch, bei dem verschiedene Auswahlkriterien berücksichtigt werden, die jedoch an verschiedenen Schulen auch unterschiedlich gewichtet werden können. Auswahlkriterien sind Schulprofil und Schwerpunkte, Geschwisterkinder, Wohnort und Verkehrsverbindung etc. Im aktuellen Verfahren für das kommende Schuljahr gab es offensichtlich zahlreiche Ablehnungen von Bewerbern aus den Stadtteilen Westend, Nordend und Bornheim, die sich für wohnortnahe Gymnasien beworben hatten. Zahlreiche der abgelehnten Bewerber wurden dem - noch nicht errichteten - Gymnasium in Nied zugewiesen. Für zahlreiche Eltern sind die Auswahlverfahren nicht nachvollziehbar und intransparent. Bemängelt wird auch, dass Gymnasien nicht dort errichtet bzw. erweitert werden, wo sie nachgefragt werden, sondern auch dort, wo eine geringe Nachfrage besteht. Nach Angaben des Sprechers des Bildungsdezernates ist dies jedoch gewollt: "bildungspolitisch ist es sinnvoll, die Angebote in der Stadt zu verteilen. Damit schafft man für Familien Anreize, ihre Kinder aufs Gymnasium zu schicken, die sonst nicht auf die Idee kämen" (http://www.fr-online.de/frankfurt/frankfurter-schulen-der-gymnasialmarkt-ist-ue berhitzt,1472798,30496154.html). Dieses Vorgehen erscheint mehr als fraglich. Bei einem stadtweit ausgeglichenen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage bedeutet dies, dass es politisch gewollt ist, dass Bewohner bestimmter Stadtteile - v.a. Nordend und Bornheim - ihre Kinder eher nicht auf ein Gymnasium schicken sollen. Der massive Protest zahlreicher Eltern abgelehnter Kinder zeigt jedoch, dass das bisherige Verfahren intransparent und nicht nachvollziehbar ist und dazu führt, dass Kinder, die mehrere Gymnasien in fussläufiger Entfernung haben, in eine behelfsmässige Containerschule am anderen Ende der Stadt geschickt werden. Die Bildungsdezernentin selbst bezeichnet dieses Verfahren ebenfalls als nicht optimal und plant für die Zukunft eine Änderung. Dies kommt den aktuell betroffenen Kindern jedoch nicht mehr zugute. Der Magistrat soll daher beauftragt werden, sich für eine erneute Durchführung des Verfahrens für das kommende Schuljahr einzusetzen, das transparent und nachvollziehbar ist und vor allem die Wohnortnähe stärker berücksichtigt.
Inhalt
Antrag gem. § 17 (3) GOS vom 27.04.2015, NR 1189
Betreff: Auswahlverfahren für Gymnasien erneut durchführen Die Stadtverordnetenversammlung möge beschliessen: Der Magistrat wird aufgefordert, darauf hinzuwirken, dass die Auswahlverfahren für die Aufnahme von Bewerber an die Frankfurter Gymnasien für das kommende Schuljahr neu durchgeführt werden.
Begründung: Die einzelnen Gymnasien führen ein jeweils eigenes Aufnahmeverfahren durch, bei dem verschiedene Auswahlkriterien berücksichtigt werden, die jedoch an verschiedenen Schulen auch unterschiedlich gewichtet werden können. Auswahlkriterien sind Schulprofil und Schwerpunkte, Geschwisterkinder, Wohnort und Verkehrsverbindung etc. Im aktuellen Verfahren für das kommende Schuljahr gab es offensichtlich zahlreiche Ablehnungen von Bewerbern aus den Stadtteilen Westend, Nordend und Bornheim, die sich für wohnortnahe Gymnasien beworben hatten. Zahlreiche der abgelehnten Bewerber wurden dem - noch nicht errichteten - Gymnasium in Nied zugewiesen. Für zahlreiche Eltern sind die Auswahlverfahren nicht nachvollziehbar und intransparent. Bemängelt wird auch, dass Gymnasien nicht dort errichtet bzw. erweitert werden, wo sie nachgefragt werden, sondern auch dort, wo eine geringe Nachfrage besteht. Nach Angaben des Sprechers des Bildungsdezernates ist dies jedoch gewollt: "bildungspolitisch ist es sinnvoll, die Angebote in der Stadt zu verteilen. Damit schafft man für Familien Anreize, ihre Kinder aufs Gymnasium zu schicken, die sonst nicht auf die Idee kämen" (http://www.fr-online.de/frankfurt/frankfurter-schulen-der-gymnasialmarkt-ist-ue berhitzt,1472798,30496154.html). Dieses Vorgehen erscheint mehr als fraglich. Bei einem stadtweit ausgeglichenen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage bedeutet dies, dass es politisch gewollt ist, dass Bewohner bestimmter Stadtteile - v.a. Nordend und Bornheim - ihre Kinder eher nicht auf ein Gymnasium schicken sollen. Der massive Protest zahlreicher Eltern abgelehnter Kinder zeigt jedoch, dass das bisherige Verfahren intransparent und nicht nachvollziehbar ist und dazu führt, dass Kinder, die mehrere Gymnasien in fussläufiger Entfernung haben, in eine behelfsmässige Containerschule am anderen Ende der Stadt geschickt werden. Die Bildungsdezernentin selbst bezeichnet dieses Verfahren ebenfalls als nicht optimal und plant für die Zukunft eine Änderung. Dies kommt den aktuell betroffenen Kindern jedoch nicht mehr zugute. Der Magistrat soll daher beauftragt werden, sich für eine erneute Durchführung des Verfahrens für das kommende Schuljahr einzusetzen, das transparent und nachvollziehbar ist und vor allem die Wohnortnähe stärker berücksichtigt.Zuständige Ausschüsse: Haupt- und Finanzausschuss Ältestenausschuss Versandpaket: 29.04.2015
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 27. April 2015 brachte RÖMER diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FDP gegen FREIE WÄHLER und RÖMER (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Piraten (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. zu a) CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER und RÖMER zu b) CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Piraten und ÖkoLinX-ARL gegen FREIE WÄHLER und RÖMER (= Annahme) zu 2. zu a) CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER und RÖMER zu b) CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, RÖMER, Piraten und ÖkoLinX-ARL zu 3. zu a) CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER und RÖMER zu b) CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, RÖMER, Piraten und ÖkoLinX-ARL
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und FREIE WÄHLER Sonstige Voten/Protokollerklärung: RÖMER (= Aufnahme auf TO I)