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Die Grabstätte der Bornheimer Schultheißenfamilie Rühl ist ein Teil der Frankfurter Geschichte und erhaltenswert!

Vorlagentyp: NRFRANKFURTER
8 SitzungenAbgelehnt

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Begründung

Schultheißenfamilie Rühl ist ein Teil der Frankfurter Geschichte und erhaltenswert! Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten, die Grabstätte der Bornheimer Schultheißenfamilie Rühl auf dem Bornheimer Friedhof (Gewann an der Mauer 113 und 114) zur "Erhaltenswerten Grabstätte" zu erheben und gemäß Magistrats-Beschluss Nr. 1328 vom 21.09.2001 der Gruppe II (Erhaltenswerte Grabstätten von geschichtlicher Bedeutung) zuzuordnen. Die neue ehrenamtliche Grabpatenschaft, die dankenswerterweise von den beiden Bornheimer Handwerks- und Traditionsbetrieben Marmor Rupp und Gärtnerei Woller übernommen wurde, bleibt davon unberührt und wird weitergeführt. Begründung: Bis zur Eingemeindung im Jahre 1877 hatte die Bornheimer Dorfpolitik über ein Jahrhundert fast nahezu dynastische Züge, die Bäcker- und Schultheißenfamilie Rühl stellte insgesamt neun Schultheißen, Bürgermeister und Maire. Johann Georg Rühl (1721-1791) war der erste seiner Familie und Friedrich Wilhelm Rühl (1813-1883) der letzte Schultheiß beziehungsweise Bürgermeister der selbständigen preußischen Landgemeinde Bornheim, bis zur Eingemeindung. Die Wurzeln der Familie Rühl, die aus Laubach (Oberhessen) stammt, ist bis ins 16. Jahrhundert zurück zu verfolgen. In Bornheim tauchten die Rühls erstmals 1690 auf und gehörten bald zur dörflichen Führungsschicht. Außer Bäckereien besaßen sie hier über die Jahrhunderte auch verschiedene Gaststätten und landwirtschaftliche Unternehmungen und nahmen neben der Schultheißentätigkeit zahlreiche öffentliche Ämter wahr. Eine besondere Bedeutung kam dem letzten Bornheimer Schultheißen Friedrich Wilhelm Rühl zu, der in jahrelangen Verhandlungen mit dem damaligen Magistrat unter der Führung von Oberbürgermeister Daniel Heinrich Mumm von Schwarzenstein den Weg für die Eingemeindung ebnete. Herausragendes Thema seinerzeit, das auch heute aktuelle Brisanz besitzt, war die Wohnungsnot in Frankfurt. Frankfurt partizipierte durch die Eingemeindung im besonderen Maße, da es nun die Möglichkeit hatte ein riesiges Neubaugebiet zu erschließen und zu bebauen. So waren große Teile des heutigen Stadtteils Nordend ehemaliges Bornheimer Gemarkungsgebiet. Wegen der Kontinuität der Familie Rühl, die nahezu über ein Jahrhundert soziale und politische Verantwortung für Bornheim übernahm und letztendlich auch die Sorgen der Frankfurter Stadtregierung teilte, sowie zu deren Problemlösung beitrug, ist es unter anderem auch aus Sicht des "Bürgerverein und Förderkreis historisches Bornheim e. V." und vieler Bürgerinnen und Bürgern von historischer Bedeutung, das die Grabstätte Rühl auf dem Bornheimer Friedhof erhalten bleibt und in den Rang einer "Erhaltenswerten Grabstätte" erhoben wird. Literatur zur Familie Rühl Die Bäcker- und Schultheißenfamilie Rühl aus Bornheim, Sonderdruck des "Deutschen Familienarchiv", Band 26, Neustadt a. d. Aisch1964. Wilhelm Heister, Bornheim im Wandel der Zeiten, Festschrift zum Bornheimer Brunnen- und Eingemeindungsfest, Frankfurt 1952. Bernhard E. Ochs, Bornheim - Die schönsten Streifzüge durch Frankfurt, Frankfurt 2011. ders.: Vom Wirtshausgarten zum Sportcenter - Die TG Bornheim von 1860 bis 2010, Frankfurt 2010. ders.: China-Bornheim-Löbersgasse Bernemer Halblange, Nr. 1/2015, Hrsg.: Bürgerverein und Förderkreis historisches Bornheim e. V.

Inhalt

Antrag vom 27.09.2016, NR 116

Betreff: Die Grabstätte der Bornheimer Schultheißenfamilie Rühl ist ein Teil der Frankfurter Geschichte und erhaltenswert! Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten, die Grabstätte der Bornheimer Schultheißenfamilie Rühl auf dem Bornheimer Friedhof (Gewann an der Mauer 113 und 114) zur "Erhaltenswerten Grabstätte" zu erheben und gemäß Magistrats-Beschluss Nr. 1328 vom 21.09.2001 der Gruppe II (Erhaltenswerte Grabstätten von geschichtlicher Bedeutung) zuzuordnen. Die neue ehrenamtliche Grabpatenschaft, die dankenswerterweise von den beiden Bornheimer Handwerks- und Traditionsbetrieben Marmor Rupp und Gärtnerei Woller übernommen wurde, bleibt davon unberührt und wird weitergeführt.

Begründung: Bis zur Eingemeindung im Jahre 1877 hatte die Bornheimer Dorfpolitik über ein Jahrhundert fast nahezu dynastische Züge, die Bäcker- und Schultheißenfamilie Rühl stellte insgesamt neun Schultheißen, Bürgermeister und Maire. Johann Georg Rühl (1721-1791) war der erste seiner Familie und Friedrich Wilhelm Rühl (1813-1883) der letzte Schultheiß beziehungsweise Bürgermeister der selbständigen preußischen Landgemeinde Bornheim, bis zur Eingemeindung. Die Wurzeln der Familie Rühl, die aus Laubach (Oberhessen) stammt, ist bis ins 16. Jahrhundert zurück zu verfolgen. In Bornheim tauchten die Rühls erstmals 1690 auf und gehörten bald zur dörflichen Führungsschicht. Außer Bäckereien besaßen sie hier über die Jahrhunderte auch verschiedene Gaststätten und landwirtschaftliche Unternehmungen und nahmen neben der Schultheißentätigkeit zahlreiche öffentliche Ämter wahr. Eine besondere Bedeutung kam dem letzten Bornheimer Schultheißen Friedrich Wilhelm Rühl zu, der in jahrelangen Verhandlungen mit dem damaligen Magistrat unter der Führung von Oberbürgermeister Daniel Heinrich Mumm von Schwarzenstein den Weg für die Eingemeindung ebnete. Herausragendes Thema seinerzeit, das auch heute aktuelle Brisanz besitzt, war die Wohnungsnot in Frankfurt. Frankfurt partizipierte durch die Eingemeindung im besonderen Maße, da es nun die Möglichkeit hatte ein riesiges Neubaugebiet zu erschließen und zu bebauen. So waren große Teile des heutigen Stadtteils Nordend ehemaliges Bornheimer Gemarkungsgebiet. Wegen der Kontinuität der Familie Rühl, die nahezu über ein Jahrhundert soziale und politische Verantwortung für Bornheim übernahm und letztendlich auch die Sorgen der Frankfurter Stadtregierung teilte, sowie zu deren Problemlösung beitrug, ist es unter anderem auch aus Sicht des "Bürgerverein und Förderkreis historisches Bornheim e. V." und vieler Bürgerinnen und Bürgern von historischer Bedeutung, das die Grabstätte Rühl auf dem Bornheimer Friedhof erhalten bleibt und in den Rang einer "Erhaltenswerten Grabstätte" erhoben wird. Literatur zur Familie Rühl Die Bäcker- und Schultheißenfamilie Rühl aus Bornheim, Sonderdruck des "Deutschen Familienarchiv", Band 26, Neustadt a. d. Aisch1964. Wilhelm Heister, Bornheim im Wandel der Zeiten, Festschrift zum Bornheimer Brunnen- und Eingemeindungsfest, Frankfurt 1952. Bernhard E. Ochs, Bornheim - Die schönsten Streifzüge durch Frankfurt, Frankfurt 2011. ders.: Vom Wirtshausgarten zum Sportcenter - Die TG Bornheim von 1860 bis 2010, Frankfurt 2010. ders.: China-Bornheim-Löbersgasse Bernemer Halblange, Nr. 1/2015, Hrsg.: Bürgerverein und Förderkreis historisches Bornheim e. V.Zuständige Ausschüsse: Kultur- und Freizeitausschuss Ausschuss für Umwelt und Sport Beratung im Ortsbeirat: 4 Versandpaket: 05.10.2016

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 27. September 2016 brachte FRANKFURTER diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 8 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 23.03.2017 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf8 Beratungen
OBR 4
Sitzung 6 · 01.11.2016
TO II, TOP 11
Angenommen
Der Vorlage NR 116 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Enthaltung:
LinkeÖkoLinX-ARL
Abstimmung im Original

Abstimmung: Annahme bei Enthaltung LINKE. und ÖkoLinX-ARL

Kultur- und Freizeitausschusses
Sitzung 5 · 03.11.2016
TO I, TOP 8
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 116 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF und FRANKFURTER

Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 5 · 03.11.2016
TO I, TOP 9
Abgelehnt
Die Vorlage NR 116 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüne
Ablehnung:
AfDBFFFDP
Enthaltung:
LinkeFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD und BFF (= Annahme) sowie FDP (= Prüfung und Berichterstattung); LINKE. (= Enthaltung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Enthaltung)

Kultur- und Freizeitausschusses
Sitzung 6 · 01.12.2016
TO I, TOP 6
Abgelehnt
Die Vorlage NR 116 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
AfDLinkeBFFFRAKTIONFrankfurterFDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD, LINKE., BFF, FRAKTION und FRANKFURTER (= Annahme) sowie FDP (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 9 · 15.12.2016
TO II, TOP 5
Beraten
Die Vorlage NR 116 wird auf die Tagesordnung II der nächsten turnusmäßigen Sitzung vertagt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 10 · 26.01.2017
TO I, TOP 16
Beraten
Die Vorlage NR 116 wird auf die Tagesordnung II der nächsten turnusmäßigen Sitzung vertagt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurterÖkoLinX-ARL
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 11 · 23.02.2017
TO II, TOP 2
Beraten
Die Vorlage NR 116 wird auf die Tagesordnung II der nächsten turnusmäßigen Sitzung vertagt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP BFF, FRAKTION und FRANKFURTER

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 12 · 23.03.2017
TO I, TOP 9
Abgelehnt
a) Die Vorlage NR 116 wird abgelehnt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Ochs, Dr. Dürbeck und Tschierschke dienen zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu a)
Zustimmung:
CDUSPDGrüne
Ablehnung:
AfDLinkeBFFFRAKTIONFrankfurterFDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu a) CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD, LINKE., BFF, FRAKTION und FRANKFURTER (= Annahme) sowie FDP (= Prüfung und Berichterstattung)

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