Wiederherstellung des Ensembles "Sachsenhäuser Warte" und Modernisierung der Gastronomie, Darmstädter Landstraße 279 in Frankfurt am Main hier: Raumprogramm…
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Wiederherstellung des Ensembles "Sachsenhäuser Warte" und Modernisierung der Gastronomie, Darmstädter Landstraße 279 in Frankfurt am Main hier: Raumprogramm und Freigabe von Planungsmitteln
Zusammenfassung
Der Magistrat schlägt die Wiederherstellung des Ensembles "Sachsenhäuser Warte" und die Modernisierung der Gastronomie vor. Ziel ist es, das historische Gebäudeensemble zu sanieren und den gastronomischen Betrieb wieder aufzunehmen. Die Maßnahme soll zur Aufwertung des Stadtteils Sachsenhausen beitragen.
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Thema Wohnen verfolgenBeschlussvorschlag
- Für die Planung der Rekonstruktion des historischen Gebäudeensembles "Sachsenhäuser Warte" und die Modernisierung der Gastronomie werden Planungsmittel in Höhe von 350.000 Euro bewilligt und frei gegeben.
- Zur Deckung der Kosten werden Mittel aus den pauschalen Planungsmitteln ABI der Produktgruppe 34.01 "Grundstücks- und Gebäudebewirtschaftung" 5.008807 herangezogen.
- Gegen das in der Anlage beigefügte Raumprogramm und die Freigabe der Planungsmittel bestehen keine Einwände. Dem beiliegenden Raumprogramm wird zugestimmt.
- Der Magistrat, das Dezernat V - Amt für Bau und Immobilien - wird ermächtigt, die Planung der Maßnahme unterbrechungsfrei bis zur Bearbeitung des Vergabevorschlags (Bearbeitungsknoten 725 der Richtlinien zum Ablauf der in der Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation von Bauwerken) fortführen zu lassen. Die Auftragserteilung an ausführende Firmen erfolgt erst nach Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung über die Bau- und Finanzierungsvorlage.
- Es dient zur Kenntnis, dass die geschätzten Gesamtkosten 4,6 Mio. € betragen.
Begründung
A. Zielsetzung
Das Ensemble "Sachsenhäuser Warte" steht unter Denkmalschutz. Die Sachsenhäuser Warte wird erstmals in geschichtlichen Unterlagen Ende des 14. Jahrhunderts erwähnt. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde innerhalb der Ringmauer ein barockes Wohn-/Forsthaus nach den Plänen des Stadtbaumeisters Liebhard errichtet. Nach dessen Zerstörung im 2. Weltkrieg konnte das Erdgeschoss erhalten werden, welches seit Ende der 1970er Jahre als Gaststätte genutzt wurde. Die Sachsenhäuser Warte ist ein bedeutendes Wahrzeichen der Stadt Frankfurt am Main und einer von fünf noch erhaltenen Warttürmen der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Das Ensemble prägt das Stadtbild von Sachsenhausen. Der gastronomische Betrieb ermöglichte es Touristen und Einheimischen, die Frankfurter Küche im historischen Ambiente zu erleben. Zudem diente die Sachsenhäuser Warte dem Stadtteil als Versammlungsstätte. Die technischen Anlagen sind überaltert, sodass sie durch übliche Bauunterhaltungsmaßnahmen nicht mehr instandgesetzt werden konnten. Da eine Erneuerung hohe Kosten verursacht, wurde im Jahr 2011 eine Bestandsaufnahme des gesamten Bauwerks veranlasst. Die Bestandsaufnahme trug Zustände der technischen und baulichen Anlagen zutage, die bereits als Gefahrenpotential gewertet werden mussten. Zudem machte die räumliche Organisation des Gastronomiebetriebs, bedingt durch die beengten Platzverhältnisse, die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen wie Einhaltung der Gaststättenrichtlinien nicht mehr möglich. In Kombination mit dem Zustand des Ensembles führte dies dazu, dass der Betrieb der Sachsenhäuser Warte Anfang 2017 eingestellt werden musste.
B. Alternativen
Erste Überlegungen zu einer Sanierungsvariante der Gastronomie innerhalb der Bestandsflächen kamen zu dem Ergebnis, dass die nach heutigem Stand der Technik erforderlichen Technikflächen von ca. 100 m2 und die benötigten Lagerflächen nicht in den Bestandsflächen untergebracht werden können. Um die für einen zeitgemäßen Gastronomiebetrieb erforderlichen technischen Anlagen unterbringen zu können, wäre eine Anordnung auf dem Dach des Hauptgebäudes sowie deren Einhausung notwendig. Dieser Lösungsansatz wäre mit dem Denkmalschutz unvereinbar. Zudem wäre eine Verlegung der Küche im vorhandenen Grundriss erforderlich gewesen, was mit einer Reduzierung der Gastraumfläche um ca. 20 m2 einhergegangen wäre. Im Herbst 2017 wurde in Abstimmung mit dem Denkmalamt die Planung zur Erweiterung der Flächen in Anlehnung an die Kubatur des historischen Forsthauses in Angriff genommen. Die Pläne des Baumeisters Liebhard sind überliefert und dienen somit dem Entwurf als Vorlage. Die erforderlichen Mehrflächen können durch den Wiederaufbau des
- Obergeschosses des Hauptgebäudes und des Dachs sinnvoll abgebildet werden. Ein finaler Entwurf in Anlehnung an den historischen Bestand, der den Ausbau des Dachgeschosses und die Aufstockung des Hauptgebäudes vorsieht, liegt aktuell in seiner letzten Fassung vor.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Der Weg dieser Vorlage
Am 15. Mai 2020 legte der Magistrat diesen Vortrag der Stadtverordnetenversammlung vor. In 4 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 02.07.2020 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, FDP, FRAKTION und FRANKFURTER gegen LINKE. (= Ablehnung) und BFF (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, FDP, FRAKTION und FRANKFURTER gegen LINKE. (= Ablehnung) sowie BFF (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, FDP, FRAKTION und FRANKFURTER gegen LINKE. (= Ablehnung) und BFF (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts); ÖkoLinX-ARL (= Enthaltung)