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Ein Migrationsmuseum ist Pflichtaufgabe der Stadt

Vorlagentyp: K
3 SitzungenAbgelehnt

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Inhalt

Anregung der KAV vom 16.01.2018, K 70

Betreff: Ein Migrationsmuseum ist Pflichtaufgabe der Stadt Gemäß dem Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 20. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung vom 15.01.2018 wird die Stadtverordnetenversammlung gebeten, zu beschließen: Die Stadt Frankfurt am Main richtet ein Migrationsmuseum ein.

Begründung: In der Stellungnahme des Magistrats ST 2063/2017 vom 16.10.2017 bekennt sich dieser grundsätzlich zu einem Migrationsmuseum. Die dort aufgeführten Einwände sind jedoch nicht nachvollziehbar. Migration ist nicht ausschließlich ein Querschnittsthema Die Bezeichnung von Migration als ein reines "Querschnittsthema" stuft die immense Bedeutung von Migration in einer Stadt herab. Migration ist genauso wenig ein reines Querschnittsthema wie Wirtschaft, Finanzen oder Sicherheit. Verdienst und Wirkungen von Migration lassen sich nicht museumsübergreifend darstellen und werden so auch nicht wahrgenommen. Ein "Sonderthema" schließt Akzeptanz und Normalisierung nicht aus Eine Reihe von Frankfurter Museen widmen sich Sonderthemen: ein Filmmuseum, ein Museum für Post und Kommunikation, sogar ein Geldmuseum der Deutschen Bundesbank. Das macht die Themen dieser Museen nicht zu einem Nischenthema. Im Gegenteil: inmitten ihrer Alltäglichkeit wird ihre Bedeutung herausgehoben. Und genau dies soll auch ein Migrationsmuseum leisten. Verstreute Einzeldarstellungen geben keinen Gesamtüberblick Es ist erfreulich, dass das Thema Migration in vielen Frankfurter Museen angekommen ist. Das ist wichtig und notwendig. Allerdings ergeben viele verstreute Einzeldarstellungen keinen Gesamtüberblick, sie gehen in dem jeweiligen Thema des Museums auf und können nicht zusammenhängend wahrgenommen werden. Ein Migrationsmuseum ist eine Pflichtaufgabe einer Stadt wie Frankfurt am Main. Die Stadt hat ihre Bedeutung zu einem großen Teil der Migration zu verdanken, sei es in Wirtschaft, Sport, Kultur oder Politik. Es ist an der Zeit, dies deutlich sichtbar zu machen und die Möglichkeit zu schaffen, sich darüber zu informieren. Die weiteren Begründungen, die in unserem Antrag vom 25.04.2017 formuliert sind, sollen an dieser Stelle nicht wiederholt werden, sie gelten jedoch weiterhin. Insbesondere möchten wir aber noch einmal auf die Einmaligkeit eines solchen Museums hinweisen: Da es noch kein Migrationsmuseum dieser Art in Deutschland gibt, könnte sich die Stadt Frankfurt am Main als eine der ersten Städte in unserem Land mit einem solchen schmücken und ein bundesweites Zeichen setzen. Andere Städte aus der weiteren Umgebung könnten dieses Museum in pädagogischer Hinsicht (z.B. bei Klassenfahrten) nutzen.Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Bildung und Integration Kultur- und Freizeitausschuss Versandpaket: 17.01.2018

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

KAnregung der KAV

Ein Vorschlag der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV). Er wird in den zuständigen Ausschüssen behandelt und kann übernommen, abgelehnt oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen werden.

  1. 1KAV bringt Anregung ein
  2. 2Ausschüsse beraten
  3. 3ggf. Prüfung durch den Magistrat

Frist: 3 Monate bei Überweisung

Der Weg dieser Vorlage

Am 16. Januar 2018 brachte die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) diese Anregung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 01.03.2018 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
Kultur- und Freizeitausschusses
Sitzung 18 · 15.02.2018
TO I, TOP 18
Abgelehnt
Die Vorlage K 70 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDFDPBFF
Ablehnung:
LinkeFrankfurterFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, FDP und BFF gegen LINKE. und FRANKFURTER (= Prüfung und Berichterstattung) sowie FRAKTION (= Annahme)

Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 18 · 19.02.2018
TO I, TOP 24
Abgelehnt
Die Vorlage K 70 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDFDPBFFFRAKTION
Ablehnung:
LinkeÖkoLinX-ARL
Sonstige:
Frankfurter (vereinfachtes Verfahren)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, FDP und BFF gegen LINKE. (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Ablehnung) FRANKFURTER (= vereinfachtes Verfahren) ÖkoLinX-ARL (= Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 21 · 01.03.2018
TO II, TOP 44
Abgelehnt
Die Vorlage K 70 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDFDPBFFFRAKTION
Ablehnung:
LinkeÖkoLinX-ARLFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, FDP, BFF und FRAKTION gegen LINKE. und ÖkoLinX-ARL (= Annahme) sowie FRANKFURTER (= vereinfachtes Verfahren)

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