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Laut im Januar 2022 erhobenen Daten des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie nimmt mit dem wieder

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Luftbelastung mit Ultrafeinstaub in Frankfurt, insbesondere in Schwanheim, ist durch den Flugverkehr stark angestiegen. Der Magistrat plant Maßnahmen zur Reduzierung dieser Belastung und unterstützt wissenschaftliche Studien zur Erfassung der Auswirkungen von Ultrafeinstaub.

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Frage an den Magistrat

Laut im Januar 2022 erhobenen Daten des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie nimmt mit dem wieder zunehmenden Flugverkehr auch die Belastung der Luft mit Ultrafeinstaub stark zu. Besonders betroffen ist der nah am Flughafen gelegene Stadtteil Schwanheim, wo mit 50.000 Partikeln pro Kubikzentimeter Luft die durchschnittlich in einer Großstadt zu erwartenden Werte von 6.000 bis 7.000 Partikeln weit überschritten werden.

Ich frage daher den Magistrat:

Wie beurteilt der Magistrat diese Situation, und was wird unternommen, um die Belastung der Luft mit Ultrafeinstaub insbesondere in Schwanheim, aber auch im übrigen Stadtgebiet zu reduzieren?

Antwort des Magistrats

Derzeit werden im Forum Flughafen und Region, FFR, die Grundlagen erarbeitet, um wirksame Maßnahmen zur Reduzierung der Ultrafeinstaubbelastung durch Flugverkehr in der Region und damit auch in Frankfurt am Main zu identifizieren und umzusetzen. Der Magistrat der Stadt Frankfurt unterstützt diese Basisarbeit durch Ultrafeinstaub-Messstationen:

Untersuchungen des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie, HLNUG, haben ergeben, dass der Flughafen als Flächenquelle die Konzentration von ultrafeinen Partikeln, UFP, erheblich beeinflussen kann. Der Frankfurter Stadtteil Schwanheim befindet sich im Lee, Wind abgewandte Seite, des Flughafens zur Hauptwindrichtung und ist daher besonders häufig von erhöhten UFP-Anzahlkonzentrationen betroffen. Das HLNUG fasst sämtliche Erkenntnisse des seit 2017 laufenden Messprojekts in bisher vier Berichten zusammen, die im Internet abrufbar sind, siehe https://www.hlnug.de/themen/luft/luftqualitaet/sondermessprogramme/ultrafeine-pa rtikel.

Der Magistrat kann die Thematik UFP noch nicht sicher beurteilen. So existieren bislang keine Grenzwerte für UFP, da deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit noch nicht hinreichend erforscht sind. Vorliegende Studien gehen jedoch eindeutig von negativen Effekten auf die Gesundheit aus.

Inzwischen finden in Deutschland und weltweit verschiedene Projekte zur Erfassung und Wirkungsforschung von UFP statt. Auch rund um den Frankfurter Flughafen wird inzwischen an zahlreichen Stellen gemessen. Das Forum Flughafen und Region, FFR, befasst sich im Auftrag der Hessischen Landesregierung intensiv mit der Ultrafeinstaub-Belastung im Rhein-Main Gebiet. Eine umfassende wissenschaftliche Studie, welche unter anderem vom HLNUG und den Akteuren des FFR begleitet wird, untersucht in den kommenden Jahren die Belastungsverteilung und die gesundheitliche Wirkung von UFP. Die Erkenntnisse dieser Studie sollen unter anderem auch zur Identifikation von wirksamen UFP-Minderungsmaßnahmen dienen.

Sämtliche Unterlagen zu der aktuell in der Ausschreibung befindlichen Studie, das vorliegende Studiendesign sowie ein fortlaufend aktualisiertes Transparenzpapier, werden der Öffentlichkeit vom koordinierenden Umwelt- und Nachbarschaftshaus in Kelsterbach zur Verfügung gestellt, siehe https://www.umwelthaus.org/umweltmonitoring/ultrafeinstaub/auf-dem-weg-zu-einer- studie/.

Als zentrales Gremium innerhalb des FFR ist der "Arbeitskreis UFP" für die inhaltliche Diskussion und Ausrichtung der Studie zuständig. Der Magistrat ist Mitglied in diesem Arbeitskreis.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 7. Juli 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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