Laut Gewerkschaft der Polizei, GdP, nutzen Kriminelle, darunter auch Menschenhändler, die teils unübersichtliche Situati
Zusammenfassung
Die Gewerkschaft der Polizei fordert die Einrichtung von Schutzzonen an Bahnhöfen für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, um junge Frauen und Kinder vor möglichen Übergriffen zu schützen. Der Magistrat hat bereits Schutzräume und Übernachtungsmöglichkeiten für allein reisende Frauen und Frauen mit Kindern eingerichtet.
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Thema Sicherheit verfolgenFrage an den Magistrat
Laut Gewerkschaft der Polizei, GdP, nutzen Kriminelle, darunter auch Menschenhändler, die teils unübersichtliche Situation an Bahnhöfen bei der Ankunft von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine für ihre finsteren Machenschaften aus und gehen gezielt auf junge Frauen und Kinder zu, bevor die Polizei mit letzteren Kontakt aufnehmen kann. Die GdP hat daher dringend die Einrichtung von Schutzzonen in Bahnhöfen für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine gefordert.
Ich frage den Magistrat:
Welche Erkenntnisse hat der Magistrat über die konkrete Situation am Frankfurter Hauptbahnhof, und wurde dort eine solche Schutzzone bereits eingerichtet beziehungsweise ist diese in Planung?
Antwort des Magistrats
Der Frankfurter Hauptbahnhof hat seit Beginn des Krieges eine Drehscheibenfunktion für geflüchtete Menschen aus der Ukraine. Weiterreise mit Umsteigen, Übernachtung bis zur Weitereise am nächsten Tag, Orientierung und Kontaktaufnahme mit Verwandten und Freunden und der Verbleib in der Stadt sind hierbei die hauptsächlichen Aspekte.
Die Bahnhofsmission bildet die zentrale Anlauf- und Beratungsstelle, dort werden Hilfen für die Menschen direkt erbracht. Täglich wird bis zu 2.000 Menschen Beratung und Unterstützung angeboten. Rund die Hälfte der Menschen reist weiter. Seit Beginn der kriegerischen Auseinandersetzung haben über 30.000 Menschen, Stand 30.03., die Angebote wahrgenommen.
Bereits von Anfang an wurden Schutzräume und geschützte Übernachtungsmöglichkeiten für allein reisende Frauen und/oder Frauen mit Kindern angeboten.
Alle Akteure im und am Hauptbahnhof - Bahnhofmission, Bundesbahn, Bundepolizei, Landespolizei, Frankfurter Verein, Wachdienst - haben dabei sehr vorbildlich, rasch und unbürokratisch zusammengearbeitet. Auf die Ankunftsfunktion der Bahnhofsmission wird mit entsprechenden Hinweistafeln, Einblendungen auf Werbetafeln und mehrsprachigen Handzetteln und Flugblättern hingewiesen, die auch allgemeine Verhaltensregeln beinhalten. Alle Akteure vor Ort sind für die besonderen Belange Geflüchteter sensibilisiert - Unregelmäßigkeiten oder Auffälligkeiten finden besondere Beachtung. Die Angebote wurden kontinuierlich personell, quantitativ und qualitativ ausgebaut und täglich in Lagebesprechungen evaluiert.
Bisher liegen noch keine konkreten Anhaltspunkte für Übergriffe auf geflüchtete Menschen - insbesondere Frauen und Kinder - aus der Ukraine vor.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 24. März 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.