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Immer wieder hören wir von Ausbildungsbetrieben, denen der Nachwuchs fehlt und die händeringend versuchen, Lehrlinge zu

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Der Magistrat setzt sich intensiv für die Ausbildung junger Menschen ein, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Durch verschiedene Programme und Projekte soll die Berufsorientierung gefördert werden, jedoch haben die Maßnahmen aufgrund der Coronapandemie stark gelitten. Es wird ein Azubi-Wohnheim geplant, um den Zugang zu Wohnraum für Auszubildende zu erleichtern.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Frage an den Magistrat

Immer wieder hören wir von Ausbildungsbetrieben, denen der Nachwuchs fehlt und die händeringend versuchen, Lehrlinge zu finden und anzuwerben. In manchen Branchen, wie zum Beispiel der Kunststoffindustrie, kann man im Gegensatz zum Vorjahr einen Rückgang an Nachwuchskräften von bis zu 30 Prozent beobachten; auch im Handwerk ist die Situation ähnlich dramatisch. Darum frage ich den Magistrat: Welche Unterstützungs- und Aufklärungsarbeit leistet der Magistrat, um an allen Schulformen sowie in Vereinen, Jugendtreffs und Ähnlichem die verschiedenen Ausbildungsberufe zu bewerben und somit dem Fachkräftemangel in den unterschiedlichsten Branchen des Handwerks, Handels und der Industrie entgegenzuwirken?

Antwort des Magistrats

Der Magistrat setzt sich seit Jahren intensiv gemeinsam mit unterschiedlichen Trägern als auch Akteuren um das Thema Ausbildung erfolgreich dafür ein, junge Menschen in Ausbildungsberufe zu bringen. Hierzu findet regelmäßig ein Austausch über etablierte und gut funktionierende Netzwerke (OloV [1] ) -Steuerungskreis, NAAF [2] ) , SWAK 3) ) statt. Die vielen bestehenden Programme, Projekte, Betreuungs- und Hilfsmaßnahmen werden dabei kontinuierlich evaluiert beziehungsweise angepasst.

Diese Maßnahmen und Projekte sind jedoch seit Beginn der Coronapandemie kaum noch umsetzbar. Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und temporäre Schulschließungen führten dazu, dass die überwiegende Anzahl der Maßnahmen in den Schuljahren 2020/2021 nicht stattfinden konnte und junge Menschen, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Phase der beruflichen Orientierung befanden, nicht erreicht wurden. So fielen zum Beispiel Berufsorientierungsunterricht, Berufspraktika, Berufsbildungsmessen oder Infoveranstaltungen zur dualen Ausbildung als Alternative zum Studium für Eltern als auch Schüler und Schülerinnen nahezu alle weg.

Allerdings offenbarte die Coronapandemie auch, wie wirksam als auch wie wichtig diese Maßnahmen in den letzten Jahren waren und welche Folgen ein Weg-/Ausfall hat. Der Ausfall dieser Maßnahmen hat zu dramatischen Einbrüchen auf dem Ausbildungsmarkt im Jahr 2020 und 2021 geführt, wie die Akteure anlässlich der SWAK im Oktober letzten Jahres berichteten.

Die Handwerkskammer Rhein-Main startete im Sommer 2021 mit einem neuartigen Projekt, um junge Menschen in die Ausbildungsberufe zu locken. Nicht erst durch die aktuelle Coronapandemie gilt es neue Wege in der Berufsorientierung zu beschreiten. Unter dem Motto "Xperience Handwerk - erleben, bauen und selber machen" errichtete die Handwerkskammer im MyZeil eine Pop-Up-Location in der Frankfurter Innenstadt, um an den Orten mit dem Thema Ausbildung Präsenz zu zeigen, wo Schüler und Schülerinnen sind.

Mit dem im Rahmen des Masterplans Industrie verabschiedeten Projekts "Azubi-Wohnheim" reagiert der Magistrat auf aktuelle Entwicklungen des Ausbildungsmarktes. Da junge Menschen, die während ihrer Ausbildung verhältnismäßig geringe Vergütungen erhalten, aufgrund der hohen Mieten immer schwieriger in Frankfurt am Main "Fuß fassen" können, soll ein Azubiwohnheim oder eine andere Form des Wohnens für Auszubildende im Stadtgebiet errichtet werden. Ziel ist es, dass Wohnraum für Auszubildende leichter zugänglich gemacht wird. Hierzu wird aktuell eine Machbarkeitsstudie unter Federführung der Wirtschaftsförderung erstellt.

Auf Seiten der Ausbildungsbetriebe hat die Coronapandemie leider auch dazu geführt, dass im vergangenen Lehrjahr weniger Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt wurden. Gründe hierfür sind Betriebsschließungen, Kurzarbeit und/oder eine schlechte Auftragslage beziehungsweise Zukunftsnöte.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 20. Januar 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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