Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Seit 2020 stellt der Verein chancenreich e. V. Grundschulklassen den sogenannten „Frankfurter Bücherkoffer“ zur Verfügun

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Der Verein chancenreich e. V. stellt seit 2020 den "Frankfurter Bücherkoffer" zur Verfügung, um Grundschulkindern den Zugang zu mehrsprachigen Kinderbüchern zu ermöglichen. Ziel ist es, die Lesemotivation und Sprachförderung in Familien zu stärken, insbesondere in bildungsfernen Haushalten.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängiges Bürgerprojekt seit 2010. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Schulen und Bildung verfolgen

Frage an den Magistrat

Seit 2020 stellt der Verein chancenreich e. V. Grundschulklassen den sogenannten "Frankfurter Bücherkoffer" zur Verfügung, in dem Kinderbücher aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen und in den verschiedensten Sprachen zu finden sind. Grundschulkinder können diesen Koffer mit nach Hause nehmen und eine Woche lang gemeinsam mit ihren Familien in Kinderbüchern aus beispielsweise dem Kulturkreis und in der Herkunftssprache der eigenen Eltern stöbern. Darum frage ich den Magistrat: Wie viele der Bücherkoffer sind mittlerweile an wie vielen Frankfurter Grundschulen im Umlauf und werden dort aktiv genutzt, und stehen diese Koffer den Kindern und Familien das gesamte Schuljahr, auch während der Ferien, zur Verfügung?

Antwort des Magistrats

Nachdem im Pilot im Schuljahr 2019/2020 drei Schulen mit dem Frankfurter Bücherkoffer gearbeitet haben, kamen, bedingt durch die Aufnahme in die finanzielle Förderung durch das Stadtschulamt, im Schuljahr 2020/21 acht sowie zum aktuellen Schuljahr jeweils weitere zehn Grundschulen hinzu. Der Frankfurter Bücherkoffer rollt somit an aktuell 21 Grundschulen und damit rund 80 Klassen vorwiegend der zweiten Jahrgangsstufe sowie einigen Intensivklassen zu den Kindern mit nach Hause. Insgesamt sind derzeit 160 Bücherkoffer in den Klassen unterwegs, es werden darüber rund 2.000 Familien erreicht. Im wöchentlichen Wechsel können die Koffer von den Kindern mitgenommen werden und laden zum gemeinsamen Lesen auf Deutsch und auch in vielen anderen Familiensprachen ein. Bei der Auswahl der Bücher ist auf kulturelle und religiöse Neutralität geachtet worden. Die Ausweitung des Projekts ab 2020 wurde durch eine breit angelegte Kooperation ermöglicht: Unter Federführung des Stadtschulamts arbeiten die Stadtbücherei, das Amt für multikulturelle Angelegenheiten und das Staatliche Schulamt Frankfurt mit dem Verein zusammen. In 2020 und 2021 wurden dem Verein auf seinen Antrag hin finanzielle Mittel zur Umsetzung des Projekts bewilligt und eine intensive inhaltliche Zusammenarbeit durch fachlich-personelle Ressourcen eingebracht, zum Beispiel für die Durchführung von Fortbildungen für die Lehrkräfte der teilnehmenden Klassen. Zusätzlich wirbt der Verein Sponsorengelder und Spenden ein. Für die Lehrkräfte gab es eine Fortbildung und Materialien für den fächerübergreifenden Unterricht. Die Eltern wurden - soweit coronabedingt möglich - an den Elternabenden oder per Elternbrief informiert. Zusätzlich bieten die Schulbibliotheken sowie acht Stadtteilbüchereien im Umfeld der Projektschulen jeweils einen Satz der zwölf mehrsprachigen Bücher des Bücherkoffers. In den acht Stadtteilbibliotheken können die Bücher das ganze Jahr über ausgeliehen werden und stehen den Kindern somit auch in den Ferien zur Verfügung. Eine Nachhaltigkeit über das Aktionsschuljahr hinaus und Breitenwirkung in die ganze Familie hinein wird durch die Verknüpfung mit dem Angebot der Stadtbücherei erreicht. Zehn den Schulen nahegelegene Zweigstellen der Stadtbücherei und alle Schulbibliotheken der Projektschulen halten denselben Büchersatz zur Ausleihe bereit, darüber hinaus viele weitere mehrsprachige Medien. Die Stadtbücherei und ihre Schulbibliothekarische Arbeitsstelle führen mit ihrem - auch in interkulturellen Bereich - breit gefächerten Medien- und Veranstaltungsangebot zur Verstetigung der Sprach- und Leseförderung in mehrsprachigen Familien und gewährleisten einen dauerhaften Zugang. Zum Projekt gehört die regelmäßige Evaluation, unter anderem durch Zwischen- und Abschlussmonitorings der Lehrkräfte sowie durch Auswertungen des Lesetagebuches, das den Koffer auf seiner Reise durch die Familien begleitet. Trotz der Einschränkungen durch die Pandemie und der erschwerten Bedingungen für das Projekt zeigt die aktuelle Auswertung, dass das Projekt die Lesemotivation der Kinder deutlich steigern konnte. Die Mehrheit der Kinder nimmt den Lesekoffer mehrfach mit nach Hause. Rund drei Viertel der Lehrkräfte gab an, dass das Projekt ihre Kenntnisse im Umgang mit Mehrsprachigkeit stärke und diese Kenntnisse in den Schulunterricht einflössen. Das Projekt trägt zur Sprach- und Leseförderung insbesondere in bildungsfernen Familien bei und stärkt zudem das Selbstbewusstsein der Kinder, die in den Koffern ihre eigene Herkunftssprache entdecken und ihre Fähigkeiten in dieser zeigen können. Neu ist in diesem Schuljahr die erstmalige Einführung des Bücherkoffers in einem Kinder- und Familienzentrum in Eckenheim mit einer der Altersgruppe entsprechenden etwas unterschiedlichen Ausgestaltung. Im Januar wird das Projekt in einer Pilotphase darüber hinaus in einer Gemeinschaftsunterkunft aufgenommen. Das Projekt geht zurück auf den Hamburger Bücherkoffer, der dort seit 2016 in Grundschulen eingeführt und bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem Deutschen Integrationspreis.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 2. Dezember 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung