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Diskriminierung und Rassismus sind noch immer alltäglicher Bestandteil vieler Frankfurterinnen und Frankfurter. Auch auf

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Frage behandelt die Rolle der Antidiskriminierungsaufklärung in der Ausbildung städtischer Beamter und die vorhandenen Fortbildungsangebote zur Stärkung interkultureller Kompetenz. Ziel ist es, das Bewusstsein für Diversität zu fördern und Diskriminierung zu verhindern. Die Stadt Frankfurt am Main hat bereits Maßnahmen zur interkulturellen Öffnung und Sensibilisierung ihrer Mitarbeiter ergriffen.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Frage an den Magistrat

Diskriminierung und Rassismus sind noch immer alltäglicher Bestandteil vieler Frankfurterinnen und Frankfurter. Auch aufgrund von Unwissenheit sowie fehlender Sensibilität werden Menschen verletzt, ausgrenzt und darüber hinaus Misstrauen gegenüber der Stadt aufgebaut, wenn dieses Verhalten von Seiten städtischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeht. Darum frage ich den Magistrat: Welche Rolle spielt Antidiskriminierungsaufklärung innerhalb der Ausbildung, und welche unter anderem auch verpflichtenden Angebote zur Fort- und Weiterbildung mit dem Ziel der Stärkung interkultureller Kompetenz und Sensibilität gibt es für städtische Beamte?

Antwort des Magistrats

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin Arslaner-Gölbasi, sehr geehrte Frau Stadtverordnete Schnitzler, meine Damen und Herren! Die Antidiskriminierungsaufklärung spielt im Bereich der Verwaltungsausbildung eine wichtige Rolle. So wird das Thema unter anderem im Rahmen eines ganztägigen Moduls "Interkulturelle Verständigung" in Kooperation mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten und der Bildungsstätte Anne Frank allen zentral ausgebildeten und finanzierten Ausbildungs- und Studiengruppen im zweiten Ausbildungsjahr/Studienjahr nähergebracht. Inhalte des Moduls sind zum Beispiel das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, die Bevölkerungsentwicklung, Kultur, Migrationsgeschichte und der Umgang mit Vorurteilen. Die Nachwuchskräfte erhalten dabei umfangreiche Informationen, bearbeiten das Thema in Arbeitsgruppen und besuchen unter anderem das Lernlabor in der Bildungsstätte Anne Frank. Mit der ganzheitlichen Betrachtung der Vielfaltsdimensionen stellt die zentrale Personalentwicklung sicher, dass die Persönlichkeitsentwicklung städtischen Personals im Umgang mit Vielfalt in den Mittelpunkt gestellt wird. Zu allen Vielfaltsdimensionen bietet das städtische Fortbildungsprogramm zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten an, die interkulturelle Kompetenzen vermitteln, den Umgang mit Diversität fördern und so einen wesentlichen Beitrag zur Antidiskriminierungsaufklärung leisten. Diese Fortbildungen sind allen Mitarbeitenden zugänglich und werden auch wahrgenommen. Bis auf wenige Ausnahmen - zum Beispiel Fortbildungen zum Führen von Mitarbeitenden-Vorgesetzten-Gesprächen, zum Betrieblichen System Leistungsentgelt oder zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz - besteht im Rahmen der städtischen Weiterqualifizierung das Freiwilligkeitsprinzip. Die Fortbildung "Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz" ist eine verbindliche Weiterbildung für Führungskräfte, Personalverantwortliche, Mitarbeitende im Personalwesen, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte sowie für die Vertrauensleute der Schwerbehinderten und dient dazu, Benachteiligungen zu verhindern und zu beseitigen. Es gibt zunehmend Ämter und Betriebe, die die Bedeutung der Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden im Bereich der interkulturellen Kompetenz als sehr hoch einschätzen und proaktiv bedarfsorientierte Fortbildungen mit Unterstützung der zentralen Personalentwicklung realisieren. Beispielhaft sei hier das Ordnungsamt für den Bereich der Stadtpolizei genannt. Darüber hinaus hat die Stadt Frankfurt am Main 2017 ein neues Beurteilungswesen mit Beschreibungshilfen eingeführt, das das Beurteilungsmerkmal "Interkulturelle Kompetenz/Umgang mit Diversität" enthält. Ebenfalls wurde ein stadtweites Führungsverständnis entwickelt, in dessen Mittelpunkt der Mensch steht - "Wertschätzung und Respekt zeichnen unsere Führungskultur aus" und "Führungskraft sein heißt Rollenvielfalt leben". Bereits 2018 wurde konkret begonnen, unter der Federführung des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten einen Ordner für Führungskräfte "Interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung - Gut aufgestellt" zu erarbeiten, der an die Führungskräfte übergeben wurde. Hierin befinden sich unter anderem Leitfäden beziehungsweise Erklärhilfen: "Wie interkulturelle Kompetenz mit anderen Beurteilungsmerkmalen zusammenhängt", "Das neue Beurteilungswesen im Kontext interkultureller Öffnungsprozesse", "Interkulturelle Kompetenz in Auswahlverfahren feststellen" sowie "Was bedeutet interkulturelle Öffnung, was interkulturelle Kompetenz".

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 2. Dezember 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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