Als beliebter Ausflugsort, aber auch als Lernort genießt der Palmengarten eine hohe Reputation in Frankfurt und der Regi
Zusammenfassung
Die Anpassung der Eintrittspreise im Palmengarten wurde aufgrund gestiegener Kosten und zur Konsolidierung des städtischen Haushalts notwendig. Die Rückmeldungen der Besucher:innen sind überwiegend positiv, insbesondere die Einführung des freien Eintritts für Kinder und Jugendliche wird geschätzt.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenFrage an den Magistrat
Als beliebter Ausflugsort, aber auch als Lernort genießt der Palmengarten eine hohe Reputation in Frankfurt und der Region. Vor über einem Jahr wurden die Eintrittspreise für den Palmengarten angepasst, zum Teil erhöht und vorige Möglichkeiten wie Familienjahreskarten abgeschafft.
Ich frage den Magistrat:
Welche Erkenntnisse hat er nach über einem Jahr dieser Anpassungen der Ticketpreise, und wie waren die Rückmeldungen hierzu von den Besuchern?
Antwort des Magistrats
Die Preisanpassung der Eintrittspreise war nach über zehn Jahren Preisstabilität aufgrund der allgemeinen Kostensteigerung nötig geworden. Im Palmengarten mit seinen Schauhäusern schlug insbesondere die Erhöhung der Energiekosten zu Buche. Die Mehreinnahmen aus der Preisanpassung dienen der Konsolidierung des städtischen Haushalts.
In den vergangenen zehn Jahren etablierte der Palmengarten zudem neue, im Eintrittspreis inkludierte Angebote wie das Blüten- und Schmetterlingshaus und nahm zahlreiche kostenintensive Modernisierungen an den Schauhäusern und im Freiland vor.
Der reguläre Eintritt für Erwachsene erhöhte sich von sieben auf neun Euro. Tickets für Ermäßigungsberechtigte kosten nun fünf statt drei Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren erhalten seitdem - analog zu den städtischen Museen - freien Eintritt. Dadurch ist die bisherige Familienkarte weggefallen. Inhaber:innen eines Frankfurt-Passes oder eines Kulturpasses besuchen den Palmengarten jetzt kostenfrei. Neu eingeführt wurde darüber hinaus von März bis Oktober ein Feierabendticket für fünf Euro, das von Montag bis Freitag jeweils ab 18:30 Uhr gilt und den Gartenbesuch an Werktagen attraktiver macht. Im Vergleich mit anderen Botanischen Gärten liegt der Palmengarten auch mit der Erhöhung eher unter dem Durchschnitt.
Insgesamt konnten die Einnahmen aufgrund der Preisanpassung um 16 Prozent gesteigert werden.
Im Kassenbereich und online wurden vereinzelte Rückmeldungen aufgrund der Preiserhöhungen verzeichnet: Insbesondere Tageskartenbesucher:innen meldeten sich meist mit positive Anmerkungen dazu, dass Kinder und Jugendliche jetzt freien Eintritt haben. Bei Jahreskartenbesitzer:innen gab es hin und wieder Kritik aufgrund des Wegfalls der Familienjahreskarte und der damit verbundenen Mehrkosten, sobald zwei Erwachsene mit Kindern den Garten besuchen. Bei den Jahreskarten wurden entsprechend in vergleichbaren Zeiträumen etwa 25 Prozent weniger verkauft. Allerdings zeigten die Besucher:innen im Gespräch mit den Mitarbeitenden Verständnis über die dahinterliegenden Gründe.
Das neu eingeführte Feierabendticket wurde gut angenommen und im ersten Jahr der Einführung 1301-mal genutzt.
Insgesamt besuchten im vergangenen Jahr über 651.000 Menschen den Garten - die höchste Zahl seit
2014.
Fazit: Die Veränderung der Preisstruktur hat bei den Besucher:innen zu keinem Rückgang geführt. Im Gegenteil - die Besucher:innenzahlen zeigen, dass sich der Palmengarten nach wie vor ungebrochener Beliebtheit erfreut.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 28. Mai 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.