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Täterarbeit heißt Opferschutz. Durch die Arbeit mit Tätern, die ihr Verhalten reflektieren lernen und für ihre Taten Ver

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

In Frankfurt am Main gibt es verschiedene Programme zur Täterarbeit, die sich insbesondere auf den Kinderschutz konzentrieren. Diese Programme sind teilweise verstetigt und richten sich hauptsächlich an Männer, die Väter sind und bereit sind, ihr gewalttätiges Verhalten zu ändern.

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Frage an den Magistrat

Täterarbeit heißt Opferschutz. Durch die Arbeit mit Tätern, die ihr Verhalten reflektieren lernen und für ihre Taten Verantwortung übernehmen sollen, können Menschen präventiv vor Gewalt geschützt oder weitere Taten verhindert werden.

Ich frage den Magistrat:

Welche kommunalen Beratungsstellen und Programme im Bereich der Täterarbeit gibt es in Frankfurt am Main und sind diese verstetigt oder zeitlich befristet?

Antwort des Magistrats

Ich verweise in diesem Zusammenhang auf den "1. Bericht Istanbul-Konvention in Frankfurt: Bestandsaufnahme". Dieser ist Anlage zum Magistratsbericht B 124 vom 02.04.2024 und kann über PARLIS heruntergeladen und eingesehen werden. Täterarbeit ist unter Artikel 16 auf den Seiten 62-64 aufgeführt.

Täterarbeit wird in Frankfurt bisher im Sinne des Kinderschutzes gedacht. Das heißt, Tätertrainings werden vom Sozialdezernat durch das Jugendamt in Form von Hilfen zur Erziehung finanziert.

An kommunalen Beratungsstellen gibt es das "Informationszentrum für Männerfragen" mit Beratungsangeboten als auch therapeutischen Angeboten. Die Mittel dafür sind verstetigt. Das Jugendamt selbst hält für den Kinder- und Jugendhilfe Sozialdienst die Projekte "Täterarbeit in Fällen von Gewalt in der (Ex)-Partnerschaft" und "Gruppenarbeit mit Vätern bei häuslicher Gewalt" vor. Finanziert werden diese Projekte aus Mitteln der Stadtteilprojekte. Beide Angebote richten ihren Fokus besonders auf die Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind.

Weitere Angebote gibt es vom Caritas - das Projekt "Koordinierte Beratung bei häuslicher Gewalt" und dem Verein "Gran Torino", der Tätertrainings in Gruppensettings anbietet. Die Täterarbeit von Gran Torino wird über Projektmittel der Kinder- und Jugendhilfe gefördert.

Die Täter:innenarbeit bei häuslicher und sexueller Gewalt von der pro familia Frankfurt wird ebenfalls vom Jugend- und Sozialamt gefördert. Grundlage hierfür ist ein Etatantrag, der bisher nicht verstetigt ist.

Dies und mehr kann in dem Bericht nachgelesen werden.

In der zusammenfassenden Einschätzung zur Umsetzung des Artikels 16 weist der Bericht auch darauf hin, dass sich die existierenden Maßnahmen in Frankfurt ausschließlich an Männer richten, die Väter sind, ausreichend Deutsch sprechen, keine Suchtproblematik haben und etwas gegen ihr gewalttätiges Verhalten tun wollen. Für allen anderen sind diese Angebote nicht zugänglich.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 27. März 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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