Derzeit gibt es Elektrofahrzeuge mit unterschiedlichen Ladesteckern/Schnelladefunktionen. Daher sind nicht alle Ladesäul
Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf die Anzahl der in Frankfurt zugelassenen Elektrofahrzeuge, die an Schnellladesäulen nicht aufgeladen werden können. Der Magistrat hat keine Daten zu den Ladesteckern der Fahrzeuge, da diese nicht zulassungsrelevant sind. Dies könnte die Entwicklung der Elektromobilität in Frankfurt behindern.
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Thema Verkehr und Straße verfolgenFrage an den Magistrat
Derzeit gibt es Elektrofahrzeuge mit unterschiedlichen Ladesteckern/Schnelladefunktionen. Daher sind nicht alle Ladesäulen in Frankfurt für alle Fahrzeuge geeignet.
Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat:
Ist dem Magistrat bekannt, wie viele Elektrofahrzeuge in Frankfurt zugelassen sind, die an den Schnellladesäulen nicht mit den Schnellsteckern aufgeladen werden können?
Antwort des Magistrats
Stadträtin Annette Rinn:
Frau Stadtverordnetenvorsteherin,
meine Damen und Herren!
Da es nicht zulassungsrelevant ist, mit welchen Ladesteckern oder Schnelladefunktionen die jeweiligen Elektrofahrzeuge ausgestattet sind, liegen der hiesigen Kfz-Zulassung hierzu keine Daten vor.
Stadtverordnetenvorsteherin
Hilime Arslaner:
Es gibt eine Zusatzfrage von Frau Momsen von den GRÜNEN.
Stadtverordnete Sylvia Momsen, GRÜNE:
(Zusatzfrage)
Wenn Sie dazu keine Daten haben, dann können Sie demnächst, wenn Sie vielleicht einmal nachfragen, noch eine zweite Frage mitnehmen, nämlich ob es irgendwann einmal Ladesäulen für Elektrofahrräder geben wird, das wäre auch sehr schön.
Stadträtin Annette Rinn:
(fortfahrend)
Das ist eine wunderschöne Idee und ich wäre sehr dafür, liebe Frau Momsen, aber da müssen Sie tatsächlich den Kollegen Siefert beziehungsweise die Kollegin Wüst fragen, denn da bin ich leider nicht zuständig.
Aktuelle Stunde zur Frage Nr. 3011
Stadtverordneter Dr. Julian Langner, FDP:
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin!
Das, worum es mir eigentlich geht, ist bestimmt keine Steuer, weil das Laden von Elektroautos schon teuer genug ist. Das, worum es geht, ist, dass sich die Elektromobilität in Frankfurt noch nicht so dynamisch entwickelt wie gewünscht. Zum Jahresende 2024 waren in Frankfurt immerhin 31.045 Elektro- und Hybridfahrzeuge zugelassen, was ungefähr 7,2 Prozent der 426.000 in Frankfurt zugelassenen Fahrzeuge ausmacht. Dabei sind Elektrofahrzeuge zum Fahren mittlerweile technisch ausgereift und weitgehend unkompliziert, allerdings hapert es an dieser Ladeinfrastruktur, gerade um Fahrzeuge schnell aufzuladen, was nach wie vor zu Ressentiments ihnen gegenüber führt. Mit nur 1.096 öffentlichen Ladepunkten, Stand Anfang 2024, liegt Frankfurt im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten auf diesem Feld zudem deutlich zurück.
Immerhin hat die Stadt mittlerweile aber 20 Schnelllader im öffentlichen Raum, also von der Stadt durch Raum und öffentliche Subventionierung unterstützt, wie sie auf den Ladesäulen stolz verkündet, wobei die Stadt bewusst nur private Anbieter bezuschusst. Jedoch sind diese Schnellladesäulen in Frankfurt leider nicht für jedes Elektroauto geeignet. Der Magistrat gestattet den Betreibern nämlich, diese nur für das DC-Laden auszulegen. Den an diesen Säulen durchaus möglichen Typ-2-Stecker für das AC-Laden sucht man deshalb an den Schnellladern im öffentlichen Raum in Frankfurt - anders als zum Bespiel in Niedersachsen, Bayern oder Mecklenburg - vergeblich. Das kann man wunderbar an den nagelneuen Schnellladesäulen der Mainova am Hauptfriedhof besichtigen, wo statt des Typ-2-Steckers ein Blindstopfen prangt. Der Magistrat meint, ein solcher Stecker wäre für die Anbieter unattraktiv, da die Standzeit durch das AC-Laden deutlich länger dauere, dadurch wäre der Lader bei deutlich geringerem Umsatz länger blockiert. Das hält der Magistrat für wenig sinnvoll. Diese Säulen sind aber eben keine privat betriebenen Säulen, zwar von privaten Betreibern, aber eben subventioniert. Insofern ist die Argumentation nicht ganz überzeugend. Die Typ-2-Stecker-Autos sind nämlich meistens ältere Kleinwagen oder die günstigen Neuwagen, die die teure Schnellladetechnik nicht an Bord haben, um realistische Verkaufspreise für Normalverdiener um die 20.000 Euro zu erreichen. Diese Autos haben aber üblicherweise viel kleinere Akkus und müssen deshalb zwar auf Langstrecken häufig mal schnell laden, dafür stehen sie aber mit dem Typ-2-Stecker nicht unbedingt länger am Schnelllader, sondern sie nehmen weniger Strom ab als die großen 100.000-Euro-Kutschen, die natürlich derzeit viel mehr teuren Strom aufnehmen.
Stadtverordnetenvorsteherin
Hilime Arslaner:
Ihre Redezeit ist abgelaufen.
Stadtverordneter Dr. Julian Langner, FDP:
(fortfahrend)
Deswegen müsste man diese ganze Infrastruktur noch einmal infrage stellen und sich Gedanken machen, ob wir nicht auch die Kleinen fördern sollen.
Vielen Dank!
(Beifall)
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 20. Februar 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.