Ältere Elektrofahrzeuge können häufig nur über den Typ 2-Stecker mit Wechselstrom, AC, laden und erreichen dabei Ladelei
Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf die Verfügbarkeit von Typ 2-Steckern an Schnellladesäulen in Frankfurt, um älteren Elektrofahrzeugen eine angemessene Ladegeschwindigkeit zu ermöglichen. Der Magistrat informiert, dass keine der 20 installierten Schnellladesäulen über einen Typ 2-Stecker verfügt, was wirtschaftliche Gründe hat. Es wird darauf hingewiesen, dass DC-Lader effizienter sind und AC-Laden an diesen Standorten als wenig sinnvoll erachtet wird.
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Thema Verkehr und Straße verfolgenFrage an den Magistrat
Ältere Elektrofahrzeuge können häufig nur über den Typ 2-Stecker mit Wechselstrom, AC, laden und erreichen dabei Ladeleistungen von bis zu 22 kW. Die regulären öffentlichen AC-Ladesäulen in Frankfurt bieten diese maximale Ladeleistung zwar theoretisch an, in der Praxis ist die verfügbare Leistung jedoch oft geringer.
Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat:
Wie viele der im Frankfurter Stadtgebiet errichteten Schnellladesäulen verfügen auch über einen Typ 2-Stecker für AC-Laden mit bis zu 22 kW Ladeleistung, um älteren Elektrofahrzeugen ohne DC-Schnellladefähigkeit eine angemessene Ladegeschwindigkeit zu ermöglichen?
Antwort des Magistrats
Mit Stand Dezember 2024 sind in Frankfurt 1679 Ladepunkte öffentlich zugänglich. Davon sind 118 Schnellladepunkte. Gemäß Beschluss der städtischen Gremien - Vortrag des Magistrats M 140 vom 20.09.2019 und Beschluss der Stadtverordnetenversammlung § 4835 vom 07.11.2019 - plant und errichtet die Stadt Frankfurt am Main selbst keine Lade-infrastruktur auf öffentlichen Flächen. Im Rahmen des Open-Market-Modells nimmt die Stadt Anträge von gewerblichen Anbietern von Ladeinfrastruktur entgegen und gestattet diese vertraglich nach erfolgreicher straßenrechtlichen Standortprüfung. Keine der bisher 20 in Frankfurt am Main im öffentlichen Raum installierten Schnellladesäulen, DC, verfügt über einen zusätzlichen Typ 2-Stecker für AC-Laden. Dieses Angebot ist für die Anbieter wirtschaftlich unattraktiv, da die Standzeit für das AC-Laden deutlich länger dauert als für Schnellladevorgänge. Damit würden die DC-Lader bei deutlich geringerem Umsatz länger blockiert. Darüber hinaus hält der Magistrat das AC-Laden an DC-Tankstellen für wenig sinnvoll. Jeder DC-Lader ersetzt je nach Berechnungsmethode 10-20 AC-Lader, welche dann verzichtbar werden. Im Sinne der Flächen- und Ressourceneffizienz ist es sinnvoller, wenn DC-Lader mit der vollen Kapazität laden und somit mehr Ladevorgänge abwickeln können. Über die in Privatbesitz befindlichen, aber öffentlich zugänglichen anderen 98 Schnellladestationen hat der Magistrat leider keine Erkenntnisse.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 23. Januar 2025 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.