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Unbekannte haben im November die Bismarck-Statue in Höchst von ihrem Sockel gerissen und mit Parolen beschmiert, die zei

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Bismarck-Statue in Höchst wurde im November 2024 vandalisiert. Der Magistrat plant, die Statue zu sanieren und wieder aufzustellen, wartet jedoch auf ein Votum der Kommission für Erinnerungskultur, die im Frühjahr 2025 tagt. Ein Bericht der Arbeitsgruppe zu historisch belasteten Denkmälern wird voraussichtlich Mitte 2026 vorgelegt.

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Frage an den Magistrat

Unbekannte haben im November die Bismarck-Statue in Höchst von ihrem Sockel gerissen und mit Parolen beschmiert, die zeigen, dass es sich hier um eine politisch motivierte Tat handelt. Bereits 2021 hat der Ortsbeirat mehrheitlich die Anbringung einer Informationstafel an dem Denkmal mit Mitteln aus seinem Budget beschlossen. Als Antwort kündigte der Magistrat mit ST 158 vom 14.01.2022 einen "Verfahrensvorschlag" an und verweist auf eine bereits vorliegende Forschungsarbeit. Das Ergebnis nach drei Jahren: Es gibt weder Tafel noch Vorschlag, dafür eine zerstörte Statue.

Ich frage den Magistrat:

Wann wird die Bismarck-Statue wieder aufgestellt, und wann wird der "Verfahrensvorschlag" vorgelegt beziehungsweise einfach die Informationstafel angebracht?

Antwort des Magistrats

Sehr geehrte Frau Stadtverordnete Serke!

Der Sturz des Bismarck-Denkmals in Höchst ist ein Akt massiven Vandalismus', den der Magistrat klar verurteilt. Die Statue wurde dabei beschädigt, jedoch nicht zerstört. Sie ist unmittelbar nach dem Vorfall geborgen und in ein städtisches Depot gebracht worden. Es kann derzeit noch nicht beziffert werden, was eine Reinigung, Sanierung und Wiederaufstellung an Kosten mit sich bringen würde.

Bevor weitere Schritte eingeleitet werden, soll ein Votum der Kommission für Erinnerungskultur zum weiteren Umgang mit dem Denkmal abgewartet werden. Der Kommission gehören Expertinnen und Experten unter anderem aus dem Historischen Museum Frankfurt, dem Institut für Stadtgeschichte und dem Kulturamt an. Die Kommission tagt das nächste Mal im Frühjahr 2025.

Tatsächlich wurde Ende des Jahres 2022 auf der Grundlage der zitierten Forschungsarbeit durch die Kommission für Erinnerungskultur eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit historisch belasteten Straßennamen und Denkmälern befasst. Sie umfasst Vertreterinnen und Vertreter der mit dem Thema befassten städtischen Ämter, Institute und Museen sowie externe Expertinnen und Experten.

Die angesprochene Studie versammelt im Sinne einer groben Einteilung Straßennamen und Kunstwerke im öffentlichen Raum unserer Stadt, die mit einer hohen oder mittleren Wahrscheinlichkeit historisch belastet oder aber unbedenklich sind. Jeder dieser Fälle erfordert jedoch detailliertere historiografische Recherchen, um eine Grundlage für eine Empfehlung zum weiteren Umgang durch die Arbeitsgruppe zu legen. Die einzelnen Namen werden in diesem Sinne abgearbeitet und entsprechende Forschungsaufträge erteilt, was einige Zeit in Anspruch nimmt. Voraussichtlich Mitte 2026 wird ein erster Bericht der Arbeitsgruppe der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt, der zu den Namen Stellung nimmt, die als mit hoher Wahrscheinlichkeit historisch belastet eingestuft wurden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 5. Dezember 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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