Die Komposterde der Frankfurter Kompostierungsanlage ist zu großen Teilen mit Plastikteilen versetzt, verursacht durch g
Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf die Verunreinigung der Komposterde mit Plastik und die damit verbundene Umweltverschmutzung. Der Magistrat plant Maßnahmen zur Verbesserung der Kompostqualität und zur Aufklärung der Bevölkerung über die richtige Nutzung der Biotonne, um die Umweltbelastung zu reduzieren.
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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgenFrage an den Magistrat
Die Komposterde der Frankfurter Kompostierungsanlage ist zu großen Teilen mit Plastikteilen versetzt, verursacht durch gedankenlose Nutzung der Biotonne. Diese plastikverseuchte Komposterde wird nun Landwirten zur Aufbringung auf landwirtschaftlichen Flächen angeboten, aktuell passiert in Nieder-Erlenbach. Dies führt langfristig dazu, dass Nanopartikel ins Grundwasser gelangen. Ich frage den Magistrat: Wie stellt der Magistrat sicher, dass künftig nur reiner Biokompost Endnutzern angeboten und diese riesige Umweltverschmutzung verhindert wird?
Antwort des Magistrats
Beanstandungen an der Qualität der RMB-Komposterde hat es bisher in einem Fall gegeben. Tatsächlich musste Mitte 2018 eine Kompostlieferung in Nieder-Erlenbach wegen erhöhtem Plastikanteiles wieder vom Feld des Landwirtes abgeholt werden. Durch Verfahrensoptimierung konnte die Produktqualität auf das gewohnte Niveau zurückgeführt werden. Sehr zum Bedauern des Magistrats ist und bleibt Plastik im Biomüll, aus dem der Großanteil der Biokomposterde generiert wird, auch in Frankfurt ein Problem. Mit Blick auf den hohen Anteil sogenannter Fehleinwürfe der Frankfurter Haushalte sind Aufklärungsmaßnahmen weiterhin erforderlich. Ein Beispiel dafür ist die Kampagne "Kein Plastik in die Biotonne", die wir im vergangenen Jahr mit der FES gestartet haben. Diese Aktion wurde auch in diesem Jahr fortgesetzt und ist auch für 2021 geplant. Darüber hinaus ist geplant, erneut auf den Handel zuzugehen und diesen aufzufordern, Produkte für Bioabfälle anzubieten, die tatsächlich kompostierbar und nicht aus Plastik sind. Die Rhein-Main Biokompost GmbH, RMB, hat seit der Inbetriebnahme der Bioabfallbehandlungsanlage bis heute rund 280.000 Tonnen Kompost produziert und in die Landwirtschaft, den Garten- und Landschaftsbau, sowie an Privatkunden vermarktet.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 24. September 2020 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.