Mit dem Bau der Ernst-May-Siedlung 1927 und der Nordweststadt 1961 wurde das Ruinenfeld der römischen Stadt NIDA überbau
Zusammenfassung
Es wird vorgeschlagen, das Gelände der römischen Stadt NIDA als historischen und kulturellen Ort zu erhalten und in die geplante Bebauung zu integrieren. Ziel ist es, die römische Geschichte lebendig zu halten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenFrage an den Magistrat
Mit dem Bau der Ernst-May-Siedlung 1927 und der Nordweststadt 1961 wurde das Ruinenfeld der römischen Stadt NIDA überbaut, die Zerstörung war enorm. NIDA war in den Jahren 73 bis 268 n. Chr. ein Verwaltungszentrum im Römischen Reich. Von der Zerstörung im 20. Jahrhundert blieb nur ein Areal verschont, das die amerikanischen Streitkräfte für ihre Zwecke genutzt hatten, mit besonderen Schutzvorrichtungen. Ende 2019 wurde das Gelände von der BIm A an die Stadt verkauft. Es sollen Wohnungen darauf gebaut werden. Ich frage den Magistrat: Wie kann das noch vorhandene Gelände der römischen Stadt NIDA als historischer und kultureller Ort erhalten und so gestaltet werden, dass die römische Geschichte in lebendiger Erinnerung bleibt?
Antwort des Magistrats
Sehr geehrte Frau Stadtverordenete Momsen! Das Archäologische Museum empfiehlt, die derzeit auf dem städtischen Areal erhaltenen archäologischen Befunde zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Eine Integration der konservierten architektonischen Befunde in die geplante Bebauung erscheint aus Sicht des Archäologischen Museums wünschenswert und sollte in Absprache mit dem Denkmalamt der Stadt Frankfurt und dem Archäologischen Museum erfolgen. Beispiele für eine gelungene Integration historischer Bausubstanz in Neubauprojekte dieser Art sind hinreichend vorhanden und könnten als Vorbild dienen. Zusätzliche Informationstafeln oder die Kopie eines der bei den Grabungen auf dem Gelände entdeckten römischen Steindenkmäler könnten das Ensemble ergänzen. Die Geschichte der römischen Stadt NIDA im Bereich der heutigen Nordweststadt wird seit 1989 umfassend in der Dauerausstellung des Archäologischen Museums in der Innenstadt präsentiert. Die Ergebnisse der Erforschung NIDAs werden zudem durch das Archäologische Museum Frankfurt in Vorträgen, Ausstellungen und Publikationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vor Ort in Heddernheim werden die Ergebnisse der Forschungen derzeit durch den "Archäologischen Rundweg" in der Nordweststadt, den Schutzbau "Töpferhaus" unweit der neuen Feuerwache 21 sowie eine Ausstellung mit einer kurz gefassten Geschichte zu NIDA im Heddernheimer Schloss, zurzeit nicht zugänglich, präsentiert. Derzeit ist eine Ausweitung des Rundweges durch die Visualisierung der Grabungsergebnisse im neu entdeckten römischen Tempelbezirk im Bereich der "Römerstadtschule" in Arbeit. Neben der Erneuerung der Dauerausstellung zur antiken Römerstadt Nida im Archäologischen Museum im Karmeliterkloster gehört eine angemessene Erschließung des in den heutigen Stadtteilen Heddernheim und Praunheim gelegenen Fundortes Nida für die Öffentlichkeit zu den Schwerpunkten der Museumsarbeit der kommenden Jahre.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 20. Februar 2020 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.