Laut einem Artikel der FR vom 05.02.2024 hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft, DKG, die Politik zu einem besseren Sc
Zusammenfassung
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert einen besseren Schutz vor Cyberangriffen auf Kliniken in Deutschland. Der Magistrat beschreibt die Maßnahmen des Klinikums Frankfurt Höchst zur Verbesserung der Cybersecurity und betont die kontinuierlichen Bemühungen um Sicherheit.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenFrage an den Magistrat
Laut einem Artikel der FR vom 05.02.2024 hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft, DKG, die Politik zu einem besseren Schutz vor Cyberangriffen auf die Kliniken in Deutschland aufgerufen. Den Krankenhäusern würden vielfach die notwendigen Rahmenbedingungen fehlen, um nicht Opfer digitaler Angriffe zu werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, BSI, schätze die Bedrohungslage im "Cyberraum" insgesamt als besorgniserregend ein. Diese Einschätzung gelte auch für Einrichtungen des Gesundheitswesens.
Ich frage den Magistrat:
Wie schätzt der Magistrat die Situation der Frankfurter Krankenhäuser, insbesondere des Klinikums Höchst, hinsichtlich der Anfälligkeit für Cyberangriffe ein?
Antwort des Magistrats
Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin Arslaner, sehr geehrter Herr Stadtverordneter Fuchs, meine Damen und Herren! Das Klinikum Frankfurt Höchst hat zur Absicherung seiner IT-Umgebung verschiedene Vorkehrungen getroffen. Bereits nach der B3S, Branchenspezifischer Sicherheitsstandard, KRITIS Überprüfung im Jahr 2021 wurde dem Klinikum Frankfurt Höchst vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, BSI, die Auflage erteilt, eine Angriffserkennung zu implementieren. Die Angriffserkennung wurde im Jahr 2021 in Betrieb genommen - mit Produktiv-Schaltung zu Januar 2022 -, noch bevor dies im Mai 2023 zur gesetzlichen Auflage wurde. Die implementierte Angriffserkennung wurde in der B3S KRITIS Prüfung im Mai 2023 durch die Prüfer:innen auf dem geforderten gesetzlichen Niveau der Stufe 3 eingestuft und damit abgenommen. Zur weiteren Absicherung und zur Steigerung der Cybersecurity wurde die Angriffserkennung im August 2023 erweitert beziehungsweise ausgebaut - von einer regelbasierten Angriffserkennung auf eine KI-basierte Analyse und Angriffserkennung. Zusätzlich wurde das Security Operation Center um einen Threat Hunter Service erweitert. Ergänzend dazu hat die IT-Abteilung des Klinikums auf Basis der neuen Infrastruktur nach dem Umzug in den Neubau folgende weitere Maßnahmen ergriffen: - Einbindung und Konfiguration der Firewalls, zweistufiges Firewall-Konzept; - Zugriffsschutz von außen über eine Admin Proxy, der alle Zugriffe protokolliert; - Starke Segmentierung des Netzwerkes, um sensible Bereiche von risikobehafteten Bereichen abzutrennen - Angriff nur mit reduzierter Reichweite möglich, Trennung der exponierten Bereiche von den sensiblen Bereichen et cetera. Mit den vorgenannten Maßnahmen sieht sich das varisano Klinikum Höchst im Rahmen seiner Möglichkeiten derzeit als angemessen vor Cyberangriffen geschützt an. Das Klinikum arbeitet kontinuierlich weiter an Verbesserungen der Cybersecurity, auch im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes, wonach Fördermittel anteilig auch dafür eingesetzt werden müssen. Im sich stetig eskalierenden Wettlauf zwischen Täter:innen und Opfern gibt es trotz aller Maßnahmen dennoch nie 100-prozentige Sicherheit.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 22. Februar 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.