Schon länger ist die Krise des großflächigen Einzelhandels Anlass zur Sorge für die Beschäftigten, verschiedene Kunden u
Zusammenfassung
Der Magistrat plant eine stärkere Mischung von Nutzungen in der Frankfurter Innenstadt, um diese vielfältiger und lebendiger zu gestalten. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Herausforderungen im Einzelhandel und der Notwendigkeit, neue Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen. Ziel ist es, die Innenstadt als attraktiven Ort für Wohnen, Kultur und soziale Aktivitäten zu fördern.
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Thema Stadtplanung verfolgenFrage an den Magistrat
Schon länger ist die Krise des großflächigen Einzelhandels Anlass zur Sorge für die Beschäftigten, verschiedene Kunden und nicht zuletzt für eine verantwortungsbewusste Stadtentwicklungspolitik. Auch in Rhein-Main haben deshalb mehrere Städte verschiedene Initiativen zur strukturell neuen Belebung ihrer Innenstädte gestartet. Aktuell hat der Umbau des ehemaligen Esprit-Hauses an der Hauptwache einige Diskussionen ausgelöst, insbesondere zu dessen Nutzung. Ich frage den Magistrat: Welcher Nutzungsmix ist aus Sicht des Magistrats für eine sinnvolle Weiterentwicklung der Frankfurter Innenstadt wünschenswert?
Antwort des Magistrats
Die Nutzungsstrukturen und Anforderungen an die Innenstadt sind ständigen Schwankungen und Veränderungen unterworfen. Dabei wirken sich die aktuellen Entwicklungen im stationären Einzelhandel durch die fortschreitende Digitalisierung, verstärkt durch die Folgen der Coronapandemie besonders stark aus. Vor dem Hintergrund sich verändernder Kaufgewohnheiten und bereits erfolgten oder bevorstehenden Ladenschließungen muss sich nicht nur die Stadt Frankfurt am Main die Frage stellen, wie ihre Innenstadt weiterentwickelt werden soll.
Der Magistrat strebt für die Innenstadt grundsätzlich eine stärkere Mischung von Nutzungen an. Wie bereits im Innenstadtkonzept vorgesehen, sollen neben dem Einkaufen und Arbeiten auch weitere Funktionen wie Wohnen, Kultur und Soziales die Innenstadt vielfältiger und lebendiger machen. Hier ist auch die Situation von Betrieben der Nachtökonomie wie etwa Musikstätten in den Blick zu nehmen, die in den vergangenen Jahren aus der Innenstadt weitgehend verschwunden sind Daher wird der Magistrat sowohl bei laufenden oder anstehenden Bebauungsplanverfahren und bei der Beratung von Bauvorhaben in der Innenstadt auf einen höheren Nutzungsmix hinwirken.
Dennoch wird der Einzelhandel auch zukünftig ein wichtiges Standbein der Innenstadt darstellen. Dabei wird die Zeil weiterhin das Rückgrat des stationären Einzelhandels in der Frankfurter Innenstadt bleiben. Sie ist heute und soll auch zukünftig eine überregional sichtbare Adresse bleiben. Der Transformationsprozess findet hier insbesondere in den großflächigen Immobilien statt. Bereits heute lassen sich großflächige Kaufhausimmobilien nicht mehr in Gänze vermarkten. Anstelle von monostrukturierten Gebäuden sollen durch Revitalisierung oder Neuentwicklung nutzungsgemischte Gebäude treten, die durch flexible und kleinteiligere Flächenaufteilung ökonomisch resilienter sind. Die Erdgeschosszone sowie oftmals das erste Obergeschoss werden dabei entlang der Zeil weiterhin von Einzelhandel geprägt sein. Darüber werden gemischte Nutzungen entstehen mit einer Vielzahl an Nutzungsoptionen wie Büro, Hotel, Wohnen, Sport, Kultur, Bildung, Freizeit, Gastronomie, non-profit-Angebote und die Aktivierung von Dachflächen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 25. Januar 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.