Laut EU-Rahmenrichtlinien soll Einwegplastik ab 2020 verboten werden. Gerade bei kleineren Veranstaltungen von zum Beisp
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängiges Bürgerprojekt seit 2010. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Abfall und Sauberkeit verfolgenInhalt
Frage vom 22.08.2019, F 2062 Laut EU-Rahmenrichtlinien soll Einwegplastik ab 2020 verboten werden. Gerade bei kleineren Veranstaltungen von zum Beispiel Vereinen wird oftmals aus Kostengründen auf Einwegplastik zurückgegriffen. In Neu-Isenburg haben Vereine die Möglichkeit, ein Spülmobil mit entsprechendem Zubehör zu mieten, um so auch als Verein einen positiven Umweltbeitrag leisten zu können.
Ich frage den Magistrat: In welcher Form reduziert die Stadt Frankfurt bei städtischen Veranstaltungen Einwegplastik, und welche Möglichkeiten beziehungsweise Unterstützungsmaßnahmen werden Vereinen zur Umsetzung einer umweltfreundlichen Veranstaltung geboten?
Antwort des Magistrats: Seit vielen Jahren werden alle Betreiber bei den von der Tourismus+Congress GmbH veranstalteten Festen verpflichtet, Mehrweggeschirr zu verwenden. Für den "Verkauf im Vorbeigehen" müssen Alternativen verwendet werden. So wird beispielsweise die Bratwurst im Brötchen lediglich mit einer Serviette ausgegeben. Erlaubt sind ebenso fettabweisende Servietten, Pergament- und Papiertüten. Durch diese verbindlichen Vorgaben wird von den Betreibern der Feste bei der Ausgabe von Speisen und Getränken kein Einwegplastik auf den städtischen Festen ausgegeben. Das Umweltamt hat seinerseits vielfältige Aktivitäten zur Vermeidung von Einwegplastik initiiert. So beschäftigten sich 2017 und 2018 zwei Veranstaltungen im Rahmen des Greencity-Prozesses mit dem Thema Plastikmüll. Bürgerinnen und Bürger können sich darüber hinaus am Umwelttelefon über Möglichkeiten zur Vermeidung von Plastikgeschirr bei Festen oder ähnlichen Veranstaltungen informieren. Zudem unterstützt das Umweltamt ausdrücklich das in verschiedenen Stadtteilen geplante Pfandsystem für Mehrwegbecher - Cup2gether. Eine Prüfung, welche Abfallvermeidungsmaßnahmen aus der Abfallgebühr finanziert werden können, nimmt das Umweltamt derzeit vor. Die Stabsstelle Sauberes Frankfurt fördert gemeinsam mit der Kampagne für mehr Sauberkeit aktuell, im Rahmen einer Zuwendung, das Projekt "Oberräder Geschirrmobil". Der Grundgedanke ist die Initiierung eines Präventionsprojektes gegen Plastikmüll im Rahmen von Stadtteilveranstaltungen. Der Gewerbeverein Oberrad plant zur Förderung von Sauberkeit und zur Vermeidung von hohem Abfallaufkommen durch anfallendes Plastikgeschirr künftig bei Stadtteilveranstaltungen ein Geschirrmobil einzusetzen. Das Geschirrmobil ist für den Einsatz von stadtteilinternen und -externen Veranstaltungen vorgesehen, bei denen ein hohes Geschirraufkommen herrscht und ist entsprechend ausgestattet: Arbeitsplatten, Geschirr für 500 Personen, Spülbecken, Spülmaschine. Das Geschirrmobil ist derzeit in der Umsetzungsphase und steht ab Anfang Oktober 2019 zur Verfügung. Antragstellende Person(en): Stadtv. Michael Bross
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 22. August 2019 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.