Die Stadt Frankfurt hat eine „Solaroffensive“ gestartet, um den Ausbau der Solarenergienutzung im Stadtgebiet stark zu b
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt plant Maßnahmen zur Beschleunigung des Netzanschlusses von Photovoltaikanlagen auf städtischen Schulen. Dies ist notwendig, um die Nutzung von Solarenergie zu fördern und die Klimaziele der Stadt zu erreichen. Ziel ist es, die bereits installierten Anlagen zeitnah in Betrieb zu nehmen und zukünftige Verzögerungen zu vermeiden.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenFrage an den Magistrat
Die Stadt Frankfurt hat eine "Solaroffensive" gestartet, um den Ausbau der Solarenergienutzung im Stadtgebiet stark zu beschleunigen. Der Verein "Sonneninitiative Marburg e. V." installiert bereits seit vielen Jahren PV-Anlagen im Stadtgebiet. Leider kommt es beim Netzanschluss der fertig installierten Anlagen des Vereins auf sechs Frankfurter Schulen immer wieder zu Verzögerungen, weshalb diese bislang keinen Sonnenstrom ins Netz einspeisen können.
Ich frage den Magistrat:
Was gedenkt die Stadt Frankfurt zu tun, damit die teilweise seit über drei Jahren betriebsbereiten PV-Anlagen auf sechs städtischen Schuldächern zeitnah angeschlossen werden können, und wie wird sie sicherstellen, dass solche Anlagen zukünftig schneller angeschlossen werden können?
Antwort des Magistrats
Der Stadt Frankfurt ist es ein wichtiges Anliegen, auf städtischen Gebäuden Photovoltaik-Anlagen zu errichten, um umweltfreundlich Strom zu erzeugen und auf diese Weise einen Beitrag zur Einhaltung der städtischen Klimaziele zu leisten. Dabei geht die Stadt Frankfurt unterschiedliche Wege; auch Dritte - wie der oben genannte Verein - werden bei der Errichtung von Photovoltaikanlagen mit einbezogen.
Bislang sind auf 55 stadteigenen Schul-Gebäuden und 16 stadteigenen Kindertagesstätten-Gebäuden Photovoltaik-Anlagen installiert. Der Sachstand an den sechs noch nicht in Betrieb genommenen Photovoltaik-Anlagen der Sonneninitiative Marburg e. V. stellt sich derzeit wie folgt dar:
Georg-August-Zinn-Schule: Hier musste das Messkonzept aufgrund von zu vielen Eigenerzeugungsanlagen geändert werden. Im Zuge dieses Vorgangs wurde das städtische Blockheizkraftwerk, BHKW, stillgelegt und die PV-Anlage der Econ-Solar-Wind zurückgebaut. Damit konnte das Messkonzept bereinigt werden. Nun wartet die Sonneninitiative auf die Netzanbindung durch die Netzdienste Rhein-Main, NRM. Seitens der Stadt gibt es hier derzeit keine weiteren Aufgaben.
Käthe-Kollwitz-Schule: Bei der Errichtung der PV-Anlage wurde festgestellt, dass die Niederspannungshauptverteilung, NSHV, nicht ausreichend dimensioniert ist. Die Sanierung der NSHV wurde bereits bei der Sonneninitiative selbst in Auftrag gegeben. Die ausführende Firma ist mit der Sanierung beauftragt. Hier wartet der Magistrat auf Rückmeldung seitens des Auftragnehmers.
Kasinoschule: Leider stellte sich im Zuge der Errichtung der PV-Anlage heraus, dass die Dachflächen statisch nicht ausreichend dimensioniert sind. Hier ist ein Rückbau und Umzug der Anlage auf ein neues Gebäude erforderlich. Die Suche nach dem neuen Gebäude ist noch offen.
Meisterschule: Die elektrotechnische Einbindung der PV-Anlage ist noch fachtechnisch zu prüfen. Hierzu wurde eine Bestandsdokumentation der vorhandenen Niederspannungshauptverteilung bei der Sonneninitiative beauftragt, um die neue PV-Anlage elektrotechnisch sicher einbinden zu können. Diese Dokumentation liegt noch nicht vor. Hier wartet der Magistrat auf Rückmeldung seitens des Auftragnehmers.
Liebigschule: Hierbei wurde von den Netzdiensten Rhein-Main, NRM, eine vorläufige Freigabe der Einspeisung der PV-Anlage genehmigt. Eine Sanierung der örtlichen Umspannanlage ist jedoch im Nachgang erforderlich. Die Vereinbarung zur Sanierung der Umspannanlage wurde zwischen der Stadt und der NRM unterschrieben. Die Baumaßnahme befindet sich in Abstimmung mit den zuständigen Fachbereichen innerhalb des Amtes für Bau und Immobilien, ABI.
Adorno-Gymnasium/Schulcampus Westend: Die Sonneninitiative wartet noch auf die Lieferung der Verteilerkästen. Die PV-Anlage steht hier kurz vor der Fertigstellung.
Die Installation weiterer Photovoltaik-Anlagen wird derzeit vorbereitet. Dabei wird - auch aufgrund der oben beschriebenen Erfahrungen - vorab geprüft, ob eine Dachfläche eines städtischen Gebäudes den Anforderungen an die Statik, den Brandschutz oder der Elektrosicherheit genügt. Eine zusätzliche Beschleunigung der Installation weiterer Photovoltaik-Anlagen kann durch eine verbesserte Personalausstattung der Verwaltung erreicht werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 19. Oktober 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.